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Söder stellt „Freiheiten“ für Geimpfte in Aussicht

Impfen, Schule, Sport, Volksfeste: Diese Corona-Regeln gelten nun in Bayern

Impfstrategie Bayern Ministerpräsident Markus Söder
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Impfstrategie in Bayern (Archivbild).

München/Landkreis - Am Dienstagvormittag (13. Juli) hat sich die bayerische Staatsregierung einmal mehr mit dem weiteren Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschäftigt. Eine der zentralen Fragen dabei: Wie geht es mit dem Impfen im Freistaat weiter?

Am Mittag sind dann Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Sozialministerin Carolina Trautner und Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann (alle CSU) vor die Presse getreten, um die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Beratungen zu informieren (News-Ticker Dienstag, 13. Juli).

Bereits im Vorfeld waren einige Details durchgesickert: Unter anderem will die Staatsregierung mit einfach zugänglichen Impfangeboten das Corona-Impftempo erhöhen. Zuletzt war die Kampagne in Bayern etwas ins Stocken geraten. „Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen“, hatte Söder in diesem Zusammenhang gesagt.

rosenheim24.de hat die neue Strategie/die neuen Regeln im Überblick zusammengefasst!

Ausweitung der Impfangebote:

Bayern weitet im Kampf gegen die Corona-Pandemie seine Impfangebote massiv aus. Die Staatsregierung wird Corona-Impfungen weiter flexibilisieren und will damit die Impfbereitschaft der Bürger weiter steigern. Besonders im Fokus steht dabei die Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen.

Impfung ohne Anmeldung und ohne Termin:

Künftig sollen Erstimpfungen in den Impfzentren auch ohne vorherige Registrierung und Termin möglich sein. Zudem soll die Wohnortbindung aufgehoben werden. Man kann sich also auch stadt-, landkreis- oder sogar bundeslandübergreifend impfen lassen. Darüber hinaus ist es künftig möglich, dass man sich die Erstimpfung beispielsweise im Impfzentrum verabreichen lässt und Zweitimpfung beim Hausarzt - oder andersherum.

Impfen „to Go“:

Um die Impfkampagne deutlich zu beschleunigen, will Bayern ab sofort möglichst viele „niederschwellige Angebote vor Ort“ anbieten. Vor allem jüngere Menschen sollen damit abgeholt werden - beispielsweise mit einer Impfung beim Sportverein oder im Schwimmbad. Geplant ist auch, dass zum Beispiel in Jugendzentren oder in Gaststätten/Fast Food Lokalen geimpft wird. Dazu liefen entsprechende Gespräche unter anderem mit dem Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), dem Bayerischem Landessportverband (BLSV), dem Industrie- und Handelskammer (IHK) und anderen Verantwortlichen, hieß es.

Zudem soll es Sonderimpfaktionen mit mobilen Teams vor Geschäften und/oder auf Märkten geben. Die Impfzentren können auch „Familiensonntage“ für Eltern und Kinder ab zwölf Jahren anbieten. Ergänzend können die Impfzentren Drive-in-Angebote einrichten. Ziel ist es, den Impfstoff vor allem mit Hilfe mobiler Teams zu den Menschen zu bringen.

Clubs und Bars:

Ministerpräsident Söder stellte auch die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie für Zweifach-Geimpfte ab Herbst in Aussicht. Genaueres will die Staatsregierung hierzu noch mitteilen. Zudem stellte Söder Zweifach-Geimpften weitere Freiheiten in Aussicht - wie die Befreiung von einer Quarantänepflicht bei Reisen oder die Nicht-Hinzuzählung bei Kultur- und Sportveranstaltungen.

Schulen:

Zu Beginn des neuen Schuljahres wird in Bayern weiterhin Test- und Maskenpflicht gelten. Zudem soll die Zahl der Luftreinigungsgeräte in bayerischen Klassenzimmern massiv aufgestockt werden. Dazu sollen auch die entsprechenden Vergabeverfahren beschleunigt werden. Ergänzend bietet die Staatsregierung Impfaktionen für bestimmte Zielgruppen: Reihenimpfungen für Schüler der Abschlussklassen sind schon angelaufen, in Kürze werden Reihenimpfungen für Studierende folgen.

Sport- und Kulturveranstaltungen:

Ab 15. Juli wird die 13. Bayerische Infektionsschutzverordnung außerdem bezüglich Sport- und Kulturveranstaltungen angepasst. Für große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter (zum Beispiele Spiele der Fußball-Bundesliga) können die Veranstalter wahlweise abweichend von den bisherigen Vorgaben mehr Zuschauer zulassen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 nicht überschritten ist und dabei folgende Vorgaben beachtet werden:

  • Zulässig sind maximal 35 Prozent der Gesamtkapazität des Stadions, höchstens jedoch 20.000 Zuschauer
  • Zwischen den Plätzen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren
  • Stehplätze werden nicht zugelassen
  • Personalisierte Tickets sind verpflichtend
  • Die Zuschauer haben einen negativen Testnachweis vorzulegen. Ausgenommen hiervon sind geimpfte und genesene Personen.
  • Es herrscht Alkoholverbot. Erkennbar alkoholisierte Personen erhalten keinen Zutritt.
  • Es besteht FFP2-Maskenpflicht. Unter freiem Himmel entfällt diese am Sitzplatz.

Für kulturelle Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter mit mehr als 1.500 Besuchern gelten diese Anforderungen entsprechend. Für Veranstaltungen mit bis zu 1500 Besuchern (zum Beispiel im regionalen Amateurfußball) bleiben die bisherigen Regelungen vollumfänglich gültig.

Volksfeste:

Nachdem es am Montag widersprüchliche Meldungen zum Thema Volksfeste gegeben hatte, lieferte die Staatsregierung in diesem Zusammenhang eine Klarstellung. „Klassische Volksfeste mit bierseliger Stimmung“ soll es weiterhin nicht geben, hieß es. „Kleinere Ersatzveranstaltungen“ seien dagegen durchaus genehmigungsfähig.

mw/mh

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