Wüstling in Uniform

Soldat begrapschte seine Kameradinnen

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Lagerlechfeld - In Feierlaune hat ein Soldat alle Prinzipien vergessen: Erst begrapschte  er Kameradinnen, dann griff er seinen Vorgesetzten an - und landete vor dem Zivilgericht.

Bei einem stark alkoholisierten Soldat in Lagerlechfeld im Landkreis Augsburg fielen während der Fußball-EM offenbar alle Hemmungen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, hatte er sich im August 2012 gemeinsam mit etlichen Soldatinnen und Soldaten im Offiziersheim der Kaserne Lechfeld ein Spiel der Fußball-EM angesehen und dabei über die Maßen getrunken.

In der zweiten Halbzeit soll er nicht mehr auf das Fußballspiel geachtet haben: Zuerst fiel er vor einer Soldatin auf die Knie und begrapschte sie an Po und Brust, dann griff er einer anderen Kameradin in den Schritt.

Der diensthabende Offizier, ein Oberleutnant, schritt ein: Er erteilte dem Trunkenbold den Befehl, das Offiziersheim augenblicklich zu verlassen. Dieser jedoch verweigerte den Befehl und griff seinen Vorgesetzten sogar tätlich an. Die Quittung bekam er mit einer Nacht im Kasernenkerker und einer Anzeige beim Zivilgericht.

Soldat entgeht der Degradierung

Vor einem Schöffengericht erhob die Vorsitzende Richterin Constanze von Stetten schwere Vorwürfe gegen ihn: Neben sexueller Nötigung habe er sich auch der Gehorsamsverweigerung und des tätlichen Angriffs gegen eines Vorgesetzen schuldig gemacht.

Der angeklagte Soldat zeigte sich laut der Augsburger Allgemeinen sehr zerknirscht: "Es tut mir sehr leid, dass ich mich so gehen ließ." Bei dem Vorfall hatte er offenbar zwei Promille im Blut. 

Mit einer Bewährungsstrafe von elf Monaten hat ihn das Gericht zu einer Haftstrafe knapp unter der Einjahresgrenze verurteilt - diese hätte die fristlose Entlassung mit Degradierung und Verfall aller Beihilfen zur Folge gehabt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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