Marianne und Michael setzen sich ein *Mit Voting*

Dialekt-Debatte: Soll Bairisch als Schulfach kommen?

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Für Furore sorgte Ende 2018 der Bayerischen Philologenverband, als er forderte Schafkopf zum Teil des Unterrichts zu machen. Die Sorge sei groß, dass das Kartenspiel sonst aussterben würde. Jetzt stoßen Marianne und Michael in ein ähnliches Horn: Sie fordern Bairisch als Schulfach.

Steht Schafkopf bald auf dem Stundenplan der Schulen im Freistaat? Diese Frage bzw. Forderung des Bayerischen Philologenverband sorgte Ende des Jahres 2018 für Furore. Weniger Schüler als früher spielten inzwischen das traditionelle Kartenspiel, erklärte der Vorsitzende Michael Schwägerl.Schafkopf müsse daher an den Schulen gefördert werden. „Wir wünschen uns, dass das Kartenspiel gerade in digitalen Zeiten wieder mehr an Bedeutung gewinnt, auch in der Schule“, so der Verband. Auch der Kultusminister zeigt sich offen.

Marianne und Michael fordern Bairisch als Schulfach

Nun erwacht auch die Sorge um die Zukunft des Dialekts in Bayern. Dafür setzt sich nun das Volksmusikpaar Marianne und Michael ein und fordern ein Schulfach "Bairisch". "Einmal in der Woche eine Stunde Dialekt, eine Stunde Sport und eine Stunde Singen - das sind die drei wichtigsten Dinge", sagt Michael Hartl, der am 18. März 70 Jahre alt wird. "Es ist ein gutes Gefühl, wenn jemand Dialekt redet."

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Die eigenen Söhne könnten zwar noch bairisch sprechen, die drei Enkel aber schon nicht mehr. "Wir reden bairisch daheim. Sie verstehen es - aber sie können es nicht sprechen", sagt Marianne Hartl. "Wir sorgen uns wirklich, dass der Dialekt ausstirbt." Als Traumpaar der Volksmusik stehen die Hartls seit 45 Jahren gemeinsam auf der Bühne - und singen in Dialekt.

mh mit Material der dpa

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