Kein Neuanfang unter Kohnen?

SPD-Rebellen bleiben nach Pronold-Rückzug kritisch

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Nachfolge ohne Veränderung? Die Initiative „Zeit für die Mutigen“ sieht den möglichen Führungswechsel skeptisch.

Pfaffenhofen an der Ilm - Die kritische SPD-Initiative „Zeit für die Mutigen“ steht der möglichen neuen Vorsitzenden der SPD in Bayern, Natascha Kohnen, skeptisch gegenüber.

Die führungskritische SPD-Basisinitiative „Zeit für die Mutigen“ steht der vom bayerischen SPD-Vorsitzenden Florian Pronold vorgeschlagenen Nachfolgerin Natascha Kohnen kritisch gegenüber. Da sei eine gewisse Grundskepsis angebracht, sagte am Freitag Markus Käser, Sprecher der Initiative und SPD-Ortsvorsitzender in Pfaffenhofen an der Ilm. Es sei fraglich, ob Kohnen, die jahrelang engste Mitarbeiterin von Pronold gewesen sei, wirklich einen Neuanfang verkörpern könne. „Es bleibt abzuwarten, wie Kohnen sich einen Neuanfang für eine starke Bayern-SPD vorstellt.“

Die „Mutigen“ sind nach Käsers Worten ein bayernweites loses Netzwerk unter anderem von Kommunalpolitikern und SPD-Mitgliedern. Hauptforderung ist ein personeller und inhaltlicher Neuanfang der Bayern-SPD. „Für eine Parteiführung, die ihre Mitglieder lediglich als Beitragszahler, Karteileichen und Plakatkleber sieht, wollen wir nicht Basis sein“, heißt es auf der Homepage der Initiative. „Sigmar Gabriels Rücktritt war ein erster wichtiger Schritt für einen Neuanfang.“ Dieser sei nun aber auch in der bayerischen SPD nötig. „Unser Landesverband ist zu einem Wahlverein für die Aufstellung der Bundestags- und Landtagskandidaten verkümmert“, heißt es weiter auf der Homepage. Beim Landesparteitag im Mai müssten sich die Delegierten entscheiden zwischen „Neuanfang oder Insolvenzverschleppung“.

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