Fast fünf Jahre Haft für den Amokschützen

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Dem heute 15-Jährigen wird versuchter Totschlag und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Memmingen - Im Prozess den Amokläufer an einer Memminger Schule ist das Urteil verkündet: Der 15-Jährige muss fast fünf Jahre in Jugendhaft.

Der jugendliche Täter, der im Mai 2012 an seiner Schule in Memmingen einen Amoklauf versucht hatte, war wegen versuchten Totschlags in vier Fällen und illegalen Waffenbesitzes angeklagt worden. Nach Überzeugung der Anklage hatte der Jugendliche die Tat geplant, berichtete ein Justizsprecher am Mittwoch aus der nichtöffentlichen Verhandlung vor dem Landgericht Memmingen. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb fünf Jahre Jugendhaft für den heute 15-Jährigen gefordert. Seine Verteidigerin plädierte auf versuchte gefährliche Körperverletzung in vier Fällen und forderte nicht mehr als vier Jahre Jugendstrafe.

Nun hat das Landgericht hat den Schüler am Mittwoch unter anderem wegen versuchten Totschlags in vier Fällen zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Dies teilte ein Justizsprecher aus der nichtöffentlichen Verhandlung mit.

Der Jugendliche hatte am 22. Mai 2012 mit scharfen Waffen seines Vaters zuerst an seiner Schule und später auf einem Sportplatz mehrere Schüsse abgegeben. Verletzt wurde niemand. Als Motiv hatte der Angeklagte Liebeskummer angegeben. In seinem letzten Wort hat er sich nach Angaben des Justizsprechers bei allen Beteiligten für das, was geschehen ist, entschuldigt.

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