"Ort der Begegnung und Integration"

Stamm wird Präsidentin des Volkshochschulverbands

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Erlangen - Der Bayerische Volkshochschulverband hat Landtagspräsidentin Barbara Stamm zu seiner neuen Präsidentin gewählt. Die CSU-Politikerin löste am Samstag in Erlangen Josef Deimer ab.

Dieser stand 35 Jahre lang an der Spitze des Vereins. Stamm sieht die Volkshochschulen nicht nur als Orte der Bildung, sondern auch als Orte der Begegnung und Integration, wie sie der Nachrichtenagentur dpa sagte. An der Spitze des Verbandes sehr sie sich auch als Türöffnerin, damit die finanziellen Rahmenbedingungen passten.

Inhaltlich beschäftigte sich die Mitgliederversammlung der 216 bayerischen Volkshochschulen (VHS) vor allem mit den Themen Online-Lernen, Grundbildung und Qualitätsmanagement sowie den eigenen Strukturen. „Die Volkshochschulen werden eine Präsenzveranstaltung bleiben“, erläuterte Verbandsdirektor Wilhelm Lang. Doch viele Menschen könnten durch eine ausgeklügelte Mischung aus Online- und Offline-Elementen zum Lernen motiviert werden.

Auch die Grundbildung stand im Fokus. Sie zielt auf jenes Fünftel der Bevölkerung, das Studien zufolge nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen kann oder dem digitale Grundkenntnisse fehlen. „Da bauen wir einen eigenen Programmbereich auf“, betonte Lang.

Intern sollen die Qualitätsstandards verbessert und vereinheitlicht werden. Der Verband will besonders den kleinen Volkshochschulen Anreize geben, verstärkt zu kooperieren. „Wir möchten Volkshochschulen haben, die ein gewisses Themenspektrum anbieten, und das geht nur ab einer gewissen Größe“, erklärte Lang. Jährlich nehmen rund drei Millionen Bayern an einer der 180 000 VHS-Veranstaltungen im Freistaat teil.

dpa

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