Kein Familiendrama in Starnberg

Familie getötet: 19-Jähriger gesteht Mord - er filmte den Tatort

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In diesem Haus ereignete sich ein Dreifachmord.
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Starnberg - Überraschende Wende beim vermeintlichen Familiendrama mit drei Toten in Starnberg. Nachdem die Polizei von einem erweiterten Suizid ausgegangen war, wurden nun zwei Tatverdächtige festgenommen. 

Update, 15.30 Uhr: Täter ist erst 19 Jahre alt

Wie die Kriminalpolizei am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt gab, soll ein 19-jähriger Mann die drei Familienangehörigen erschossen haben. Bei dem Beschuldigten konnte in der Folge einer Wohnungsdurchsuchung ein umfangreiches Waffenarsenal und Stoffe, welche zur Herstellung von Sprengstoff dienen können, aufgefunden werden. 

Der 19-Jährige habe daraufhin ein Geständnis abgelegt, zuerst den 21-jährigen Freund und dann dessen Eltern umgebracht zu haben. Zudem soll der Heranwachsende ein Video nach der Tat von dem Tatort aufgenommen haben. Das Video konnte die Polizei rekonstruieren. 

Ein anderer junger Mann (18) konnte ebenfalls in der Wohnung des 19-Jährigen aufgefunden werden und wurde später von dem vermeintlichen Täter schwer belastet. So soll der 18-Jährige seinen Freund (19) erst am Tatort abgeliefert und später wieder abgeholt haben. Laut Aussage des Geständigen habe der 18-Jährige von den Mordplänen des 19-Jährigen gewusst. 

Das Motiv des vermeintlichen Täters ist noch unklar. Fest steht, dass sowohl der 19-Jährige als auch der Sohn der Familie eine große Affinität zu Waffen hatte.

Update, 15.05 Uhr: Pressekonferenz der Polizei

Update, 14.51 Uhr: Tatort wurde manipuliert

Der Fall um die getötete Familie in Starnberg wird immer spektakulärer und undurchsichtiger. Wie bild.de erfahren haben will, handelte es sich bei dem vermeintlichen Täter um einen Freund des getöteten Sohnes. 

Einer der Verdächtigen soll zudem den Tatort im Haus der Familie derart manipuliert haben, um die Ermittler auf die falsche Spur zu führen. Er soll so versucht haben die Tat zu vertuschen und wollte demnach dem Sohn des Ehepaars den Mord anhängen.

Update, 13.05 Uhr: Tatverdächtiger soll Mord gestanden haben

Laut BR-Informationen soll einer der Tatverdächtigen bereits ein Geständnis abgelegt haben, die drei Personen in Starnberg erschossen zu haben. Bei dem zweiten Tatverdächtigen soll es sich um einen Bekannten des möglichen Täters handeln. In welchem Zusammenhang dieser zu den Morden steht, ist noch unklar. 

Auch in welcher Beziehung die vermeintlichen Täter zur Familie standen, ist nicht bekannt. 

Update, 12.11 Uhr: Verdächtige stammen aus Raum Fürstenfeldbruck

"Die Situation stellt sich anders dar, als zunächst gedacht. Wir gehen nicht mehr davon aus, dass der Sohn der Täter war", erklärte ein Sprecher der Polizei gegenüber focus.de. 

Deshalb sprechen die Ermittler nun auch von einer Mordtat. Bei den beiden Tatverdächtigen habe man eine große Anzahl an Waffen sicherstellen können. Wie br.de berichtet, soll es sich um zwei Männer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck handeln. Sie sollen unter dringendem Mordverdacht stehen und im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Um 15 Uhr sollen auf einer Pressekonferenz weitere Details zu den Festgenommen und mögliche Motive bekanntgegeben werden. 

Erstmeldung:

Am frühen Sonntagabend, 12. Januar, hatte die Polizei in einem Haus in Starnberg drei Tote gefunden. Sie entdeckten eine 60 Jahre alte Frau und ihren 64 Jahre alten Mann sowie den erwachsenen Sohn erschossen in dem Anwesen. Angehörige hatten die Beamten informiert, weil sich die Tochter große Sorgen um ihre Eltern machte.

Alles deutete auf ein tragisches Familiendrama hin. Nun allerdings die überraschende Wendung in dem Fall. Laut focus.de wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Dies habe auch die Polizei bestätigt. Den entscheidenden Hinweis soll die Herkunft der verwendeten Waffen geliefert haben. 

Die Ermittler gingen zuvor von einem erweiterten Suizid aus. So hätten zu Beginn auch die Obduktionsergebnisse darauf hingewiesen, dass der 21-jährige Sohn zunächst seine Eltern und dann sich selbst tötete. Demnach hätte sich der Sohn mit einer Kugel in den Kopf selbst gerichtet, zu den Verletzungen der Eltern macht die Polizei damals keine Angaben. Auch der Hund der Familie wurde angeschossen. Am Tatort konnten damals zwei Faustfeuerwaffen sichergestellt werden.

mz

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