Polizei ermittelt nach Vorfall in Starnberg

Schwerbehinderter (62) wird aus S-Bahn gedrängt und verletzt sich bei Sturz auf Bahnsteig

Starnberg – Am Mittwochnachmittag (15. April) verletzte sich ein 62-Jähriger am S-Bahnhaltepunkt Starnberg Nord. Ihm war zuvor, vermutlich von einem Mitarbeiter des Fahrgastbefragungsdienstes, der Zustieg in die S-Bahn verweigert worden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Gegen 15.30 Uhr wollte ein 62-jähriger Deutscher am S-Bahnhaltepunkt Starnberg Nord eine S-Bahn (S6, Richtung Starnberg) besteigen. Aus noch ungeklärten Gründen soll ihm ein noch unbekannter Mitarbeiter des Fahrgastbefragungsdienstes den Zustieg verweigerte haben. Nachdem der 100% Schwerbehinderte, der keine gültige Wertmarke hatte, weiterhin versuchte die S-Bahn zu betreten, soll der Unbekannte den Wohnsitzlosen aus der S-Bahn gedrängt haben, woraufhin der 62-Jährige auf den Bahnsteig gestürzt sein soll. Anschließend fuhr die S-Bahn weg. Ein wenig später vorbeifahrender Lokführer bemerkte den am Boden liegenden Mann und leitete Rettungsmaßnahmen ein.

Der 62-Jährige wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus transportiert, wo er stationär aufgenommen wurde. Welche Verletzungen der Mann erlitt, der über Schmerzen an einer zuvor bereits lädierten Hüfte klagte, ist ebenso Gegenstand der Ermittlungen, wie die Suche nach dem Unbekannten.


Die Münchner Bundespolizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können, sich unter der Rufnummer 089/515550-111 zu melden.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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