Burg-Fest vorbei: Stein ist wieder in der Neuzeit

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Beste Stimmung beim Steiner Burg-Fest.

Stein - Rittersleut, Gaukler und Burgfräulein trotzten Wind und Wetter: Das Steiner Burg-Fest bescherte den Besuchern eine atemberaubende Reise durch das Mittelalter.

Das größte Burg-Fest der Region ist am Sonntag, 25. Mai mit einer einzigartigen Feuershow zu Ende gegangen. Bauchtänzerinnen, Gaukler, gestandene Ritter und fröhliche Handwerksburschen zündeten auf der Hauptbühne im Schlossinnenhof von Stein ein akrobatisches Feuermärchen und verabschiedeten sich für dieses Jahr von ihren Steiner Fans.

Das Mittelalterfest, das auf dem weitläufigen Areal der Schlossanlage Stein an der Traun stattgefunden hat, verzeichnete trotz kalter Temperaturen und gelegentlichem Regen einen großen Zustrom an Besuchern. Die einzigartige Kulisse sowie der aufwendig gestaltete Marktplatz mit seinen unzähligen Ständchen, Zelten, Kampfplätzen und Lagerfeuern brachte die Besucher bereits am Eingang direkt ins Mittelalter. Beim Anblick der hünenhaften Ritter und Edelmänner musste man unweigerlich an „Braveheart“, „Robin Hood“ oder auch an Tolkiens Trilogie „Herr der Ringe“ denken. Aber nicht nur Männer zeigten beim Schwertkampf ihr Können, sondern auch tapfere Ritterinnen schwangen elegant ihre Waffen.

Am Marktplatz warteten Händler und Handwerker auf Kundschaft. Sie boten alles feil, was der Mittelalter-Mensch so braucht: Kettenhemden, Holzschwerter, Schutzschilder, die neuste Mode für das Burgfräulein, edles Leder und zartes Geschmeide. Auch kulinarisch hatte das Burg-Fest einiges zu bieten – neben dem köstlichen Gerstensaft der Steiner Brauerei – gab es hausgemachtes Rahmbrot mit Speck, Crêpes, gefülltes Brot sowie gegrillte Maiskolben und Ritterspieße. Köche aus Fernost brachten Falafel und Humus mit nach Bayern.

Besonders begeistert zeigten sich die kleinen Besucher, die zum einen die längste Höhlenburg Deutschlands erkunden und zum anderen aus einem reichen Kinderprogramm auswählen konnten. Im Märchenzelt von Trostberger Tagblatt und Traunreuter Anzeiger entführte Margarethe die staunenden Zuhörer nach Indien, Skandinavien oder Russland. Daneben lud ein Puppenspieler mehrmals täglich zur Aufführung ein. Bei den Handwerkern konnten kleine Gesellen mithelfen, Schwerter zu schnitzen, Kettenhemden zu schneidern oder Stoffe zu färben. Strahlender Mittelpunkt war Jolandolo vom Birkenschwamm, der närrische Gaukler, der überall herumwuselte. Mit seinen lustigen Sprüchen und akrobatisch- tollpatschigen Einlagen zog er die Kinder – dem Rattenfänger gleich – in Scharen an, die sich binnen Minuten die Bäuche vor Lachen hielten.

Auf der großen Hauptbühne am Eingang unterhielten bekannten Musiker und Künstler der Mittelalterszene die Gäste. Dort war ausreichend Platz zum Tanzen und Feiern, bis spät in die Nacht. An der Bühne begannen und endeten auch die Umzüge, an denen alle Mitwirkenden des Festes mitliefen. Angeführt vom Herold zog die Mittealter-Crew mit Feuerspuckern, Bauchtänzerinnen, stolzen Rittersleut’ und zarten Fräuleins durch das Dorf – frenetisch gefeiert von den zahlreichen Zaungästen.

Das Burg-Fest in Stein dauerte vom 24. bis 26. Mai und fand in dieser Form zum ersten Mal statt. Die Größe der Veranstaltung und des Schlossareals überraschte Aussteller und Besucher gleichermaßen. Auch 2014 werden die Ritter, Gaukler und Burgfräulein wieder nach Stein zurückkehren. Soviel sei schon mal verraten.

Bilder vom Samstag:

Burgfest in Stein: Umzug Teil 1

Burgfest in Stein: Umzug Teil 2

Pressemitteilung AMOK Promotion GmbH

Quelle: chiemgau24.de

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