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„Boarischkult“: Wie der bayerische Dialekt von Steinhöring aus das Internet erobert

Robert Wetterstetter aus Steinhöring hat die bayerische Instagram-Seite "Boarischkult" ins Leben gerufen. 
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Robert Wetterstetter aus Steinhöring hat die bayerische Instagram-Seite "Boarischkult" ins Leben gerufen. 

Steinhöring - Die Liebe zum bayerischen Dialekt veranlasste Robert Wetterstetter, die boarische Instagram-Seite „Boarischkult“ ins Leben zu rufen. Aus dem Erfolg in den sozialen Netzwerken hat er es nun geschafft, ein Online-Magazin zu starten - mit Artikeln komplett auf bayerisch.

„Gscheidkasterl“ (Handy), „Santlschuah“ (Sneakers), Stubmhakln (Home Office) oder „Fachschmadsn“ (Interview) - Wortneuschöpfungen auf bayerisch und witzige Vergleiche, die der Dialekt mit sich bringt zieren den Inhalt der Instagram-Seite „Boarischkult“, die der Steinhöringer Robert regelmäßig mir kreativen Posts aufpeppt. Die Idee, überhaupt in den sozialen Medien aktiv zu werden kam ihm im Jahr 2018. Auch eine Facebook-Seite existiert.

Über Facebook und Instagram zum Online-Magazin

Seit Neuestem ist „Boarischkult“ auch als Online-Magazin abrufbar. Robert wollte weg von kurzweiligen Bildern und hin zu ganzen ausführlichen und informativen Artikeln, die ganz verschiedene Inhalte aus Unterhaltung, Landschafts-Fotoserien aus der Region, Kunst und Kultur, Brauchtum und Tradition aufzeigen. „Langfristig soll eine bunte Mischung entstehen“, betont der 31-Jährige im Gespräch mit rosenheim24.de.

Die Artikel im Online-Magazin sind alle bayerisch verfasst und befassen sich mit den unterschiedlichsten aber auch tagesaktuellen Themen. Natürlich ist der Jahreszeit geschuldet alles rund um Weihnachten interessant - von Lebkuchen-Backen und einer bayerischen Weihnachtsgeschichte darf aber freilich das klassische „Gipfekraiz“ („fia manche as ersehnte Ziel, fia manche a Gfui vo Freiheit, in jedem Foi a Gedicht wert“ nicht fehlen.

Jüngstes Beispiel: Die Hintergründe und die Geschichte der Rauhnächte. „Durch as verbrenna vo Harze und Kraita hod ma ghofft, dass durch de Raicharung vom Haus und Stoi bäse Geista fernghoitn wern und as Schlechte vom oidn Jahr befreit wern soit, woher si a da Nama „Rauhnocht“(vo „Rauchnocht“) obleitet“, lautet die Erklärung auf Bayerisch, die so wohl auch noch kaum jemand gehört hat.

mb

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