so kam die Deggendorfer Polizei auf seine Spur

Autofahrer wird geblitzt - er dreht um und klaut Radarfalle

Stephansposching/Deggendorf - Ein betrunkener Mann raste mit 160 Stundenkilometer über eine Bundesstraße in Niederbayern. Als er geblitzt wurde, drehte er um und klaute die Radarfalle.

Betrunken und unter Drogen, aber ohne Führerschein ist ein Mann mit 160 Sachen über eine Bundesstraße in Niederbayern gerast und geblitzt worden - daraufhin drehte er um und klaute die Radarfalle. Was der Autofahrer nicht wusste: Die Aufnahmen werden in Echtzeit an die Polizei übermittelt. Zudem senden die mobilen Blitzgeräte eine Fehlermeldung, sobald sie gestohlen werden. 


Die Beamten im Übertragungswagen bei Stephansposching (Landkreis Deggendorf) überprüften nach Angaben vom Freitag sofort, wer zuletzt geblitzt worden war - und leiteten eine Fahndung nach dem Mann ein.

Eine Streife entdeckte den 32-Jährigen am Donnerstag kurz darauf in Deggendorf. Er versuchte jedoch zu entkommen und ignorierte sogar eine rote Ampel, ehe die Polizisten ihn stoppen konnten. Bei der Kontrolle stellte sich dann heraus, dass der Mann betrunken, unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein unterwegs gewesen war. Die Radarfalle fanden sie im Keller seines Wohnhauses.


18-Jähriger flext Blitzer ab und versenkt ihn in See

Ein ähnlich gelagerter Fall ereignete sich Ende Mai 2019 bei Leipzig. Dort verschwand ein Blitzer im Wert von rund 50.000 Euro und war danach wie vom Erdboden verschluckt. Die Ermittlungen der Leipziger Polizei führten - auch dank eines anonymen Hinweises - schließlich zu einem 18-Jährigen. Im Verhör brach der junge Mann ein und gestand, den Blitzer in einem Baggersee versenkt zu haben. Zum Motiv der Tat gab der junge Autofahrer gegenüber der Polizei an, dass er geblitzt wurde und seinen Führerschein auf Probe keinesfalls verlieren wollte.

dpa/mh

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