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Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht

Stromausfall in München: War es ein Anschlag von Linksextremisten?

Ermittlungen nach Stromausfall in München
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Ermittlungen nach Stromausfall in München.

München - Ein Knistern, ein Knall, ein Feuer - und dann fiel in der Nacht auf Freitag (21. Mai) der Strom in 20.000 Haushalten in München aus. Nach dem gewaltigen Stromausfall ermittelt inzwischen der Staatsschutz. Der schlimme Verdacht: Möglicherweise war es ein Anschlag von Linksextremen.

Der Stromausfall, der gegen 3.45 Uhr aufgetreten war (rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet), hatte ungewöhnlich lange gedauert, weil rund 50 Stromkabel der Mittelspannung vollkommen zerstört wurden. In der Folge fielen etwa 150 Trafostationen aus. Passanten hatten erst ein seltsames Knistern und dann einen Knall gehört. Als die Feuerwehr eintraf, loderten Flammen aus der Grube.

Das Brandbild in der etwa einen Meter tiefen Grube weise auf Brandstiftung hin, hatte ein Polizeisprecher bereits am Freitag erläutert. Genaueres wollte er zunächst nicht sagen, die Analysen der Brandfahnder seien noch nicht abgeschlossen. „Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen, ob es Zusammenhänge mit anderen Delikten gibt“, betonte der Sprecher.

Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht

Inzwischen sind jedoch weitere Erkenntnisse durchgesickert und ein schlimmer Verdacht entstanden: Möglicherweise handelt es sich bei dem Stromausfall um einen gezielten Anschlag einer linksextremen Gruppierung. Das geht aus einem Bekennerschreiben hervor, dass am Wochenende auf der Online-Plattform „Indymedia“ aufgetaucht war. Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte zuerst darüber berichtet.

In dem Schreiben erklärten die Verfasser, das Strom- und Glasfasernetz im Osten der Landeshauptstadt gezielt angegriffen zu haben. Ziel der Attacke sei der Elektronik- und Rüstungskonzern Rohde & Schwarz im Werksviertel in der Nähe des Ostbahnhofes gewesen. Die Firma beliefert unter anderem auch staatliche Stellen mit elektronischer Mess- und Fernmeldetechnik. Zudem wurden auch ökologische Motive, bezugnehmend auf den Stadtratsbeschluss zum Forst Kasten, genannt (Abholzung wegen Kiesförderung).

Stromausfall nach Brand am 21. Mai in München

Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.
Am Freitag (21. Mai) kam es - ausgelöst durch einen Brand - zu einem großflächigen Stromausfall in München.  © Thomas Gaulke

Staatsschutz eingeschaltet

Deswegen wurde inzwischen auch der Staatsschutz eingeschaltet. Die Ermittlungen wurden von der Abteilung für politisch linksmotivierte Straftaten übernommen. „Bei brennenden Versorgungsleitungen können politische Motive vorliegen“, sagte ein Polizeisprecher. Ermittelt werden soll auch, ob ein Zusammenhang mit weiteren Brandanschlägen aus der Vergangenheit besteht. Seit November 2019 kam es in München wiederholt zu Attacken auf Infrastruktureinrichtungen. Unbekannte hatten in der Landeshauptstadt mehrfach Funkmasten und andere Infrastruktureinrichtungen angezündet. Es entstand ein Gesamtschaden von rund 3,6 Millionen Euro. Die Taten ordneten die Ermittler linksextremen Straftätern zu, entsprechende Hinweise in die Szene führten jedoch zu keinen konkreten Personen.

Bei dem Vorfall am frühen Freitagmorgen war in Teilen der Stadtteile Haidhausen, Ramersdorf und Berg am Laim durch ein Feuer in einer Baugrube in rund 20.000 Haushalten der Strom ungewöhnlich lange ausgefallen. Erst am Samstagnachmittag (22. Mai) waren alle Haushalte wieder ans Netz angeschlossen, wie die Stadtwerke München via Twitter mitteilten. Die Reparaturarbeiten waren durch teils heftige Regenfälle erschwert worden. Die Polizei vermutete früh Brandstiftung.

mw (mit Material von dpa)

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