Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lösegeldforderung im 6-stelligen Bereich

Studentin täuscht in München ihre eigene Entführung vor - SEK greift ein

Eine Münchner Studentin hat ihre eigene Entführung vorgetäuscht und damit einen SEK-Einsatz ausgelöst. Hochschulmitarbeiter hatten der Polizei das Verschwinden der 22 Jahre alten Chinesin gemeldet, nachdem bei deren Eltern in ihrem Heimatland eine Lösegeldforderung über eine sechsstellige Eurosumme eingegangen war, wie das Polizeipräsidium München am Montag mitteilte.

München - Ermittlungen ergaben, dass die Studentin sich offenbar in einem Münchner Hotel aufhielt. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) rückte am Freitag an, fand die junge Frau, die einer Mitbewohnerin gegenüber angegeben hatte, verreisen zu wollen, dort allerdings allein in ihrem Zimmer.

Bei ihrer Befragung stellte sich dann nach Polizeiangaben heraus, dass die 22-Jährige „Opfer einer perfiden Betrugsmasche“ geworden war. Dabei werden ausländische Studenten von angeblichen Behördenmitarbeitern aus ihrem Heimatland kontaktiert, die ihnen vorwerfen, in Straftaten verwickelt zu sein und Geldbeträge fordern, um die Strafverfolgung einzustellen.
Einen fünfstelligen Betrag hatte die Frau den Betrügern bereits gezahlt, doch die forderten nach Polizeiangaben noch mehr. Um das Geld aufbringen zu können, hatten die Betrüger die Studentin dann aufgefordert, ihre eigene Entführung vorzutäuschen, um an mehr Geld zu kommen.

nt/dpa

Pressemitteilung der Polizei München

Am Freitag (2. September) kamen zur Mittagszeit ein 39-Jähriger und ein 38-jähriger Mitarbeiter einer Hochschule in München zur Polizeiinspektion 29 (Forstenried), um dort das Verschwinden einer 22-jährigen chinesischen Staatsangehörigen, welche an der Hochschule studiert, anzuzeigen. Diese war zuletzt vor etwa zehn Tagen gesehen worden und hätte einer Mitbewohnerin erzählt, dass sie kurzfristig verreisen werde. Nun hatten sich die in China lebenden Eltern der 22-Jährigen bei der Hochschule gemeldet und mitgeteilt, dass gefordert wird, dass sie eine sechsstellige Summe an Euro zahlen sollten, wenn sie ihre Tochter lebendig wiedersehen wollten. Das Ganze sei über einen Messenger-Dienst gelaufen.  

Die Ermittlungen wurden hier nun vom zuständigen Kommissariat 11 des Polizeipräsidiums München übernommen. Sofort durchgeführte ermittlungstaktische Maßnahmen ergaben, dass sich das mutmaßliche Opfer in einem Hotel im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs aufhalten würde. Hier wurde nun ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hinzugezogen. Die 22-Jährige wurde durch diese letztendlich im Verlauf des Abends in einem dortigen Hotelzimmer allein angetroffen.  

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich, dass sie Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden war. Dabei werden ausländische Studenten von angeblichen Behördenmitarbeiter aus ihrem Heimatland kontaktiert und es werden ihnen verschiedene Verwicklungen in Straftaten zur Last gelegt (wie z. B. der Beteiligung an Geldwäsche oder an einem Betrug). Um einer weiteren Strafverfolgung zu entgehen bzw. diesen Verdacht zu entkräften, werden hohe Geldbeträge verlangt. Wenn das betroffene Opfer selbst nicht genügend Geld aufbringen kann, wird von ihm gefordert, seinen Angehörigen in seinem Heimatland beispielsweise eine Entführung vorzutäuschen, um noch mehr Geld zu erhalten.

Mitteilung PP MUE

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

Kommentare