Sturmtief "Sabine" wütet in Bayern und der Region

So läuft der Zugverkehr am Dienstag

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Am Montag traf ein umstürzender Baum eine Garage in Traunreut. 

Landkreis - In der Nacht auf Montag, 10. Februar, ist Sturmtief "Sabine" über Deutschland hinweggefegt. Am Vormittag ist das Unwetter dann auch in der Region angekommen. Es wurden bereits Schäden und zahlreiche Feuerwehreinsätze gemeldet.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


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>>> Sturmtief "Sabine" erreichte die Region am Montagvormittag
>>> Unterrichtsausfall in ganz Bayern am Montag, 10. Februar
>>> Bahnverkehr in der Region wird wieder aufgenommen
>>> Schäden und Stromausfälle gemeldet
>>> Orkanböe mit 128 km/h in Mühldorf gemessen
>>> 230 Einsätze in Südostbayern
>>> Über 500 Einsätze in Oberbayern
>>> Unwetterwarnung bis Dienstagabend
>>> Unterricht findet am Dienstag zum Teil wieder statt

SERVICE:


Niederschlagsradar

UPDATE, 18.44 Uhr: Sturmtief beeinträchtig Verkehr auch am Dienstag

Wie die Bayerische Oberlandbahn (BOB) in einer Pressemitteilung mitteilte, werden alle Strecken am morgigen Dienstag (11. Februar) zunächst mit Erkundungsfahrten starten. Dies führt zum Ausfall der ersten Verbindungen.

Die Strecken im Überblick:

  • Meridian: Auf den Strecken Kufstein/Salzburg – Rosenheim – München verkehren die Züge wieder und beginnen auch morgen zum regulären Betriebsstart. Die Oberleitungsschäden an der Strecke Holzkirchen – Rosenheim werden derzeit behoben. Sobald die Reparatur abgeschlossen ist, wird auch hier der Zugverkehr wieder aufgenommen. Solange wird ein SEV-Bus-Pendel eingerichtet. Morgen wird zwischen Holzkirchen und Rosenheim zunächst eine Erkundungsfahrt durchgeführt, das heißt die ersten Züge morgens entfallen.
  • BOB: Der Streckenabschnitt Holzkirchen – München Hbf ist weiterhin gesperrt. Zwischen Holzkirchen und Deisenhofen verkehren Großraumtaxis als SEV. Von Deisenhofen aus können Fahrgäste die S-Bahn nach München Ost nutzen. Die Strecken im Oberland sind frei. Morgen starten alle Strecken südlich von Holzkirchen zunächst mit Erkundungsfahrten, d.h. die ersten Verbindungen nach München entfallen.

UPDATE, 18.01 Uhr - Unterricht im Landkreis Altötting findet statt

Wie das Landratsamt Altötting auf Facebook mitteilt, findet der Unterricht an den Schulen am Dienstag wieder regulär statt. 

Im Raum Waldkraiburg sorgte das Sturmtief "Sabine" für einige Einsätze der Feuerwehr und der Polizei. Ein Gartenhaus wurde auf die Straße geweht und ein Trampolin gefährdete umliegende Häuser. Auch die Feuerwehren im Landkreis Traunstein waren am Montagvormittag gefordert. Zahlreiche umgestürzte Bäume, Unfälle und ein Kaminbrand verzeichneten die Einsatzkräfte. Ingesamt zählte die Feuerwehr 46 Einsätze.

UPDATE, 17.26 - Soyen und Isen weiterhin ohne Strom

Wie mehrere Leser melden, soll weiterhin der Strom in den Gemeinden Isen und Soyen nicht funktionieren. In der Elektroanlage bei den Kraftwerken Haag kam es Montagmittag aufgrund des Sturmtiefs "Sabine" zu einem Brand. Dies führte zu einem Stromausfall in Haag und in der Umgebung. 

In dieser Elektroanlage kam es am Montag zu einem Brand. Deshalb sind weiterhin einige Haushalte in Isen und Soyen ohne Strom.

Derzeit muss die Feuerwehr nach Informationen von vor Ort mit Notstromaggregat den Funkmast in Furt bei Haag versorgen.

Zahlreiche Bahn-Strecken weiterhin gesperrt

Die Einsatzkräfte von DB Netz haben am Montag in Bayern an mehr als 100 Schadstellen die Folgen des Orkans bearbeitet. Vor allem umgestürzte Bäume auf Oberleitungen und Gleise blockierten die Strecken. Nach und nach werden Regionalstrecken freigegeben. Bis in den Dienstah hinein kann es allerdings zu Zugausfällen und Verspätungen im Fahrplan kommen. 

UPDATE, 17 Uhr - Erneuete Unwetterwarnung für die Region

Der Deutsche Wetterdienst hat für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land neue Unwetterwarnungen herausgegeben. Im Zeitraum Montagabend, 18 Uhr, bis Dienstagmorgen, 5 Uhr, warnt der DWd vor orkanartigen Böen. Demnach können orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 km/h und 110 km/h aus westlicher Richtung auftreten.

UPDATE, 16.42 Uhr - Unterricht findet am Dienstag wieder statt

Gute Nachrichten für alle Wissbegierigen. Aufgrund der sich entspannenden Wetterlage nach Orkantief „Sabine“ findet der Unterricht am Dienstag,  11. Februar, wieder wie gewohnt an allen öffentlichen Schulen in Stadt und Landkreis Rosenheim statt. Dies teilte das Landratsamt am Montagnachmittag mit.

Im Gegensatz zur überregionalen Entscheidung der Koordinierungsgruppe Schulausfall der Regierung von Oberbayern am Sonntag fiel die Entscheidung am Montagnachmittag auf lokaler Ebene. Auch in Stadt und Landkreis Traunstein sowie im Berchtesgadener Land findet der Unterricht wieder regulär statt. 

Auch in München atmet man langsam auf. Ab 17 Uhr sollen am Franz-Josef-Strauß-Flughafen wieder Machinen landen und starten können.

UPDATE, 16.28 Uhr - Stromausfall in Haag und Soyen - Unwetterwarnung bleibt

Die Lage in unserer Region hat sich mittlerweile entspannt. Allerdings bleiben die Feuerwehren und Polizisten in Einsatzbereitschaft. Weiterhin können in Südostbayern immer wieder Sturmböen auftauchen. Die offizielle Unwetterwarnung des DWD gilt noch bis Dienstagabend, 11. Februar, 18 Uhr.

Im Grenzgebiet zu Österreich und vor allem im Berchtesgadener Land können oberhalb von 1500 Metern auch Orkanböen bzw. extreme Orkanböen auftreten.

Zahlreiche Haushalte im Gebiet Soyen, Haag und Isen müssen weiterhin ohne Strom auskommen. Am Vormittag geriet ein Verteiler im Kraftwerk Haag in Brand und wurde entsprechend beschädigt. Während einige Haushalte mittlerweile wieder mit Strom versorgt werden können, müssen einige Häuser und Wohnkomplexe noch auf elektrische Energie verzichten.

UPDATE, 15.55 Uhr - 309 Einsätze im Gebiet von PP OBN

Starke Unwetter erreichten bereits am Sonntagabend, wie durch die Wetterdienste vorhergesagt, auch das nördliche Oberbayern. Im Zeitraum vom Sonntagabend, 20 Uhr, bis Montagnachmittag, 15 Uhr,registrierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord insgesamt 309 unwetterbedingte Einsätze

In der Mehrzahl handelte es sich um umgestürzte Bäume bzw. Äste, die Fahrbahnen blockierten oder Autos beschädigten. Aber auch andere Gegenstände wie z. B. ein Gewächshaus oder ein Trampolin mussten durch die Einsatzkräfte von den Fahrbahnen geräumt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand erlitt niemand schwerere Verletzungen.

In Schrobenhausen wurde gegen 7.30 Uhr in der Gregor-Mendel-Straße ein Altkleidercontainer auf einen geparkten Wohnwagen geweht. Der entstandene Sachschaden liegt bei etwa 1.000 Euro.

Gegen 8 Uhr befuhr ein 33-Jähriger mit seinem Kleintransporter die Kreisstraße FS1 von Paunzhausen in Richtung Entrischenbrunn. Wegen eines umgestürzten Baumes wendete er seinen Transporter auf der Fahrbahn. Eine Windböe erfasste dabei das Fahrzeug, wodurch dieses in ein angrenzendes Feld kippte. Der Fahrer wurde nur leicht verletzt. Der Schaden liegt bei rund 7.000 Euro.

Offenbar ebenfalls durch den Sturm verursacht, konnten bei Gosseltshausen, Lkr. Pfaffenhofen a. d. Ilm, vier Pferde aus einem Gatter ausbrechen. Ein Pony wurde wenig später auf der Burgstaller Straße von einem Fahrzeug angefahren und erheblich verletzt, so dass es von einem Tierarzt von seinen Leiden erlöst werden musste. Die drei weiteren Tiere konnten unverletzt eingefangen werden.

Starker Wind knickte am Montagvormittag auf der Staatsstraße 2331 bei Pastetten einen Strommasten um. Der Mast fiel in ein Feld, weshalb es zu keinerlei Gefährdung für den Straßenverkehr kam. Auch zu Stromausfällen ist es deswegen nicht gekommen.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

UPDATE, 15.32 Uhr - Umstürzende Bäume treffen Autos 

Am Montagvormittag kam es aufgrund umgestürzter Bäume zu zwei Unfällen Landkreis Erding. Ein Unfall ereignete sich im Gemeindebereich Steinkirchen, hier traf ein umgestürzter Baum das Fahrzeug eines 58-Jährigen aus dem Landkreis Bad Reichenhall. Er wurde dabei nicht verletzt, an seinem Fahrzeug entstand jedoch Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. 

Ein weiterer Unfall ereignete sich im Gemeindebereich Lengdorf. Auch hier traf ein umgestürzter Baum die Windschutzscheibe eines in Bewegung befindlichen Fahrzeugs. Der Fahrer, ein 36-jähriger aus dem Landkreis Neuötting, wurde bei dem Verkehrsunfall nicht verletzt. An seinem Fahrzeug entstand jedoch Schaden in Höhe von etwa 8.000 Euro. 

Die Feuerwehr Traunreut wurde zur Mittagszeit in die Paul-Keller-Straße alarmiert. Dort war ein Baum auf eine Garage gestürzt.  

Baum stürzt in Traunreut auf Garage

 © FDL/Lamminger
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UPDATE, 15.15 Uhr - Sturmtief "Sabine" beeinträchtigt massiv den Zugverkehr

Die Bahn konnte weitere Betriebsaufnahmen vermelden. Im einzelnen stellt sich die Lage wie folgt dar:

- Meridian: Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München ist der Betrieb wieder angelaufen. Es kann noch zu einzelnen Verspätungen und dem Ausfall der Zwischenzüge nach Traunstein kommen. Die Strecke München – Holzkirchen – Rosenheim ist wegen der beschädigten Oberleitung weiterhin gesperrt. Eine Betriebsaufnahme hier ist frühestens morgen möglich.

- BOB: Die Züge auf den Strecken Bayrischzell/Tegernsee/Lenggries – Holzkirchen fahren wieder. Eine Weiterfahrt nach München ist derzeit noch nicht möglich. Es wird gerade noch die Möglichkeit geprüft, bis Deisenhofen zu fahren, um den Fahrgästen dort den Umstieg auf die S-Bahn Richtung München Ost zu ermöglichen.

- BRB: Auf der Strecke Schongau – Geltendorf – Augsburg laufen die letzten Erkundungsfahrten mit Freischnitt der Strecke. Nach Abschluss dieser Fahrten wird der Betrieb dort ebenfalls wieder aufgenommen. Die Strecke Ingolstadt – Augsburg ist noch nicht wieder befahrbar. Es verkehrt ein Buspendel zwischen Ingolstadt Hbf und Schrobenhausen. Der Verkehr zwischen Eichstätt Stadt und Eichstätt Bahnhof läuft weiterhin.

Die Sperrung zwischen Mühldorf und München soll laut Südostbayernbahn um circa 16 Uhr aufgehoben werden. Die ersten Züge auf dieser Strecke werden RB 27050 von Mühldorf (ab 16:34 Uhr) nach München Hbf (an 17:54 Uhr) und RB 27057 von München Hbf (ab 18:07 Uhr) nach Mühldorf (an 19:19 Uhr) sein.

UPDATE, 15.12 Uhr - Integrierte Leitstellen haben „Sabine“ in Griff

Das Sturmtief Sabine sorgt seit Montag, 4 Uhr, in den acht Integrierten Leitstellen des Bayerischen Roten Kreuzes für ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Dabei wurden bisher 600 „unwetterbedingte Einsätze“ bearbeitet. Insgesamt 100 Mitarbeiter/-innen bearbeiteten über 1.000 Notrufe in diesem Zeitraum.

Die Einsätze beschränkten sich überwiegend auf Technische Hilfeleistungen aufgrund versperrter Straßen / Wege durch umgefallene Bäume und die Sicherung von Beschädigungen bzw. Teilabdeckungen von Dachflächen.

UPDATE, 15 Uhr - Schienenverkehr in Bayern weiterhin eingeschränkt

Weiterhin blockiert der Orkan etliche Strecken der Deutschen Bahn. Aktuell finden weiterhin zahlreiche Erkundungsfahrten statt, um die durch Sturmtief "Sabine" verursachten Schäden an der Schieneninfrastruktur in Bayern festzustellen und in der Folge schnellstmöglich zu beseitigen. 

Insbesondere umgestürzte Bäume in Oberleitungen und auf Schienen blockierten und blockieren an mehr als 20 Stellen einen sicheren Bahnbetrieb. Derzeit ist die DB Netz AG mit Hochdruck an der Schadenserhebung. Alle verfügbaren schweren Reparaturfahrzeuge sind auf den Bahnstrecken im Einsatz (sogenannte Turmtriebwagen), außerdem Fachkräfte mit Straßenfahrzeugen und Spezialausrüstung. 

Die Deutsche Bahn nimmt auf zahlreichen Strecken den Betrieb schrittweise wieder auf, darunter auch auf einigen Linien der S-Bahn München. Auch die Strecken des bayerischen Fernverkehrs sind wieder frei. Der Zugverkehr kann dort mit Einschränkungen schrittweise wieder anlaufen. 

Weiterhin ohne Zugverkehr sind die Strecken im Allgäu, im Werdenfels sowie rund um Hof/Oberpfalz. 

UPDATE, 14.30 Uhr - Park- und Grünanlage gesperrt

Die Bayerische Schlösserverwaltung hat auf die heutige Wetterwarnung mit starken Sturmböen in Bayern reagiert und größtenteils die Parkanlagen und Schlossgärten geschlossen. Zudem wird abgeraten, den Englischen Garten sowie alle anderen öffentlichen Grünanlagen zu betreten.

Auf der Herreninsel bleiben das Neue und Alte Schloss Herrenchiemsee geschlossen, der Fährbetrieb ist eingestellt. Auch die Schifffahrt am Königssee ist am Montag und Dienstag eingestellt.

Am Schloss Dachau sowie am Neuen Schloss Schleißheim kam es zu Sturmschäden. Die Parkplätze sind dort abgesperrt. Auch die Burg Trausnitz ist wegen Sturmschäden geschlossen. In Nymphenburg ist der Schlosspark am Montag und Dienstag geschlossen. Schloss Linderhof und der Schlosspark Linderhof sind gesperrt, ebenso der Hofgarten Würzburg, der Hofgarten Veitshöchheim, der Hofgarten Ansbach sowie der Park Feldafing.

Auch in Rosenheim sperrte die Stadt sämtliche Parkanlagen, Grünflächen und den Friedhof. 

Der Luitpoldpark in Rosenheim wurde vorsorglich gesperrt.

Der Stromversorger "Bayernwerk" kann indessen positive Nachrichten vermelden. Die Zahl der Stromausfälle ist weiterhin rückläufig. Aktuell sind noch 25.000 Haushalte ohne Strom. Vor allem Niederbayern und Ostbayern sei betroffen. 

UPDATE, 14.21 Uhr - 230 Einsätze im Zuständigkeitsbereich des PP OBS

"Bislang konnten in unserem Zuständigkeitsbereich 230 Einsätze wegen Sturmschäden und Gefahrenstellen gezählt werden", meldete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd via Twitter. Größtenteils handelte es sich um umgestürzte Bäume. Glücklicherweise liegen der Polizei keine Meldungen über verletzte Personen vor. 

Auch die Jennerbahn am Königssee hat auf "Sabine" reagiert und den Betrieb aller Seilbahnen am Jenner eingestellt. Die Jennerbahn Sektion II wird auch am 11. Februar geschlossen bleiben. DEr Skibetrieb wird von Tal- zur Mittelstation möglich sein.

UPDATE, 13.55 Uhr - Unwetterwarnung auch für den Landkreis Traunstein

Soeben wurde die amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter in und rund um Rosenheim bis 15 Uhr verlängert. Zusätzlich wurde die Gewitterwarnung um den Landkreis Traunstein erweitert. 

Hinweis auf mögliche Gefahren:

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich.

Gute Nachrichten gibt es aus dem Norden Deutschlands. Dort ist der Fernverkehr der Deutschen Bahn langsam wieder angelaufen. Auch in unserer Region fahren wieder die ersten Regionalzüge (siehe Update: 13 Uhr). In Bayern kann der Fernverkehr der Bahn noch nicht wieder aufgenommen werden. 

In München verkehren immerhin die meisten S-Bahnen wieder. 

UPDATE, 13.40 Uhr - Warnung vor schwerem Gewitter in Rosenheim

Der Deutsche Wetterdienst gab vor wenigen Minuten eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Kreis und Stadt Rosenheim heraus. Wörtlich heißt es: "Von Westen ziehen örtlich Gewitter auf. Dabei gibt es Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 120 km/h."

Die Warnung gilt vorerst bis 14 Uhr.

UPDATE, 13.25 Uhr - Bäume fallen wie "Streichhölzer"

Weniger glimpflich kam im Nachbarland Österreich das Bundesland Oberösterreich davon. Wie schwer der Sturm dort zuschlug, zeigt ein Video, das die Kronen-Zeitung nun auf Facebook veröffentlicht. Dieses zeigt den Sturm in Sarleinsbach im Mühlviertel. Dort fielen Bäume dem Sturm wie Streichhölzer zum Opfer.

UPDATE, 13.15 Uhr - "Glück" für Landkreis Traunstein

Gegen 9 Uhr erreichte "Sabine" den nördlichen Landkreis Traunstein und fegte einige Bäume um. Nach und nach wurden einige Feuerwehren alarmiert, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu beseitigen. Darunter waren die Feuerwehren Schnaitsee, Engelsberg, Emertsham, Kienberg, Trostberg, Altenamrkt, Truchtlaching, Obing, Tacherting, Albertaich, Peterskirchen, Tettenhausen, Taching, Pittenhart, Wolkersdorf, Palling, Pierling und Traunreut.

Feuerwehr wegen Sturm im Landkreis Traunstein im Einsatz

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Die Fotos von chiemgau24.de zeigen die Feuerwehr Altenmarkt. Die Floriansjünger waren auf der Staatsstraße 2093 zwischen Altenmarkt und Truchtlaching, gemeinsam mit der Feuerwehr Truchtlaching, gefordert. Die Feuerwehren Pierling und Palling waren auf der Kreisstraße TS1 bei Hurtöst im Einsatz.

Eine Zwischenbilanz aus dem Berchtesgadener Land:

UPDATE, 13 Uhr - Meridian nimmt Fahrt auf

Gute Nachrichten vom Bahnverkehr in der Region:

  • Meridian: Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurde durch einen umstürzenden Baum die Oberleitung abgerissen. Daher ist auf diesem Abschnitt weiterhin kein Zugverkehr möglich. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen wird eingerichtet. Die Busse fahren im Pendel ohne festen Fahrplan, da auch auf den Straßen mit Sperrungen und Verzögerungen gerechnet werden muss. Auf den Strecken Salzburg/Kufstein – Rosenheim – München wird der Zugbetrieb wieder aufgenommen. Der erste Meridian ab Salzburg startet dort um 13.02 Uhr, in Kufstein um 13.13 Uhr. Fahrgäste aus Kufstein müssen dann in Rosenheim in den Salzburger Zug zur Weiterfahrt nach München umsteigen. 
  • BOB: Die Strecke Holzkirchen – München ist nach wie vor gesperrt. Erkundungsfahrten im Oberland finden wieder ab 13 Uhr statt. Danach wird entschieden, ob der Betrieb auf den Strecken Bayrischzell/Lenggries/Tegernsee – Holzkirchen wieder starten kann. 

UPDATE, 12.35 Uhr - Bilanz der Leitstelle Traunstein

Wegen "Sabine" hatte auch die Integrierte Leitstelle Traunstein vorsorglich ihr Personal aufgestockt, um der erhöhten Notruf- und Einsatzfrequenz gerecht zu werden. Auf ihrer Facebook-Seite gab die ILS Traunstein eine erste Zwischenbilanz zu Sturm “Sabine” bekannt. Demnach gab es im Landkreis Mühldorf 61 Einsätze und im Kreis Altötting 33 Einsätze. Ruhiger blieb es bisher im Kreis Traunstein mit 17 Einsätze und im Kreis Berchtesgadener Land mit fünf Einsätzen. Personen wurden laut derzeitigen Informationen nicht verletzt.

Ein Zwischenfazit aus Wasserburg:

UPDATE, 12.30 Uhr - Knapp 100 Einsätze in München

Auch aus München liegt nun eine Zwischenbilanz vor. Demnach mussten Polizei und Feuerwehr bis zum Mittag insgesamt 93 Einsätze an 69 verschiedenen Gefahrenstellen bewältigen. Dabei handelte es sich in den meisten Fällen um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste.

UPDATE, 12.15 Uhr - Über 80.000 Haushalte in Bayern ohne Strom 

Nach Angaben des Energieversorgers Bayernwerk zufolge haben derzeit 80.000 Haushalte in Bayern keinen Strom. Elektriker arbeiteten derzeit an 45.000 Ausfällen, heißt es (südliche Oberpfalz, Niederbayern, nördliches Oberbayern). In den kommenden Stunden sei mit Ausfällen im Süden Münchens und im Voralpenland zu rechnen. 

Die Ausfälle seien unterschiedlich kompliziert: manche Stromausfälle ließen sich schnell beheben. Stromleitungen, die von einem abgeknickten Baum unterbrochen wurden, seien dagegen schwerer zu reparieren.

UPDATE, 12.10 Uhr - Unwetter zieht Richtung Österreich ab

Die Spitze des Unwetters scheint nun Richtung Österreich abzuziehen. Ein Schwerpunkt liegt wohl in Oberösterreich, wo die Feuerwehren am Vormittag zahlreich gefordert waren. Lediglich über den Berchtesgadener Alpen scheint laut Regenradar derzeit noch eine größere Zelle des Unwetters zu hängen.

Derweil kann bereits eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Sturm "Sabine" hat in tiefen Lagen rekordverdächtige Werte erreicht. Bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 154 Stundenkilometer gemessen. "Das ist in solchen Tieflagen eine absolute Spitze", sagte der Meteorologe vom Dienst, Martin Schwienbacher, am Montag. 

Über den Großen Arber, mit 1455 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan mit bis zu 161 Stundenkilometern - bisher die stärkste Böe in Bayern. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2.962 Meter hohen Zugspitze, registrierte die dortige Messstation 158 Stundenkilometer. „Sabine” komme zumindest in Bayern ziemlich nahe an den Sturm „Kyrill” heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte, sagte Schwienbacher. Damals waren im Flachland in Bayern 144 Stundenkilometer und auf der Zugspitze knapp über 180 km/h gemessen worden. 

Zwischenbilanz aus Burghausen:

Allerdings ist „Sabine” noch nicht durch. "Es kommt am Mittag im Süden Bayerns noch zu Windspitzen mit Orkanstärke", sagte Schwienbacher. Das bedeutet Windstärken ab 120 Stundenkilometern. Im Norden sei das Schlimmste vorbei. Aber: "Am Nachmittag kommen Schauer herein, an diesen Schauern geht der Wind punktuell stark nach oben."

UPDATE, 12 Uhr - Erste Störungen beseitigt

Die Störungen auf der Staatsstraße 2089 (Bad Aibling - Ebersberg) und der A8 (München - Salzburg) konnten inzwischen beseitigt werden.

UPDATE, 11.55 Uhr - Bahnverkehr weiter unterbrochen

Anhaltende Sturmböen in Oberbayern und im bayerischenb Alpenbogen führen nach wie vor zu etlichen Störungen im bayerischen Streckennetz. Insbesondere umgestürzte Bäume in Oberleitungen und auf Schienen blockieren an aktuell mehr als 20 Stellen weiterhin einen sicheren Bahnbetrieb. 

Die Deutsche Bahn arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Behebung der Schäden. Aufgrund des anhaltenden Sturms ist ein risikofreies Arbeiten in Waldgebieten allerdings nicht überall möglich. Alle verfügbaren schweren Reparaturfahrzeuge sind auf den Bahnstrecken im Einsatz, außerdem Fachkräfte mit Straßenfahrzeugen und Spezialausrüstung.

Das ganze Ausmaß des Schadens würde allerdings erst nach dem Abflauen des Sturms zeigen, hieß es weiter. "Schon jetzt zeigt sich, dass sich die vorzeitige Einstellung des Zugverkehrs bewährt hat. Seitens DB Regio Bayern hat es keine Zugkollision mit Bäumen gegeben, es mussten keine Reisenden von DB Regio auf freier Strecke evakuiert werden (...)", hieß es in der Mitteilung der Bahn.

UPDATE, 11.35 Uhr - Einsätze im Landkreis Traunstein

Soeben werden auch aus dem Landkreis Traunstein die ersten Feuerwehreinsätze gemeldet. Derzeit betroffen ist die Straße zwischen Altenmarkt an der Alz und Truchtlaching.

Unterdessen sind die Floriansjünger in der Landeshauptstadt München im Dauerstress. Am Vormittag mussten sie unter anderem nach Neubiberg ausrücken. Dort drohte ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen. Die Feuerwehr trug den Baum mit einem Kran ab. Zudem waren bzw. sind die Einsatzkräfte wegen zahlreicher Bäume, die auf Bahntrassen stürzten, gefordert. Der S-Bahn-Verkehr bleibt bis mindestens 12 Uhr unterbrochen. Lediglich auf der Stammstrecke gibt es einen Not-Verkehr.

UPDATE, 11.30 Uhr - Einrichtungen im Chiemsee geschlossen

Die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) rief nun die Bevölkerung auf, alle Wälder und Bäume wo immer es geht zu meiden. "Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf", sagte die Ministerin. 

Aufgrund des Sturmtiefs bleiben auf der Herreninsel im Chiemsee das Neue Schloss sowie das Augustiner Chorherrenstift am Montag für Besucher geschlossen. Das teilt die Bayerische Schlösserverwaltung mit. Die Gefahr durch abbrechende Kronenteile von Bäumen und herabfallende Dachziegel oder Bauteile veranlassen die Schloss- und Gartenverwaltung den Museumsbetrieb einzustellen. Die Schlosswirtschaft bleibt ebenfalls geschlossen. Auch die Einrichtungen auf der Fraueninsel sind geschlossen.

UPDATE, 11.25 Uhr - Skigebiet Winklmoosalm geschlossen

Das Skigebiet Winklmoosalm bei Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) bleibt wegen des Sturms am Montag geschlossen. Am Götschen bei Bischofswiesen (Landkreis Berchtesgadener Land) fahren derzeit noch zwei Lifte. Je nach Lage könne das Gebiet aber auch ganz geschlossen werden, hieß es. "Derzeit verkaufen wir nur noch 2-Stunden-Karten", sagte eine Mitarbeiterin dem Bayerischen Rundfunk.

UPDATE, 11.05 Uhr - Straße gesperrt, Strom bei Wasserburg weg

Jetzt gibt es auch Straßensperren im Landkreis Rosenheim. Derzeit ist die Staatsstraße 2089 zwischen Bad Aibling und Ebersberg zwischen Schönau und Mailling in beiden Richtungen gesperrt. Es besteht Gefahr durch umgestürzte Bäume. Zudem gibt es auch auf der A8 Probleme. In Fahrtrichtung Salzburg ist zwischen den Anschlussstellen Hofoldinger Forst und Holzkirchen-Süd die rechte Spur blockiert. Auch dort sind Bäume umgestürzt.

Auch die Kreisstraße MÜ2 musste in der Nähe von Neumarkt St. Veit zwischen Stein und Eittelhub gesperrt werden. Auch dort stürzten gegen 10 Uhr mehrere Bäume um.

Zudem gibt es nun auch im Raum Wasserburg offenbar erste Stromausfälle. Mehrere Leser von wasserburg24.de meldeten Probleme mit der Versorgung in den Bereichen Edling und Eiselfing. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Störungsauskunft.

UPDATE, 10.55 Uhr - Regen setzt in Rosenheim ein

Aktuelles Wetter-Update aus der Region: In Rosenheim hat sich in den letzten Minuten der Wind verstärkt. Soeben hat es auch zu regnen begonnen. In Traunstein hat es sich zwar zugezogen, aber es ist ebenfalls noch sehr ruhig. Im Landkreis Rottal-Inn in Niederbayern ist Sturmtief "Sabine" derzeit arg unterwegs. Dort wurde der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bis mindestens 16 Uhr ausgesetzt. Das bestätigte die Verkehrsgesellschaft Rottal-Inn auf ihrer Homepage.

In der Integrierte Leitstelle (ILS) Traunstein wurden bereits rund 70 Unwettereinsätze in den Landkreisen Mühldorf und Altötting koordiniert. Die Verantwortlichen erwarten "Sabine" gegen Mittag im Landkreis Traunstein.

UPDATE, 10.40 Uhr - Kein Zugverkehr bis mindestens 14 Uhr

Die ersten Erkundungsfahrten auf den Strecken von Meridian, BOB und BRB führten zu teilweise ernüchternden Ergebnissen. Im Einzelnen stellt sich die Lage derzeit wie folgt dar:

  • Meridian: Der Streckenabschnitt zwischen Rosenheim und München ist wegen Bäumen im Gleis derzeit gesperrt. Die Räumung dauert mindestens fünf Stunden. Auch auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim wurden Bäume im Gleisbereich gefunden.
  • BOB: Der Streckenabschnitt zwischen Holzkirchen und München ist ebenfalls wegen Bäumen an mehreren Stellen im Gleis gesperrt.
  • BRB: Auch hier Sturmschäden auf mehren Abschnitten. Der Zugverkehr Eichstätt Bahnhof – Eichstätt Stadt konnte jedoch wieder aufgenommen werden.
  • BRB (Ostallgäu-Lechfeld-Bahn): Kurz hinter Füssen sind ebenfalls Bäume ins Gleis gestürzt.

Laut Bayerischer Oberlandbahn ist daher eine Aufnahme des Zugverkehrs noch bis mindestens 14 Uhr nicht möglich.

UPDATE, 10.30 Uhr - Anhänger kippt auf A94 um

Am Montagmorgen gab es bereits gegen 6.15 Uhr einen ersten windbedingten Unfall auf der A94 (Mühldorf - München). Zwischen den Anschlussstellen Lengdorf und Dorfen war ein 56-Jähriger aus dem Landkreis Mühldorf mit seinem Auto samt Anhänger unterwegs, als das Gespann von einer Windböe erfasst wurde und ins Schleudern geriet.

Der Anhänger knallte gegen einen Betonpfeiler und kippte um. Die Ladung, die aus Obst und Gemüse bestand, wurde auf der Straße verteilt. Kurz dahinter fuhr ein 47 Jahre alter Mann mit seinem Pkw. Dieser konnte einen Zusammenstoß mit dem verunfallten Anhänger nur verhindern, indem er nach rechts die Böschung hinauffuhr und rechts der Leitplanke zum Stehen kam. Dabei nahm das Fahrzeug starken Schaden und die Airbags lösten aus. Der Mann aus dem Landkreis Erding wurde am Kopf verletzt. Die A94 musste mehrere Stunden gesperrt werden.

UPDATE, 10.15 Uhr - "Ruhe" in Wasserburg

Auch in Wasserburg gibt es derzeit noch keine Probleme mit Sturmtief "Sabine", wie wasserburg24.de-Reporterin Marina Birkhof soeben via Facebook meldete. Vor kurzem hat es dort jetzt allerdings heftig zu regnen begonnen.

UPDATE, 10.10 Uhr - Lkw-Unfall bei Neumarkt St. Veit

Lkw-Unfall bei Neumarkt St. Veit im Landkreis Mühldorf.

Jetzt gibt es weiterführende Informationen zum Lkw-Unfall bei Hörbering/Neumarkt St. Veit. Die Unfallstelle liegt auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Blindenhaselbach und Hofthannbach. Dort wurde gegen 9 Uhr durch den starken Wind ein Lkw-Gliederzug umgewehrt. Das Gefährt kam auf der Seite zum Liegen und muss nun aufwendig geborgen werden.

Lkw-Unfall bei Neumarkt St. Veit am Montag

 © fib/Eß
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UPDATE, 10.05 Uhr - Derzeit noch Ruhe in Burghausen

Ist das die Ruhe vor dem großen Sturm? In Burghausen (Landkreis Altötting) ist die Lage derzeit noch ruhig, wie Reporter Jens Zimmermann von innsalzach24.de soeben von vor Ort meldete.

Trotzdem wurde vorsorglich ein Schwertransport zur Raffinerie Burghausen verschoben. Eigentlich sollten am Montag Teile für die neue ISO C4-Anlage aus Passau angeliefert werden. Die Ankunft des Transports wird nun am Mittwoch, 12. Februar, erwartet.

UPDATE, 10 Uhr - Zugverkehr weiterhin unterbrochen

Der Zugverkehr in Bayern bleibt bis auf weiteres weiterhin unterbrochen. Mehrere umgestürzte Bäume blockieren Bahnstrecken in Bayern. Einen Schwerpunkt der Störungen bildet dabei der Großraum München. Aber auch im Allgäu werden "Bäume im Gleis" gemeldet. Solange der Sturm noch in voller Stärke über Bayern unterwegs ist, wird der Zugverkehr weiterhin nicht rollen können. Ausnahme: Auf der Münchner Stammstrecke fahren einzelne Pendelzüge zwischen Pasing und Ostbahnhof. 

"Prognosen zur Wiederaufnahme des Betriebs können erst nach Beruhigung der Wettersituation gegeben werden. Erst dann können umfassend Erkundungsfahrten stattfinden und entsprechend aufgeräumt werden", hieß es in der Mitteilung der Deutschen Bahn.

UPDATE, 9.55 Uhr - Dach in Töging abgedeckt

In der Sudetenstraße in Töging (Landkreis Altötting) wurde das Dach eines Wohnhauses durch die Wucht des Sturms abgedeckt. Zahlreiche Platten stürzten vom Dach und fielen auch auf den Eingangsbereich. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab

Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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Sturm "Sabine" deckt Flachdach in Töging ab
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UPDATE, 9.50 Uhr - Abfertigungsstopp am Flughafen München 

Aus Sicherheitsgründen gibt es am Münchner Flughafen derzeit gar keine Starts und Landungen mehr. Der Airport bleibt zwar geöffnet, allerdings darf bei starkem Sturm aus Sicherheitsgründen keine Flugzeugabfertigung mehr am Boden stattfinden. Passagiere, die noch landen konnten oder schon kurz vor dem Start waren, sitzen deshalb möglicherweise in ihren Maschinen fest. 

UPDATE, 9.45 Uhr - 60.000 Haushalte in Bayern ohne Strom

Der Stromversorger "Bayernwerk" meldet Stromausfälle in ganz Bayern. Insgesamt seien in Oberpfalz, Oberbayern und Niederbayern derzeit rund 60.000 Haushalte ohne Strom, hieß es. Genauer konkretisiert wurde die Meldung bislang nicht. Allerdings scheinen auch Teile des Landkreis Altötting vom Stromausfall betroffen zu sein. In Unterfranken konnte die Stromversorgung unterdessen weitgehend wieder hergestellt werden.

UPDATE, 9.40 Uhr - Irres Video aus dem Stubaital

Dass der Sturm in höheren Lagen lebensgefährlich sein kann, beweist ein Video aus dem Stubaital in Tirol. Aufgenommen wurde es am Montagmorgen auf dem Stubaier Gletscher in einer Höhe von 3.150 Metern. Angesichts dieser Bilder falle es nicht schwer nachzuvollziehen, warum das Skigebiet am Montag, 10. Februar, für den Publikumsverkehr geschlossen bleibt, teilte die Bergbahn via Facebook mit.

UPDATE, 9.25 Uhr - Lkw bei Neumarkt St. Veit umgestürzt

In der Nähe von Hörbering (Neumarkt St. Veit) im Landkreis Mühldorf ist offenbar soeben ein Lastwagen umgestürzt. Passiert sein soll der Unfall auf einer kleinen Gemeindeverbindungsstraße. Die Hintergründe sind derzeit unklar.

Aus der Landeshauptstadt München kommt die Meldung, dass die Touristenattraktion Olympiaturm wegen des Sturms am Montag bis mindestens 16 Uhr geschlossen bleibt.

UPDATE, 9.20 Uhr - Meridian startet Erkundungsfahrten 

Die Erkundungsfahrten in den Netzen von Meridian, BOB und BRB starten nun und laufen bis etwa 10 Uhr. Danach fällt die kurzfristige Entscheidung, ob die Aufnahme des Fahrgastbetriebs möglich ist und welche Verbindungen dann als erste wieder fahren.

Unterdessen wurde die Schifffahrt am Königssee (Landkreis Berchtesgadener Land) eingestellt. Am Montag und Dienstag findet kein Fahrbetrieb statt. Dies teilte die “Schifffahrt Königssee” am Montagvormittag mit.

Sturmtief Sabine fegt über Bayern und die Region

Sturmtief "Sabine" - Landshut
Bayern, Landshut: Ein Baum wurde vom Wind auf das Dach der Christuskirche Landshut geworfen. © Peter Kneffel/dpa
Sturmtief "Sabine" - Bayern
Bayern, Regenstauf: Feuerwehrleute arbeiten an einem Baum, der vom Sturmtief "Sabine" auf ein parkendes Auto geweht worden war. © Alexander Auer/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: Keine Züge fahren am Hauptbahnhof der Landeshauptstadt München. Sturmtief "Sabine" hat in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr durcheinandergebracht und bereits am Sonntagabend erste Schäden verursacht. © Felix Hörhager/dpa
Sturmtief "Sabine" - Bayern
Bayern, Nittendorf: Ein umgestürzter LKW liegt auf der Autobahn 3 (A3) zwischen Laaber und Nittendorf. Der LKW wurde im Sturmtief "Sabine" von einer Windböe erfasst. © Alexander Auer/dpa
Sturmtief "Sabine" - Bayern
Bayern, Straubing: Mülltonnen, die vom Sturmtief "Sabine umgeworfen worden waren, liegen auf einer Straße. © Armin Weigel/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Füssen: Das vom Sturm aufgepeitschte Wasser des Hopfensees trifft auf die Uferpromenade. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Füssen: Ein Blässhuhn kämpft sich durch das vom Sturm aufgepeitschte Wasser des Hopfensees. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: Ein durch Sturmtief "Sabine" an den Straßenrand gewehter Wohnwagen wird von der Polizei gesichert. © Matthias Balk/dpa
Sturmtief "Sabine" - Nürnberg
Bayern, Nürnberg: Vom Sturmtief "Sabine" umgewehte Absperrgitter liegen auf dem Boden. © Daniel Karmann/dpa
Sturmtief "Sabine" - Oberbayern
Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Feuerwehrleute räumen Reste eines Baumes, der vom Sturmtief "Sabine" umgerissen worden war, von der Straße zum Eibsee. © Angelika Warmuth/dpa
Sturmtief "Sabine" - Oberbayern
Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Ein Mitarbieter steht vor der Anzeigentafel des Zugspitzskigebiets, auf dem viele rote Sperrsymbole zu sehen sind. Die Zugspitzbahn und das Skigebiet sind heute wegen dem Sturmtief "Sabine" geschlossen. © Angelika Warmuth/dpa
Sturmtief "Sabine" - Bayern
Bayern, Sonthofen: Ein Feuerwehrmann sichert ein Dach, das während des Sturmtiefs "Sabine"beschädigt wurde. © Benjamin Liss/dpa
Nach Sturmtief "Sabine" - Passau
Bayern, Passau: Regale in einem vom Sturmtief "Sabine" abgedeckten Gartencenter sind mit Folien abgedeckt. © Armin Weigel/dpa
Nach Sturmtief "Sabine" - Passau
Bayern, Passau: Teile eines Dachs von einem Gartencenter liegen auf einer Straße. Das Dach war vom Sturmtief "Sabine" fortgerissen worden. © Armin Weigel/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: Reisende stehen vor einer Anzeigetafel am Münchener Flughafen, auf der zahlreiche Flüge als gestrichen ("cancelled") ausgewiesen werden, nachdem der Betrieb auf dem Vorfeld wegen des Sturmtiefs "Sabine" eingestellt wurde. © Matthias Balk/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: Lange Schlangen haben sich an den Gepäckschaltern am Münchner Flughafen gebildet, nachdem der Flugbetrieb auf dem Vorfeld wegen des Sturmtiefs "Sabine" eingestellt wurde. © Matthias Balk/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: In der Haupthalle des Hauptbahnhof der Landeshauptstadt München steht der Zugverkehr weitgehend still. Sturmtief "Sabine" hat in weiten Teilen Deutschlands den Verkehr durcheinandergebracht und bereits am Sonntagabend erste Schäden verursacht. © Felix Hörhager/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, München: Ein Café am Odeonsplatz hat aus Schutz vor dem Wind bereits die Stühle und Tische umgelegt und gesichert. © Peter Kneffel/dpa
Sturmtief "Sabine" - München
Bayern, Pullach: Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen, einen durch das Sturmtief "Sabine" umgestürzten Baum von einer Straße zu entfernen. © Matthias Balk/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Seeg: Ein Baustellenschild liegt durch das Sturmtief "Sabine" umgekippt unter einem wolkenüberzogenem Himmel auf einer Straße. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturmtief "Sabine" - Nürnberg
Bayern, Nürnberg: Ein vom Sturmtief "Sabine" umgewehtes Fahrrad lehnt gegen einen Pfosten. © Daniel Karmann/dpa
Sturmtief "Sabine" - Bayern
Bayern, Sonthofen: Ein Feuerwehrmann sichert ein Dach, das während des Sturmtiefs "Sabine"beschädigt wurde. © Benjamin Liss/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Füssen: Das vom Sturm aufgepeitschte Wasser des Hopfensees trifft auf die Uferpromenade. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Nach Sturmtief "Sabine" - Oberfranken
Bayern, Rattelsdorf: Ein Toilettenhäuschen wurde durch den Wind in einen Graben geworfen. © Nicolas Armer/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Oy-Mittelberg: Vom Sturm abgetragen ist das Dach eines Seminarhauses. Sturmtief "Sabine" hat in Teilen Europas für Schäden gesorgt. Das Zentrum des Sturms, der in Großbritannien, Frankreich und Belgien "Ciara" genannt wird, lag erst nördlich von Schottland und verlagerte sich dann zur Norwegischen Küste. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturmtief "Sabine" - Allgäu
Bayern, Oy-Mittelberg: Vom Sturm abgetragen ist das Dach eines Seminarhauses. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Sturmtief Sabine - Ammersee
Bayern, Herrsching: Ein Windsurfer gleitet während des Sturmtiefs Sabine über den aufgepeitschten Ammersee. © Ursula Düren/dpa
Sturmtief "Ciara" - Österreich
Österreich, Altenfelden: Feuerwehrleute befreien eine Straße von umgestürzten Bäumen. In Österreich kam es durch das Orkantief "Ciara" zu Beeinträchtigungen im Flug-, Bahn- und Straßenverkehr. © Fotokerschi.At / Kerschbaummayr/APA/dpa

UPDATE, 9.15 Uhr - Rosenheim schließt Parkanlagen und Friedhöfe 

Das Sturmtief "Sabine" zwingt auch die Stadt Rosenheim zu Vorsichtsmaßnahmen: Wegen der angekündigten Orkanböen werden ab sofort die städtischen Grünanlagen Luitpoldpark, Salingarten und Riedergarten sowie die Friedhöfe Rosenheim, Aising und Fürstätt bis auf Weiteres gesperrt. Damit soll die Bevölkerung vor möglichen Windbruchgefahren geschützt werden.

UPDATE, 9.10 Uhr - B588 und B299 blockiert

Nun gibt es erste Probleme im Straßenverkehr. Auf folgenden Straßen kommt es derzeit zu Behinderungen wegen umgestürzter Bäume oder anderer Gegenstände auf der Fahrbahn:

  • B588 - zwischen Eggenfelden und Neuötting (Landkreis Altötting) zwischen Steinbach und Abzweig nach Krandsberg, Gegenstände auf der Fahrbahn
  • B299 - zwischen Hart an der Alz und Garching an der Alz (Landkreis Altötting) in beiden Richtungen blockiert, Gefahr durch umgestürzte Bäume 
  • B388 - zwischen Neuhaus am Inn Richtung Eggenfelden zwischen Abzweig nach Heinriching und Abzweig nach Poigham, Bäume auf der Fahrbahn

Weitere Infos gibt es in den Verkehrsmeldungen.

UPDATE, 9 Uhr - Erste Schäden in der Region

Aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden jetzt die ersten Sturmschäden gemeldet. Bei Erharting (Landkreis Mühldorf), Reischach und Perach (Landkreis Altötting) sind erste Bäume auf Straßen gestürzt. In Töging (Landkreis Altötting) soll ein Flachdach (halb) abgedeckt worden sein. Die Feuerwehr ist im Einsatz. Zudem wurde aus der Gemeinde Rimbach in Niederbayern ein umgestürzter Lkw gemeldet.

UPDATE, 8.50 Uhr - 128 km/h in Mühldorf gemessen

Jetzt nimmt Sturmtief "Sabine" auch in der Region an Fahrt auf. Soeben wurde via Twitter gemeldet, dass in Mühldorf gegen 8.15 Uhr eine Windgeschwindigkeit von 128 km/h gemessen wurde. 

UPDATE, 8.20 Uhr - Auch S-Bahn-Verkehr fast eingestellt

Am Morgen ist nun der Sturm über München hereingezogen. Deswegen wurde gegen 8 Uhr der S-Bahn-Verkehr in der Landeshauptstadt großflächig eingestellt. Es gibt derzeit nur einen "Not-Fahrplan".

Folgende Linien sind betroffen:

  • S1: München Ost - München Hbf - Freising / Flughafen 
  • S2: Erding - München Hbf - Dachau - Petershausen / Altomünster 
  • S3: Mammendorf - München Hbf - Holzkirchen 
  • S4: Geltendorf - München Hbf - Trudering (- Ebersberg) 
  • S6: Tutzing - München Hbf - Ebersberg 
  • S7: Wolfratshausen - München Hbf - Kreuzstraße 
  • S8: Herrsching - München Hbf - Flughafen 
  • S20: München Pasing - Höllriegelskreuth S1/S8: Alle Züge Richtung Flughafen 
  • S1-S8: Alle Züge auf der Stammstrecke (München Ost - Pasing)

"Wir reduzieren aus Sicherheitsgründen den Betrieb. Geplant ist aktuell, zwischen Pasing und München-Ost einen Pendelverkehr aufrecht zu erhalten. Auf den Außenästen der S-Bahn fahren die S-Bahnen an die nächstgelegene Station und enden dort", hieß es seitens der Betriebsleitung.

Zudem meldet die Münchner Abendzeitung, dass es offenbar auch im Trambahn-Netz in der Landeshauptstadt zu Beeinträchtigungen kommen soll.

UPDATE, 8.10 Uhr - Viele Bäume in Bayern umgestürzt

Auf den Straßen Bayerns hat der Orkan bislang noch keinen größeren Schaden angerichtet: "Wir haben die Lage im Griff", sagte ein Sprecher der Polizei in Oberfranken der Deutschen Presseagentur (dpa). Bisher habe es zwar jede Menge umgefallene Bäume gegeben, die aber keinen größeren Schaden oder Verletzte zur Folge hatten. 

Auch in den anderen bayerischen Regierungsbezirken sind Polizei und Feuerwehr in erhöhter Alarmbereitschaft: Wie die Polizeisprecher mitteilten, seien in vielen Bezirken Bäume auf Straßen und Autos gefallen. Schwere Unfälle oder Einschränkungen für den Berufsverkehr würden sich dadurch jedoch bislang noch nicht ergeben. Dennoch gilt in der Region weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe (Stufe 3 von 4). Auf der Zugspitze kann es orkanartige Böen von bis zu 180 km/h geben.

UPDATE, 7.25 Uhr - 176 km/h auf dem Feldberg

Während sich die Kaltfront von Orkantief "Sabine" nun dem Süden Deutschlands nähert, zog das Portal wetter.net nun eine erste Zwischenbilanz. Die heftigsten Böen gab es auf dem Brocken im Harz und dem Feldberg im Schwarzwald. Auf dem Brocken wurden 170, auf dem Feldberg 176 km/h gemessen. Aber auch auf dem Weinbiet im Pfälzer Wald wurden 150 km/h gemessen. Ebenfalls Orkanböen gab es mit 140 km/h in Kiel, in Dörrmoschel (Rheinland-Pfalz) wurden 135 km/h gemessen, orkanartige Böen gab es in Trier mit 112 km/h und in Würzburg mit 110 km/h. 

In Oberbayern und der Region nimmt "Sabine" dagegen erst jetzt langsam Fahrt auf. In München sind bereits die ersten Böen mit um die 60 km/h unterwegs. In Franken und in der Oberpfalz wurden bereits über 100 km/h gemessen, wie die Kollegen des Unwetterservice Südostbayern nun mitteilten.

"Im Großen und Ganzen hat sich an den Vorhersagen für den Ablauf des Sturmtiefs nicht viel geändert, nur dass der Frontdurchgang eventuell eine Stunde eher stattfinden wird. Die zu erwartenden Höchstgeschwindigkeiten liegen weiterhin bei 110 bis 130 km/h. Die Höchstgeschwindigkeiten werden aber wahrscheinlich nur in Verbindung mit Schauern oder Gewittern auftreten, welche aber leider nicht unwahrscheinlich sind. Und auch wenn das Hauptsturmfeld durchgezogen ist, müssen wir weiterhin mit stürmischen Winden und Böen bis zu 100 km/h rechnen (...)", hieß es seitens des Unwetterservice.

UPDATE, 7.10 Uhr - Erste Schäden - Probleme auf Flughäfen

Jetzt werden auch die ersten Sturmschäden in Bayern gemeldet. Auf der A70 im Landkreis Bamberg wurde in den frühen Morgenstunden der Anhänger eines Lastwagens durch starken Wind regelrecht von der Fahrbahn gefegt. Über Verletzte gibt es nach Angaben der Agentur News5 noch keine Angaben.

Unterdessen kommt es auch zu massiven Behinderungen im Flugverkehr. An den Flughäfen in Nürnberg und München wurden am Morgen fast alle Starts und Landungen gestrichen. Der Airport im Erdinger Moos bleibt zwar geöffnet, allerdings darf bei starkem Sturm aus Sicherheitsgründen keine Flugzeugabfertigung mehr am Boden stattfinden. Dies könne zu längeren Wartezeiten führen, hieß es auf der Homepage des Flughafens. Laut Bild-Zeitung sollen am gesamten Tag von 424 von insgesamt rund 1000 geplanten Starts und Landungen ausfallen.

Am Flughafen Salzburg läuft der Betrieb derzeit noch weitestgehend normal. Wie der Homepage des Airports zu entnehmen ist, wurden lediglich die Verbindungen von und nach Düsseldorf (Stand: 7 Uhr) gestrichen.

UPDATE, 7 Uhr - Keine Meridian-Züge bis mindestens 10 Uhr

Da der Höhepunkt des Sturmtiefs Sabine in der Region erst im Laufe des Vormittags erwartet wird, startet der Fahrgastbetrieb in den Netzen von Meridian, BOB und BRB nicht vor 10 Uhr. Vorab werden auf allen Strecken Erkundungsfahrten durchgeführt. Dies teilte die Pressestelle der Bayerischen Oberlandbahn soeben mit. Die Entscheidung über den tatsächlichen Betriebsstart und den weiteren Ablauf wird jedoch je nach aktueller Wetterlage erst in den frühen Morgenstunden sowie permanent im Tagesverlauf getroffen, hieß es weiter.

UPDATE, 6.40 Uhr - Viel Arbeit für ILS Rosenheim

"Ruhe vor dem Sturm..." hatte die Integrierte Leitstelle (ILS) Rosenheim seit Sonntagnachmittag, 9. Februar nicht und setzte zur Information der Bürger einen entsprechenden Post auf Facebook ab. Da die Einsatzkräfte neben der Beobachtung der Wettersituation auch mit einem Bombenfund am Bahnhof Rosenheim schwer beschäftigt waren, wurde die Leitstelle in dieser Zeit personell aufgestockt.

UPDATE, 6.30 Uhr - Kein Zugverkehr in ganz Bayern

Bis auf die S-Bahn München ruht aktuell der Zugverkehr der Deutschen Bahn AG in ganz Bayern. Das hat die Bahn am frühen Montagmorgen mitgeteilt.

"Bisher (Stand: 5.30 Uhr) ist noch kein Schaden im 6000 Kilometer großen Schienennetz gemeldet. Die S-Bahn München ist zu Betriebsbeginn gestartet. Die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts der Linien S2, S3 und S8 müssen am Montagvormittag entfallen. Alle anderen Verkehrsunternehmen haben ihren Fahrbetrieb vorsorglich eingestellt. Je nach Lage des Orkans wird im Laufe des Vormittags der Verkehr wieder aufgenommen", hieß es in der Mitteilung.

Die DB empfiehlt allen Bahnreisenden die aktuelle Betriebssituation über www.bahn.de/reiseauskunft, dem DB-Navigator oder die kostenlose Hotline 08000 99 66 33 vor Fahrtantritt zu prüfen.

UPDATE, 6.20 Uhr - Droht München ein Verkehrschaos?

Im morgendlichen Berufsverkehr drohen wohl erhebliche Verkehrsstörungen. So erwartet das Polizeipräsidium München in der Landeshauptstadt "erhöhtes Verkehrsaufkommen" und "Verkehrsstörungen". "Bitte von und nach München genügend Zeit einplanen und Obacht geben", posteten die Beamten auf Facebook.

Auf den Straßen der Region waren am frühen Montagmorgen indes keine größeren Störungen bekannt. In der Nacht gab es lediglich auf der A8 zwischen Frasdorf und Bernau einen Feuerwehreinsatz. Von dort waren laut Verkehrsmeldungen mehrere umgestürzte Bäume gemeldet worden. Der rechte Fahrstreifen musste deswegen gesperrt werden.

UPDATE, 6 Uhr - Kein Zugverkehr bis mindestens 8 Uhr

Der Zugverkehr in der Region bleibt bis mindestens 8 Uhr ausgesetzt. Diese Vorgehensweise hatten die Bayerische Oberlandbahn (Meridian/BOB) und die Südostbayernbahn bereits am Sonntag angekündigt. "Das in der Nacht auf Montag, 10. Februar, erwartete Sturmtief wird zu erheblichen Einschränkungen auf den Zugstrecken von Meridian, BOB und BRB sorgen", teilte die Bayerische Oberlandbahn mit. Die Betriebsaufnahme sei erst ab 8 Uhr geplant, mit Störungen muss allerdings den ganzen Tag über gerechnet werden. 

Folgende Strecken sind betroffen:

  • Salzburg - München Hbf
  • Kufstein - München Hbf
  • Rosenheim - München Hbf

Auch die Südostbayern informierte ähnlich und empfahl Reisenden, für Montag geplante Reisen nach Möglichkeit zu verschieben.

Folgende Strecken sind betroffen:

  • Mühldorf - München 
  • Mühldorf - Landshut 
  • Mühldorf - Passau 
  • Mühldorf - Simbach 
  • Mühldorf - Burghausen 
  • Mühldorf - Salzburg 
  • Mühldorf - Trostberg - Traunstein 
  • Traunstein - Traunreut
  • Traunstein - Waging
  • Traunstein - Ruhpolding 
  • Aschau - Prien 
  • Mühldorf - Rosenheim 
  • Wasserburg - Ebersberg - München

Auch bei der Deutschen Bahn wurden am frühen Montagmorgen bereits zahlreiche Streckensperrungen und Zugausfälle in ganz Bayern gemeldet.

UPDATE, 5.45 Uhr - Bayernweiter Unterrichtsausfall

Bereits am Sonntagabend hatte sich das Bayerische Kultusministerium dazu entschlossen, den Schulunterricht am Montag, 10. Februar, wegen des Sturms in ganz Bayern ausfallen zu lassen. In der Region sind folgende Städte und Landkreise betroffen:

  • Stadt und Landkreis Altötting
  • Landkreis Berchtesgadener Land
  • Landkreis Ebersberg
  • Landkreis Miesbach
  • Stadt und Landkreis Mühldorf am Inn
  • Stadt und Landkreis München
  • Stadt und Landkreis Rosenheim
  • Stadt und Landkreis Traunstein

Für die Kitas gibt es laut Ministerium am Montag keine Besuchspflicht. Eltern könnten selbst entscheiden, ob das Kind zuhause bleibt oder nicht. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Bayerischen Kultusministeriums.

UPDATE, 5.30 Uhr - Süden am Morgen gefährdet

Orkantief "Sabine" hat am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag bereits weite Teile Deutschlands überquert - im Süden steht der schwere Sturm jetzt unmittelbar vor der Tür. Im Norden flaute der Sturm bereits wieder ab.

Im Südosten Deutschlands hingegen "kommt noch alles", wie die Deutsche Presseagentur (dpa) meldet. Das Unwetter werde hier in der ersten Tageshälfte erwartet. In ganz Süddeutschland sind in tiefen Lagen einzelne Orkanböen (um 120 km/h) möglich, auf den Bergen teils die volle Orkanstärke (über 140 km/h). Im Süden müssen die Menschen gebietsweise mit Starkregen rechnen, zudem kann es in der Mitte und im Süden der Republik am Morgen kräftig gewittern.

Darüber hinaus wurden aus ganz Deutschland mehrere zum Teil Schwerverletzte gemeldet. In Saabrücken stürzte ein Baum auf einem Parkplatz auf zwei Fußgänger. Beide wurden schwer verletzt, einer schwebt sogar in Lebensgefahr. In Paderborn (Nordrhein-Westfalen) wurde ein 16-Jähriger von einem herabstürzenden Ast am Kopf getroffen. Der Teenager erlitt Kopfverletzungen und kam nach Polizeiangaben in eine Klinik.

Die Erstmeldung:

Bereits am Samstag, 8. Februar, und Sonntag, 9. Februar, hatte es erste Vorwarnungen seitens des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegeben. Für die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting wurde ab Montag, 10. Februar, 2 Uhr vor teils schweren Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h sowie Orkanböen von bis zu 120 km/h gewarnt. Besonders brisant ist die Situation am Montag bis in den Vormittag hinein. Doch auch danach seien bis Dienstag, 11. Februar, Sturmböen in Verbindung mit Gewittern wahrscheinlich, hieß es seitens der Experten.

Das Portal wetter.net lieferte folgende Verhaltenstipps:

  • Keine Fahrten und/oder Spaziergänge in Wäldern oder Parks
  • Lose Gegenstände rund ums Haus sichern
  • am Montagmorgen rechtzeitiger Aufbruch zur Arbeit
  • Lastwagen sollten wegen Seitenwinds geeignete Rastplätze anfahren
  • Rolläden schließen, Auto nach Möglichkeit in Garage fahren

Hinweis auf mögliche Gefahren: Das Unwetter-Ereignis wird verbreitet erwartet, insbesondere in höheren Lagen. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.

mw

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