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Schwere Gewitter über Deutschland und Teilen Bayerns

Schockvideo aus Paderborn – So erwischte das Unwetter am Abend die Region

Unwetter 20. Mai 2022 Emmelinde
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Ein Unwetter zog am Freitagnachmittag und -abend über Deutschland – und Teile der Region.

München/Landkreis – Kaputte Dächer, Fensterscheiben und Autos, Dutzende Verletzte: Vor allem Nordrhein-Westfalen wurde vom Unwetter am Freitag (20. Mai) massiv getroffen. Am Abend zog das Unwetter dann weiter über die Mitte nach Osten – und „Emmelinde“ traf dabei auch Teile von Bayern. Ausläufer erreichten auch die OVB24-Region.

Update, 10.35 Uhr - Auto stürzt in Tirol von nasser Straße

Am späten Freitagabend kam es am Großvolderberg bei Volders (Bezirk Innsbruck-Land) in Tirol zu einem - möglicherweise unwetterbedingten - Fahrzeugabsturz. Ein Österreicher (19) lenkte sein Wagen auf der Unterberger Gemeindestraße talwärts. Aufgrund der nassen und verschmutzten Fahrbahn geriet sein Fahrzeug ins Rutschen, wobei er mit dem linken Vorderrad über den Fahrbahnrand hinauskam und in einer Senke hängen blieb. Beim Versuch aus der Senke zu fahren, machte er alles nur noch schlimmer.

Schließlich rutschte das Fahrzeug einen steilen Hang hinab. Dem Fahrer gelang es, aus dem abstürzenden Fahrzeug zu springen. Seine Beifahrerin schaffte dies nicht mehr. Der Wagen prallte schließlich gegen einen Baum und blieb dort hängen. Die beiden Insassen hatten Riesenglück und blieben bei dem Unfall unverletzt.

Update, 9.10 Uhr - Einsatzschwerpunkt auch in Oberpfalz

Neben dem schweren Unfall im Landkreis Roth in Mittelfranken, wo bei dem Einsturz einer Hütte 14 Menschen verletzt wurden, waren die Einsatzkräfte in Bayern am Abend und in der Nacht vor allem in den östlichen Landesteilen des Freistaates gefordert. In der Oberpfalz waren rund 80 Einsätze nötig, wie ein Polizeisprecher mitteilte – vor allem im Zeitraum zwischen 19 Uhr und 22 Uhr. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Stadt Weiden und dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Von dort wurde auch ein umgestürzter Strommasten gemeldet. Im Landkreis Schwandorf fing zudem ein Baum nach einem Blitzschlag zu brennen an.

In Ober- und Niederbayern blieb es dagegen zum größten Teil sehr ruhig. Bis auf den umgestürzten Baum im Landkreis Berchtesgadener Land waren bis Samstagvormittag keine unwetterbedingten Einsätze bekannt.

Die Erstmeldung:

Im Mittelfranken wurden während des dortigen Unwetters 14 Menschen beim Einsturz einer Holzhütte verletzt, darunter mehrere Kinder. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee. Einer Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters mehrere Urlauber in der rund 85 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht, die dann zur Seite gekippt und in sich zusammengefallen sei. Insgesamt löste das Unwetter in Mittelfranken knapp 400 Feuerwehreinsätze aus - vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter Bäume und beschädigter Hausdächer. Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke wegen Bäumen auf den Gleise gesperrt.

So sah es in der Region aus

Die OVB24-Region kam indes vergleichsweise sehr glimpflich davon. Aus dem Landkreis Berchtesgaden wurde ein unwetterbedingter Feuerwehreinsatz gemeldet – und zwar nachdem ein Baum an der Hauptverbindungsstraße zwischen Bischofswiesen und Berchtesgaden auf Höhe Stanggaß umgestürzt war. Die Feuerwehr rückte an und beseitigte das Hindernis. Im Raum Rosenheim und Wasserburg/Haag wurden zwar zuckende Blitze und teils heftiger Regen gemeldet – über etwaige Schäden war am Samstagmorgen jedoch noch nichts bekannt. rosenheim24.de hatte bereits am Freitag ausführlich berichtet.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte die entsprechenden Warnungen vor schweren Gewittern für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land kurz nach Mitternacht aufgehoben. Im benachbarten Österreich zuckten auch in Tirol und rund um Salzburg zahlreiche Blitze vom Himmel. Ziemlich heftig fiel das Unwetter im Tiroler Bezirk Landeck aus. Dort stürzten zahlreiche Bäume um. Deswegen kam es unter anderem zur Sperrung von zwei Bundesstraßen. Auch die Zufahrt zum Paznauntal musste zwischen Pians und Wiesberg gesperrt werden. Eine Umleitung wurde nach Angaben der Landespolizeidirektion Tirol eingerichtet.

Heftiger Tornado bei Paderborn

Anders sah es in Nordrhein-Westfalen aus: Im Raum Paderborn wurden bei heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer. Heftiger Regen und Orkanwinde sorgten besonders in Lippstadt und Paderborn für Chaos. In Lippstadt meldete die Feuerwehr gar einen mutmaßlichen Tornado, der schwere Schäden angerichtet habe. Es gebe zerstörte Dächer und umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Paderborn war die Rede von Millionenschäden.

Mann stirbt nach Stromschlag in Keller

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland blieben größere Schäden trotz massiver Gewitter aus. Polizei und Rettungskräfte meldeten nur vereinzelt umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Autos sowie die Überflutung von Kellern. Ein 38-jähriger Mann starb in Rheinland-Pfalz, als er beim Betreten eines unter Wasser stehenden Kellers einen Stromschlag erlitt, dadurch zu Fall kam und vermutlich mit dem Kopf aufschlug, wie die Polizei mitteilte. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich wurden bei einem Autounfall auf regennasser Landstraße fünf Menschen verletzt, darunter ein dreijähriges Kind.

In Thüringen kam am späten Freitagabend ein Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis aufgrund von Aquaplaning mit seinem Fahrzeug von der Straße ab und krachte gegen eine Betonwand, wie die Polizei mitteilte. Er und drei Mitfahrer wurden leicht verletzt. Auch andernorts in Thüringen mussten die Einsatzkräfte ausrücken - hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume, die Straßen blockierten. In Sachsen musste wegen eines Gewitters über Leipzig die Band Rammstein ihr Konzert am Freitagabend für eine halbe Stunde unterbrechen.

mw