Suche nach vermissten Bergsteigern dauert an

Garmisch-Patenkirchen - Am Jubiläumsgrat, dem Verbindungsgrat zwischen der Alpspitze (HM 2.628) und der Zugspitze (HM 2.962) werden seit dem 27.12. zwei Bergsteiger aus dem Raum Stuttgart vermisst.

Sie meldeten sich zuletzt telefonisch bei einer Angehörigen am 27.12.2009 gegen 16.00 Uhr nach Erreichen der sogenannten Biwakschachtel, etwa in der Mitte des Grates, wo sie vermutlich die Nacht verbrachten. Seither fehlt von den beiden Bergsteigern jede Spur.

Die Vermisstenmeldung durch die Angehörigen ging bei der zuständigen Polizei in Garmisch-Partenkirchen im Lauf des Vormittags des 29.12. ein, nachdem sich die beiden am Abend des 28.12., wie vorher besprochen, nicht telefonisch meldeten. Die eingeleiteten Suchmaßnahmen führten nach kurzer Zeit zum Auffinden des Fahrzeugs auf einem Parkplatz im Bereich der Zugspitzseilbahnen. Örtlichkeit und Auffindesituation sprechen dafür, dass die beiden 31 und 42 Jahre alten Bergsteiger im Zugspitzgebiet unterwegs sind. Aufgrund der Wetterbedingungen war eine Absuche mittels Hubschrauber oder auch eine Begehung des Grates an diesem Tag nicht mehr möglich. Am 30.12. wurden die Suchmaßnahmen der Polizei und der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen fortgeführt. Die Polizeihubschrauber "Edelweiß 5" und "Edelweiß 6" suchten mit mehreren Polizeibergführern bei schwierigsten Flugbedingungen im Bereich des Jubiläumsgrates die dort bekannten Unfallschwerpunkte, sowie die gängigen Zu- und Abstiege im Gelände intensiv ab. Neuschnee und Wind des Vortages hatten jedoch alle Spuren im Suchgebiet verdeckt.

Am späten Nachmittag wurde die Suche eingestellt. Derzeit verhindern die Wetterbedingungen weitere Suchmaßnahmen unmittelbar am Grat. Diese werden bei Vorliegen neuer Erkenntnisse bzw. sich bessernden Wetterbedingungen am Jubiläumsgrat fortgeführt.

Eine Winterbegehung des Jubiläumsgrates ist eine anspruchsvolle hochalpine Unternehmung und dem guten Alpinisten vorbehalten. Kletterschwierigkeiten bis zum dritten Grad sind gefordert, die zumeist mit Steigeisen bewältigt werden müssen. Die Begehungszeiten liegen in der Regel zwischen einem und zwei Tagen. Die Biwakschachtel am Grat dient hier als Stützpunkt. Ein Abbruch der Tour ist in der Regel nicht möglich.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd Sachgebiet Einsatzzentrale

Rubriklistenbild: © dpa

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