Rund 600 Verwarnungen ausgesprochen

Ferien-Ausflugsverkehr in der Region - Polizei zieht „gemischte" Bilanz

Landkreise - Zu Beginn der Sommerferien kündigte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd verstärkte Kontrollen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, insbesondere in den Touristen-Hotspots und Ausflugsgebieten, an.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Zum Ende der Ferien kann eine gemischte Bilanz gezogen werden. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erlebten viele Regionen in diesem Frühjahr und Sommer neue Belastungsspitzen bezüglich des Ausflugsverkehrs. Vielerorts waren öffentliche Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, so dass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, auf Grünstreifen, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden.

Diese „Wildparkerei“ führte in den vergangenen Wochen und Monaten zu massiven Verkehrsproblemen, da auf den schmalen Zufahrtsstraßen durch die am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeuge erhebliche Behinderungen entstanden. Aus diesem Grund wurde bei den vom Ausflugsverkehr betroffenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd während der bayerischen Sommerferien an allen Wochenenden die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung und das Freihalten der Rettungswege verstärkt überwacht.

Hierbei unterstützten angeforderte Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Nach dem letzten Ferienwochenende zieht das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun eine gemischte Bilanz. Insgesamt wurden in den vergangenen sechs Wochen circa 600 Fahrzeugführer gebührenpflichtig verwarnt. Größtenteils handelte es sich hierbei um Parkverstöße. Vier Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Im Naturschutzgebiet Pupplinger Au wurden 25 Anzeigen nach dem Naturschutzgesetz erstattet.

Der Ausflugsverkehr zeigte sich dabei natürlich sehr wetterabhängig. An den sonnigen Tagen hatten die Einsatzkräfte regional teils alle Hände voll zu tun. Beispielhaft können hier die Gemeinden der Zugspitzregion genannt werden. Rund um den Eibsee im Landkreis Garmisch-Partenkirchen waren bei schönem Wetter bereits am Vormittag alle Parkplätze der Zugspitzbahn überfüllt, so dass die zu den Parkplätzen führende Staatsstraße 2061 sowie die Ortsdurchfahrt von Grainau durch die Polizei gesperrt werden mussten, um einen „Verkehrskollaps“ zu verhindern.

Doch trotz regelmäßiger Verkehrsdurchsagen der Radiostationen und entsprechender Hinweise zur aktuellen Verkehrslage im Internet versuchten leider zahlreiche Ausflügler ihr Glück und fuhren unbeirrt weiter in Richtung der Ausflugsregionen. An den verregneten bzw. regnerischen Tagen kam es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd zu einem überwiegend geringen Verkehrsaufkommen und keinen nennenswerten Beanstandungen.

Die Polizei wird insbesondere an den schöneren Herbsttagen den Ausflugsverkehr weiterhin im Blick haben und dabei festgestellte Verstöße, insbesondere das Verparken von Rettungswegen, konsequent ahnden. Wir appellieren deshalb an die Vernunft aller Ausflugs-Verkehrsteilnehmer und

Naturliebhaber:

  • Parken Sie immer nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!
  • Denken Sie an die Umwelt! Insbesondere Wiesen und Wälder, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, sind nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs geeignet!
  • Halten Sie Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!
  • Weichen Sie auf freie Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!
  • Fahren Sie keine Ausflugsziele an, von denen Sie z.B. aus dem Rundfunk wissen, dass es hier bereits zu Stauungen auf der Anfahrt kommt!
  • Nutzen Sie, wenn möglich, den öffentlichen Personennahverkehr oder bilden Sie Fahrgemeinschaften!
  • Überlegen Sie sich vor Fahrtantritt einen „Plan B“, also ein alternatives Ausflugsziel! Die Internetseite https://www.oberbayern.de/ausflugs-ticker/ bietet hierfür wertvolle Tipps.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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