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Verstöße unter anderem in Reit im Winkl, Rosenheim und Pfaffing

„Pfingstschnapseln“ und Parkhaus-Party: Polizei auch am Pfingstwochenende bei Corona-Einsätzen gefordert

Die Corona-Zahlen sinken aktuell größtenteils und sind vielerorts so niedrig, wie seit Wochen nicht mehr. Dies verleitet natürlich auch einige Menschen dazu, es mit den Infektionsschutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen nicht mehr so genau zu nehmen. Am Pfingstwochenende musste die Polizei in der Region deshalb gleich mehrere Male einschreiten. Ein Beamter wurde sogar bei einem Einsatz verletzt.

Südliches Oberbayern - Auch am Pfingstwochenende hatten die Einsatzkräfte der Polizei in der Region wieder eine Vielzahl an Einsätzen im Zusammenhang mit den Infektionsschutzvorschriften zu bewältigen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, mussten dabei einige private Feiern beendet werden, die sich jedoch im kleineren Rahmen und entgegen der geltenden Hygienevorschriften zugetragen hatten. Außerdem ereigneten sich folgende drei Fälle.

  • Gastwirt in Reit im Winkl missachtet Sperrstunde: Der Gastwirt einer Bar in Reit im Winkl musste durch eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Grassau angezeigt werden, da er nach Mitternacht noch ungefähr zehn Gäste in seinem Biergarten bewirtete. Nach den aktuell geltenden Infektionsschutzvorschriften hätte er um 22 Uhr schließen müssen. Der Wirt wurde angezeigt, die Gäste nachhause geschickt.
  • Parkhaus-Party in Rosenheim: Nach einer Beschwerde über laut lärmende Jugendliche wurde ein Parkhaus in der Rosenheimer Lessingstraße überprüft. Insgesamt neun Personen im Alter von 20 bis 27 Jahren wurden bei der Parkhaus-Party mit lauter Musik und auch einem Joint angetroffen. Die Hausstandsregel war selbstredend überschritten, genauso wie erforderliche Mindestabstände nicht eingehalten wurden. Alle Beteiligten wurden angezeigt und anschließend des Parkhauses verwiesen.
  • „Pfingstschnapseln“ in Pfaffing (Landkreis Rosenheim): Ein anonymer Anrufer teilte der Polizeiinspektion Wasserburg mit, dass er in einem sozialen Netzwerk auf Hinweise bezüglich einer größeren Party im Gemeindebereich Pfaffing gestoßen sei. Bei der Überprüfung der mitgeteilten Örtlichkeit stieß eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Wasserburg auf insgesamt 26 Jugendliche und Heranwachsende, die sich zum „Pfingstschnapseln“ getroffen hatten. Die Party wurde aufgelöst. Der Sachverhalt und die Personalien der angetroffenen Personen werden dem Landratsamt Rosenheim zur weiteren Prüfung und der Entscheidung über die Bußgeldverfahren mitgeteilt.
  • 400 Personen sorgen in München für Ruhestörung: Am Samstag, 22. Mai, gegen 22.30 Uhr, gingen vermehrt Notrufe wegen Ruhestörung im Bereich der Akademiestraße ein. Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zum Einsatzort und stellten rund 400 Personen fest. Weil zu viele Menschen auf zu kleiner Fläche saßen und standen, konnten die Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden. Deshalb wurden sie mit Lautsprecherdurchsagen zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert. Nur widerwillig entfernten sich die Personen, hierbei wurden auch Einsatzkräfte beleidigt.
  • Feier mit 100 Personen am Professor-Huber-Platz in München: In der Nacht von Sonntag, 23. Mai, auf Montag, 24. Mai, wurden zudem Menschenansammlungen am Professor-Huber-Platz gemeldet. Rund 100 Personen lärmten, tranken Alkohol und konnten zu späterer Stunde die Mindestabstände nicht einhalten. Streifen der Münchner Polizei fuhren daraufhin zur Einsatzstelle und forderten die Feiernden mittels Lautsprecherdurchsagen und persönlichen Ansprachen zum Verlassen der Örtlichkeit auf. Den Anordnungen wurde schleppend nachgekommen.
  • Party mit 300 Personen in München eskaliert: Gegen 22.45 Uhr gingen am Samstag (22. Mai) ähnliche Notrufe, diesmal für die Örtlichkeit des Baldeplatzes ein. Rund 300 Personen standen dort lose zusammen und konnten auch hier die Abstände nicht mehr einhalten. Sie wurden durch Kräfte der Münchner Polizei zur Einhaltung der Abstände und zum Verlassen der Örtlichkeit aufgefordert. Ein 18-Jähriger mit Wohnsitz in München war damit nicht einverstanden und verhielt sich unkooperativ und aggressiv. Weil er dem gegen ihn ausgesprochenen Platzverweis nicht nachkam, sollte er in Gewahrsam genommen werden. Daraufhin solidarisierten sich zahlreiche Feiernde mit ihm. Die Beamten mussten sich zu ihrer eigenen Sicherheit mit Körperschutz und Helm ausrüsten. Um die Gewahrsamnahme durchzusetzen und die anderen Personen auf Abstand zu halten, musste Pfefferspray eingesetzt werden. Während des Einsatzes wurde unter anderem ein Verkehrspfosten aus der Verankerung gerissen und in Richtung eines Dienstfahrzeuges, um das auch Einsatzkräfte standen, geworfen. Es wurden mehrere Strafverfahren wegen Landfriedensbruch, versuchter gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Ein Beamter wurde bei dem Einsatz verletzt.

aic/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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