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Superwetter, Superstimmung, Superbilanz

Rosenheim - Abschlusstag bescherte Landesgartenschau Rosenheim mit knapp 20.000 Menschen den absoluten Besucher-Rekord

Nach 164 Tagen geht am heutigen 3. Oktober die 15. Landesgartenschau in Rosenheim zu Ende. „Ich denke, wir dürfen sagen, unsere Gartenschau war ein toller Erfolg für Rosenheim und den Landkreis“, resümiert der städtische LGS- Geschäftsführer Werner Oeckler. „Die Gartenschau-Vorbereitungen und ihre Durchführung haben die Region zusammengeschweißt, die Stadt um ein wunderbares Parkgelände am Wasser reicher gemacht und auch den Tourismus enorm angekurbelt. Das wird noch lange positiv nachwirken.“ Nachhaltigkeit auf allen Ebenen. Das Rosenheimer Gartenschau-Konzept, das eine Stadt am Wasser präsentierte und den Besuchern über einen vier Kilometer langen Rundweg auch die historische Altstadt, und den Riedergarten mit historischem Apothekergarten ans Herz legte, ging voll auf. Mehr als eine Million Besucher machten sich auf den Weg, um das Landesgartenschaugelände und die neugestaltete Altstadt zu entdecken.

Bilder von der Abschlussveranstaltung:

LGS sagt Servus: Die Abschlussfeier, Teil1

LGS sagt Servus: Die Abschlussfeier, Teil2

Auf insgesamt 5 Kilometer konnten sie auf Uferwegen an Inn und Mangfall entlang schlendern oder sich an den Bachgärten niederlassen, deren üppige Vegetation 20.000 gepflanzten Stauden zu verdanken sind, die die Besucher gerne bestaunten. Auch der Blütenfluss auf 3400 m² Fläche und eineinhalb Kilometern Länge begeisterte die Besucher mit seiner jahreszeitlich wechselnden Bepflanzung. 198.000 Blumenzwiebeln, 90.000 Frühjahrsblüher und noch einmal 50.000 im Juni gepflanzte Sommer- und Herbstblüher sorgten dafür, dass Pflanzen- und Blumenfreunde auch bis zum letzten Tag die Blütenpracht genießen konnten.

Die Blumenhalle mit ihren vierzehn wechselnden Schauen war ein absolutes Highlight auf der Landesgartenschau Rosenheim. Ein ganz besonderes, architektonisch höchst interessantes Ambiente, konnte die Besucher immer wieder überraschen. Fast wöchentlich bot eine völlig neu gestaltete Ausstellung Einblicke, wie kreativ und kunstvoll Floristen und Gärtner arbeiten. Zum Gartenschau-Finale bekamen die Besucher noch einen herbstlichen Farbenrausch präsentiert. Noch lange wird - vor allem unter Dauerkartenbesitzern, die sich kaum eine Blumenschau entgehen ließen - diskutiert werden, welche nun die Schönste war. Die „Rosenschau“? Die „sommerlichen Blütenkränze“? Oder vielleicht doch die „Farbräume und blumigen Schwelgereien“?

Das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm entwickelte sich ebenso zum absoluten Besuchermagnet. Theater, Konzerte, Kabarett, Sport und Gartenkultur, Blumenschauen und Musik – eine tolle Mischung aus Brauchtum und Moderne und unfassbare 3693 Veranstaltungen wurden den Besuchern geboten. Alle liebevoll organisiert von den LGS -Veranstaltungsprofis Alexandra Birklein und Peter Kirmair, die sich auch nicht vom Wetter unterkriegen ließen, obwohl der viele Regen ständige Umplanung erforderte. Soviel Regen gab es überhaupt noch nie bei einer Gartenschau. An 80 von 164 Gartenschautagen, fiel es nass vom Himmel. Auch ein Rekord! Trotzdem mussten nur wenige Veranstaltungen wegen des Dauerregens ausfallen, größere Konzerte und Aufführungen konnten immerhin wiederholt werden. Insgesamt genossen mehr als 100.000 Menschen das gelungene Veranstaltungsprogramm.

Informatives und Skurriles (pdf)

Für Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer heißt es nun Abschied nehmen von „ihrem“ Gartenschau-Projekt, das sie, gemeinsam mit Baudezernent Helmut Cybulska, auch in den schwierigen Anfangszeiten und gegen viele skeptische Stimmen, immer konsequent vorangetrieben hatte. „Ja, unser Rosenheimer Sommermärchen geht zu Ende. Die Zeit ist wie im Flug vergangen, auch wenn das Wetter uns geärgert hat, gab es zahllose entspannende, beeindruckende, lustige, aber auch bewegende Momente auf unserer Gartenschau“, so OB Bauer. „Das stimmige Konzept, das bis in die Haarspitzen hoch motivierte Gartenschau- Team und natürlich die vielen interessierten und begeisterten Besucher, sind meines Erachtens der Schlüssel zum Erfolg gewesen“, erläutert sie hocherfreut das Erfolgskonzept der Landesgartenschau in Rosenheim, mit dem es nun zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder gelungen ist, die Millionengrenze zu knacken – trotz 80 Tage Regen.

Auch LGS - Geschäftsführerin Dagmar Voß ist glücklich über die vielen lobenden Worte, die dem Gartenschau-Team jetzt von allen Seiten zugetragen werden. Sie sei sich sicher gewesen, dass das Geländekonzept stimmig sei. Auch Fachleute hätten das immer wieder bestätigt, berichtet die 56jährige Gartenschau-Chefin, die immerhin seit über 20 Jahren im Gartenschaugeschäft tätig ist. Aber die positive Entwicklung der Besucherzahlen nach dem großen Regen, habe sie dann doch überrascht. „Also, ich bin natürlich total begeistert, dass wir diese Millionengrenze überschritten haben. Diesen großen Erfolg haben wir alle wegen des schlechten Sommers nicht mehr erwartet.“ Umso größer war die Freude, als die Besucherströme im August und September nicht mehr nachlassen wollten und sogar das Wetter im September einigermaßen mitspielte.

Für die rund 50 beteiligten Gärtnereibetriebe war die Rosenheimer Landesgartenschau durchweg eine richtig große Herausforderung, weiß Gartenschauprofi Dagmar Voß „Ein ganz großer Dank geht an unsere Gärtner, die es tatsächlich - trotz dieser „Sumpfbeete“, anders konnte man es während des vielen Regens nicht bezeichnen - geschafft haben, ein topgepflegtes Gelände über die ganze Zeit zu erhalten, das war in diesem Jahr besonders schwierig, weil die Witterung den Gärtnern nur Probleme bereitet hat. Da können wir alle stolz drauf sein, dass uns viele engagierte Menschen zur Seite standen und wir so trotz aller Widrigkeiten ein attraktives Gelände präsentieren konnten.“

Eine erfreuliche Bilanz zieht auch DB Regio Oberbayern zum Ende der Landesgartenschau in Rosenheim. Rund 100.000 Besucher fuhren mit den roten Regionalzügen nach Rosenheim. Jeder zehnte Besucher reiste also mit dem Zug an. „Wir freuen uns über die rege Nachfrage, denn die Bahn war das ideale Verkehrsmittel für die Landesgartenschau. Angebot und Preis passten gut zusammen“, so Geschäftsleiterin Antonia von Bassewitz. Ausschlaggebend für die erfolgreiche Bilanz sei neben dem dichten Zugangebot nach Rosenheim und der kurzen Fahrzeit - von München aus 40 Minuten - auch die attraktive Kombination von Bahnticket und Eintritt. Alle Bahnfahrer, die mit dem Bayern-Ticket unterwegs waren, erhielten für den Besuch der Landesgartenschau eine Eintrittsermäßigung in Höhe von 1,50 Euro. Auch die Park & Ride Parkplätze und Shuttlebusse wurden sehr gut angenommen. Das von vielen befürchtete Verkehrschaos in Rosenheims Innenstadt während der Landesgartenschau blieb dank eines guten Verkehrskonzeptes aus. Unverhofft entwickelte sich Rosenheim in den letzten Monaten zu einer wahren Fahrrad-Metropole. Nie wurden mehr Radl gesichtet, als an den Gartenschau-Eingängen beim Konzert der CubaBoarischen, am Erntedankfest oder zum Drachenbootrennen.

Auch Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer war ein gern gesehener Gast bei vielen Veranstaltungen, wie z.B. dem Brandner Kaspar oder Quadro Nuevo. Angespornt von den 95 Besuchen des Neu-Ulmer Bürgermeisters auf „seiner“ Gartenschau, war Rosenheims Stadtoberhaupt bei der Fahnenübergabe 2008 mit Dagmar Voß die Wette eingegangen, dass sie es schaffen werde, mindestens einhundert Mal die Rosenheimer Gartenschau zu besuchen. „Ich gehe aus meinem Rathaus heraus und befinde mich auf dem Gartenschau Rundweg. Ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen, als diesen Weg 100 mal zu gehen. Top die Wette gilt!“, so die Oberbürgermeisterin damals.

Und sie hat es geschafft: Führte fast die gesamte bayerische Politikprominenz bei deren Besuchen über das Gelände, besuchte Gottesdienste, Blumenschaueröffnungen, weihte viele Ausstellungsbeiträge ein, traf in den Pavillons des Landwirtschaftsministerium Gurken- und Zwiebelprinzessinnen und gab unzählige Interviews an Inn, Mangfall oder mitten im Blütenfluss. Aber auch ganz privat versuchte sie immer wieder einige ruhige Momente auf dem Gartenschaugelände zu verbringen. Dagmar Voß gib sich jedenfalls geschlagen und ist beeindruckt: “ Rosenheims Oberbürgermeisterin hat hier einen Termin-Marathon hingelegt, der seinesgleichen sucht. Da sag ich „Hut ab“! Das Rathaus hatte ja nicht geschlossen, während der Gartenschau. Unsere kleine Wette von Neu-Ulm hat sie jedenfalls gewonnen und es freut mich, dass sie als Oberbürgermeisterin so engagiert hinter uns stand“.

Pressemitteilung Landesgartenschau Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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