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„Tag der Franken“

Die Franken feiern sich selbst

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Die Franken feiern sich selbst.

Ochsenfurt - Die Franken feiern sich selbst: Der „Tag der Franken“ dient der Region alljährlich zur Demonstration des eigenen Selbstbewusstseins.

 „Wir sind keine Separatisten und wollen uns nicht abspalten“, betont der unterfränkische Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel. „Wir fühlen uns in Bayern wohl. Aber es soll zum Ausdruck kommen, dass wir eine eigene Entwicklung genommen haben.“ Das Bürgerfest erinnert am Sonntag (6. Juli) an die Gründung des fränkischen Reichskreises im Jahr 1500.

In Ochsenfurt südlich von Würzburg stehen dann fränkische Kultur, Brauchtum und Lebensart im Mittelpunkt, die Organisatoren rechnen mit bis zu 30.000 Besuchern. Die Festrede hält traditionell Ministerpräsident Horst Seehofer - der Oberbayer nutzt diese Gelegenheit in der Regel, um die fränkischen Seele zu streicheln.

Selbstbewusste Franken

Der 2006 vom bayerischen Landtag ins Leben gerufene Festtag, der jedes Jahr in einem anderen Ort der drei fränkischen Regierungsbezirke ausgerichtet wird, fällt heuer mit einem Jubiläum zusammen. Fast auf den Tag genau vor 200 Jahren, Ende Juni 1814, kam Unterfranken endgültig zu Bayern. Das Verhältnis des bayerischen Nordens zum Süden ist nicht immer einfach, Franken wähnt sich nicht selten im Schatten der Landeshauptstadt und der selbstbewussten Oberbayern.

Von offizieller Seite ist das am Sonntag kein Thema: „Ich denke, die Franken werden nicht benachteiligt“, sagt Dotzel. „Wir sind zufriedene Bayern, aber auch selbstbewusste Franken.“

Das Bürgerfest steht unter dem Motto „Franken - hier schlägt Main Herz“ - ein Verweis auf den Main als Lebensader der Region. Schon in den Tagen vorher gibt es in Ochsenfurt zahlreiche Veranstaltungen, da der Bezirk dort seit Freitag auch die Unterfränkischen Kulturtage veranstaltet.

dpa

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