30 Tage Gebets-Marathon

Passau - Seit Jahren haben die Kirchen mit dem Priestermangel zu kämpfen, jetzt startet das Bistum Passau eine ungewöhnliche Aktion als Gegenmaßnahme: 30 Tage langes Dauerbeten.

Bis zum Pfingstmontag sollen die Gläubigen in den katholischen Pfarreien der Diözese in Nieder- und Oberbayern rund um die Uhr beten, damit es künftig ausreichend Gemeindepfarrer gibt. “Das Gebet der Kirche hat eine große Kraft“, betont Bischof Wilhelm Schraml in seinem Geleitwort zur Aktion.

Das Beten beginnt an diesem Sonntag (25. April) um 0 Uhr, weil dies der “Weltgebetstag um geistliche Berufungen“ ist. Schraml wird dann am Sonntagnachmittag das Dauerbeten bei einem Gottesdienst im Passauer Dom offiziell eröffnen.

Gebets-Marathon soll 720 Stunden dauern

Laut Ordinariat ist die Idee bereits im Vorfeld bestens angenommen worden. Einzelpersonen und Gruppen aus dem ganzen Bistum hätten die Tage teils mehrfach belegt. Junge Menschen, Senioren, Familien, Geistliche und Ordensleute machten mit. Insgesamt wird der Gebets-Marathon 720 Stunden dauern. Damit das Dauerbeten zum Erfolg wird, können sich die Teilnehmer auf einer speziellen Internetseite registrieren und dort ihr Gebet anmelden.

Bistum hilft mit passenden Texten

Dabei stößt die Aktion nicht nur im Bistum Passau auf Zustimmung. Einer der ersten Teilnehmer, der sich registriert hat, kommt aus dem oberfränkischen Bamberg. Er will am Sonntag von 2 bis 3 Uhr die Hände falten. Manche wollen bei der Aktion eine richtige Ausdauerleistung erbringen und haben sich beispielsweise gleich für zwei Stunden Beten am Stück eintragen lassen.

Für diejenigen, die nicht wissen, was sie in dieser Zeit beten sollen, bietet das Bistum eine Hilfestellung an. Auf der Internetseite können passende Texte gleich fertig abgerufen werden, dort gibt es Andachten wie “Ihr seid meine Freunde“ oder “Die Ernte ist groß“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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