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Tammy Gastager im Interview

Mit Baby on tour: Im Kastenwagen durch Europa

Tammy und Leni in einer Hängematte
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Entspannt in Schweden: Ein Moment, der Tammy Kraft schenken wird im Alltag daheim.

Ein knappes halbes Jahr waren Tammy und Daniel Gastager mit ihrer Tochter Leni auf Tour. Von Italien ging es über Frankreich nach Dänemark, Schweden und Norwegen. Ihr Zuhause war ein Kastenwagen, der wenig Luxus, aber genug Platz für die junge Familie bot. Kurz vor ihrer Rückkehr haben wir Tammy nach den wichtigsten und schönsten Erfahrungen auf dieser Reise gefragt.

von Raphaela Kreitmeir

Welche sind die drei schönsten Momente, die Ihr unterwegs erlebt habt?

Es ist schwer die Top Drei zu küren, waren es doch so viele kleine Momente, die ein unglaublich schönes Gesamtbild ergeben. Diese Zeit so frei zu Dritt zu genießen, ist ein ganz großes Privileg und wir sind wahnsinnig dankbar dafür. Müsste ich mich aber auf drei Momente festlegen, wären es diese:

- In der Bretagne in Frankreich standen wir zwei Tage direkt an der Steilküste: mit atemberaubendem Blick auf den Atlantik. Daniel war Angeln und in der Ferne schwamm eine Schule Delfine vorbei. Noch nie habe ich mich so frei und unabhängig gefühlt wie an diesem Abend.

Neues Hobby: Daniel hat das Fischen für sich entdeckt.

- In Schweden sind wir von See zu See gefahren und waren meistens völlig alleine dort. Auch ist die Natur dort nahezu unverbaut und die Seen von kleinen Wäldern umrahmt. Man hört nur die Blätter im Wind, ein paar Vögel und manchmal einen Fisch springen. In der Hängematte liegend kam es uns ein bisschen so vor, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ich weiß jetzt schon, dass ich in stressigen Zeiten genau an diesen Ort in Gedanken zurückkehren werde.

- Ich könnte jetzt ihr erstes Wort (das war übrigens Mama), ihren ersten Zahn oder sonstige erste Male aufzählen, aber ganz besonders schön war für uns, als Leni sich zum ersten Mal alleine hingesetzt hat. Tagelang hat sie es mit so viel Ehrgeiz versucht, Tränchen sind geflossen, besonders viel Kuscheleinheiten waren nötig, bis sie sich endlich alleine aufgesetzt und mich zufrieden angelächelt hat. Sie war so stolz – und wir mit ihr.

Wie lebt es sich mit Kleinkind in einem Kastenwagen?

Langsamer, bewusster und immer wieder überraschend, denn jeder Tag ist anders und nie so wie geplant. Ein Hauch Kreativität gehört auf jeden Fall dazu. So habe ich, als Leni anfing zu robben und wir nirgends einen Rausfallschutz für unser Bett finden konnten, aus 100 Metern Seil kurzerhand selbst ein Netz geknüpft. Denn das Wichtigste dabei ist: Sind wir entspannt, ist es Leni auch.

Bevor wir gestartet sind, haben wir so einige fragende Blicke kassiert. So eng? So weit fahren? Was ist, wenn das Baby krank wird? Und und und… Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach: Man wächst in jede Situation rein und Leni ist es egal, wo sie ist, Hauptsache Mama und Papa sind da.

Leben im Kastenwagen: Kuscheleinheiten brauchen nicht viel Platz.

Wie sind euch die Einheimischen begegnet?

Ein Babylächeln zu ergattern, ist das Schönste überhaupt und so verwundert es nicht, dass wir eigentlich nur lächelnden Menschen begegnet sind. Allgemein kommt man mit Kind viel leichter ins Gespräch. In Frankreich ist es uns passiert, dass wir angesprochen wurden und trotz meines „Je ne parle pas français“ (Ich spreche kein Französisch) einfach unbeirrt weiter mit Leni gesprochen wurde.

Was sollten sich Eltern, die auch eine so lange Reise planen, unbedingt im Vorfeld überlegen?

Sich nicht schon im Vorfeld verrückt machen oder machen lassen. Unterwegs lässt sich wirklich alles besorgen, regeln oder managen. Das war noch nie so einfach wie heutzutage. Also statt sich Gedanken um die eventuell vergessene Zahnbürste zu machen, sollte man lieber entspannen und die Energie für den Moment aufsparen. Die goldene Regel lautet: Den Reisealltag mit Baby so flexibel und einfach wie möglich zu halten. Wer eine To-Do-Liste an Aktivitäten abarbeiten will, wird schnell merken, dass das nicht möglich ist. Viel leichter ist es, den Alltag nach den Gewohnheiten des Babys zu richten. Zum Beispiel Auto fahren, wenn es Mittagsschlaf macht, oder den Nachtschlaf nutzen, um ein gutes Stück voran zu kommen.

Welche Eindrücke wird Leni mitnehmen?

Urvertrauen und ganz viel Selbstbewusstsein. Unbekannten Situationen begegnet sie gelassen: „Mama und Papa sind da, also kann ich die Welt in Ruhe entdecken.“ Ihre neueste Geste ist es, mit dem Finger auf einen von uns zu zeigen, wenn sie Hilfe braucht. Dass sie mit ihren zehn Monaten schon begreift, „Ich komme hier nicht weiter, aber Mama oder Papa können mir helfen“, finde ich enorm stark. Und zeugt davon, dass ihr die intensive Zeit zu Dritt gut getan hat und sie viel mit und durch uns gelernt hat.

Ein halbes Jahr war Familie Gastager mit einem Kastenwagen unterwegs.

Und worauf freut Ihr euch jetzt am meisten bei Eurer Rückkehr?

Was wir von der Reise mitgenommen haben und worauf wir uns Zuhause freuen: Daniel hat das Fischen so großen Spaß gemacht, dass er sich gleich für die Angelprüfung angemeldet hat, damit er auch in Deutschland angeln darf. Und ich habe so viele Dekoideen (vor allem in Skandinavien) gesammelt, dass ich es kaum erwarten kann, die Malsachen, die Nähmaschine etc. hervorzukramen und kreativ loszulegen.

Aber natürlich freuen wir uns am meisten auf unsere Familie und Freunde. Die haben wir doch schon sehr vermisst. Und als stolze Eltern natürlich darauf, zu zeigen, was Leni schon alles kann und wie toll sie sich entwickelt hat.

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