Pikanter Fall jetzt in Erding vor Gericht

Mann stellt Nacktfotos von Ex auf Facebook - und verschickt sie an Mutter

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Taufkirchen/Vils - Besessen von Kontrollwahn und Eifersucht hat ein Iraker (28) Nacktfotos seiner Ex-Freundin auf Facebook gepostet und per WhatsApp auch an deren Mutter versendet. Der Mann musste sich nun vor Gericht verantworten.

Außerdem soll er einem angeblichen Nebenbuhler ins Gesicht geschlagen haben. Vom Amtsgericht Erding wurde der Asylbewerber wegen Verbreitens pornografischer Schriften und Bilder sowie Verletzungen von Bild- und Persönlichkeitsrechten zu einer Geldstrafe in Höhe von 5.130 Euro verurteilt, wie unser Partnerportal merkur.de nun berichtet.

Doch der Reihe nach: Zwei Jahre lang waren der Flüchtling und die 20-Jährige ein Paar - einige Zeit davon auch glücklich, wie der Münchner Merkur weiter schreibt. Als bei dem Mann Eifersucht und Kontrollwahn ausbrachen, begann die Krise, die schließlich mit dem Verschicken und Posten der eingangs erwähnten Fotos, darunter auch Schmuddelbilder aus erotischen Videotelefonaten, gipfelten. Zudem soll der Mann im Mai 2018 der Mutter seiner Ex geschrieben haben, dass er sie umbringen werde.

Weil der Iraker die Taten unter offener Bewährung begangen hatte,forderte die Staatsanwaltschaft zehn Monate Haft ohne Bewährung. Die beiden Verteidiger des Asylbewerbers sahen vor allem die Körperverletzung als nicht erwiesen an und forderten dafür Freispruch. Für die Sache mit den Nacktfotos hielten sie eine Geldstrafe in Höhe von gut 2.000 Euro für ausreichend. Als der Richter das Urteil verkündet hatte, ging einer der Verteidiger sogar auf die Staatsanwältin los, woraufhin sich der Jurist einen Rüffel des Gerichts einfing, so merkur.de.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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