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Tausende demonstrieren für mehr Lohn

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München -  Gemeinsam streiken sie für mehr Lohn: Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und der Telekom gehen in Bayern auf die Straße. Allein in München demonstrieren 1800 Menschen.

Im festgefahrenen Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes sind am Mittwoch tausende Landesbeschäftigte in Bayern in den Warnstreik getreten. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ließen mehr als 3000 Angestellte ganztägig die Arbeit ruhen, um ihrer Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck zu verleihen. Allein in München versammelten sich rund 1800 Beschäftigte mit Plakaten und Trillerpfeifen zu einer Kundgebung, darunter 700 Mitarbeiter der Telekom. Auch sie kämpften erneut um mehr Geld - bayernweit beteiligten sich rund 2000 Telekom-Mitarbeiter an Protestaktionen.

Etliche Beschäftigte ärgerten sich über die Verweigerungshaltung ihrer Arbeitgeber. “Die Kassen sind eigentlich gut gefüllt, aber für uns bleibt nichts übrig“, sagte etwa der 47 Jahre alte Polizist Jürgen Ascherl vor der Kundgebung in München. Und auf Plakaten hieß es: “Gerecht geht anders“ oder: “Sicherheit ist MehrWert“. In Rosenheim beteiligten sich 500 Menschen an einem Demonstrationszug. Mit Beifall hätten die Streikenden auf die Ankündigung reagiert, den Arbeitskampf zu verschärfen, “wenn wir nicht weiterkommen“, sagte Verdi-Tarifkoordinator Norbert Flach.

Schon in den frühen Morgenstunden begannen die ersten Protestaktionen. “Vor allem Mitarbeiter der Straßenmeistereien haben ihre Arbeit niedergelegt und sind früh zusammengekommen, um später zu demonstrieren“, sagte Flach. Für den Berufsverkehr habe das keine Konsequenzen gehabt. “Wir haben den Vorteil, dass wir keinen Winterdienst machen mussten“, sagte er. Auf der anderen Seite bemerkten die Bürger die Warnstreiks so nicht unmittelbar. “Das ist immer der Zwiespalt.“

Betroffen von den Arbeitsniederlegungen waren neben Straßenmeistereien etwa die Landesverwaltung, Theater, Schulen, Kliniken und Universitäten in insgesamt 37 Städten im Freistaat, darunter Nürnberg, Augsburg und Regensburg. Nach Angaben von Verdi blieben die Telefonzentralen im Münchner Finanzamt und in der Justizverwaltung unbesetzt, so dass Anrufer nicht weitervermittelt werden konnten.

Verdi, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Gewerkschaft der Polizei fordern für die Landesbeschäftigten ein Lohnplus von 50 Euro und eine lineare Erhöhung von drei Prozent bei einer Laufzeit von 14 Monaten. Dies lehnen die Arbeitgeber strikt ab. Am 9. und 10. März treffen die Tarifparteien erneut zu Gesprächen für die bundesweit rund 600 000 Angestellten der Länder zusammen. Für die Telekom-Mitarbeiter fordert Verdi 6,5 Prozenz mehr Gehalt.

lby

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