Taxler warnen vor Abzocke auf der Wiesn

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München - Die Wiesn ist ein Revier, in dem das große Geld lockt. Da dauert es nicht lange, bis Wilderer auf die Jagd gehen. Taxi München eG-Vorstand Reinhard Zielinski und seine beiden Kollegen warnen:

„Wir erwarten dort heuer so viele Fremdfahrer und Privatpersonen wie nie. Die Gefahr der Abzocke steigt.“

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Manch einer wird sagen: „Die Taxifahrer zocken doch selber alle ab!“ Paul Rusch von Taxi München gibt zu: „Auch wir können nicht garantieren, dass es nicht mal ein, zwei schwarze Schafe unter uns gibt. In viel größerer Zahl lauern sie zumindest zur Wiesn aber außerhalb unserer Reihen. Und das fällt dann auf uns zurück.“

Obwohl es verboten ist, kämen vermehrt Taxifahrer aus den umliegenden Landkreisen, aber auch aus anderen Städten. Chef Zielinski schätzt sie auf 150 an einem Wochenende. „Ich unterstelle ja nicht mal allen böse Absicht. Aber sie haben schlechtere Ortskenntnis und fahren deshalb oft längere Wege – das kostet.“

Die Besucherzahlen der Wiesn seit 1980

Die Besucherzahlen der Wiesn seit 1980

Größere Probleme bereiten den 3200 dort organisierten Münchner Taxlern aber Privatfahrer, die mit ihrem Wagen am Rande der Wiesn Fahrgäste anlocken, angeblich besonders günstig mitzufahren. „Die Beschwerden hierüber haben in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Mittlerweile sind am Wochenende wohl 200 bis 300 gleichzeitig unterwegs.“ Es scheine so, als seien auch immer mehr organisierte Gruppen aus dem Ausland unterwegs. Die Gefahr hier, so Zielinski: „Diese Fahrer verlangen oft horrende Preise, kassieren meist im voraus und schmeißen die Fahrgäste auch mal einfach irgendwo raus. Zudem kann eine Mitfahrt gerade für Frauen echt gefährlich werden.“

Bei einem Verdacht auf Abzocke (siehe unten rechts) rät der Vorstand, sich bei der Taxi München-Zentrale unter Tel. 089/19 410 zu melden oder sich gleich an die Polizei zu wenden. „Da die Abzocker meistens keine Nummer haben oder keine Quittung ausgeben, sollten Sie sich zumindest das Kennzeichen notieren. Das beste jedoch ist, gar nicht erst einzusteigen!“

Nina Bautz

Quelle: Oktoberfest live

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