In der Nacht auf Mittwoch

Terror-Übung: Polizei und Feuerwehr proben den Ernstfall in München

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München - Martinshorn, Blaulicht, Knallgeräusche: In der Nacht auf Mittwoch findet am Münchner Hauptbahnhof eine große Polizeiübung für lebensbedrohliche Einsätze statt.

In der Nacht vom 17. auf den 18. April 2018 üben die Münchner Polizei, die Bundespolizei und die Berufsfeuerwehr München mit den Rettungsdiensten sowie die Deutsche Bahn AG und das Landratsamt München ein größeres Schadensszenario in Teilbereichen des Hauptbahnhofs München sowie zeitgleich in einer geschlossenen Liegenschaft im Norden des Landkreises München.

Über 2000 Menschen proben im Katastrophengebiet Hauptbahnhof

Für die Übung am Münchner Hauptbahnhof wird der nördliche Teil für die Zeit von Mitternacht bis ca. 4 Uhr morgens für die Öffentlichkeit weiträumig gesperrt. Für Außenstehende gibt es keinerlei Möglichkeiten, die Übung in irgendeiner Art und Weise zu beobachten. Außerdem kommt es in dieser Zeit in der Umgebung des Bahnhofes zu Straßensperrungen. Eine Expertengruppe des Münchner Polizeipräsidiums hat für die Übung sogar ein Drehbuch geschrieben. Der Hauptbahnhof wurde als Örtlichkeit ausgesucht, um ein möglichst realitätsnahes Szenario zu gestalten, so Thomas Borowik, Pressesprecher der Münchner Bundespolizei.

Straßensperrungen wird es in dieser Nacht an der Bayerstraße, der Paul-Heyse-Unterführung sowie an der Arnulfstraße geben, so unser Partnerportal tz.de.

Im Zuge der Großübung am Hauptbahnhof werden diverse Einsatzfahrzeuge der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit Blaulicht und Martinshorn anfahren sowie Einsatzkräfte mit angelegter Schutzausstattung. Neben hunderten Feuerwehrleuten und Sanitätern werden rund 1000 Polizisten und 500 Katastrophenschützer von Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk und den Münchner Kliniken beteiligt sein. Zudem wird es 800 Statisten und Schauspieler geben. Manche werden aufwendig geschminkt, um mögliche Verletzungen zu simulieren. Der abgesperrte Bereich darf nicht betreten werden, auch Sichtschutz wird angebracht.

Einschränkung bei "echten Einsätzen" in der Nacht auf Mittwoch und am Mittwoch selbst werde es laut Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Münchner Polizei, nicht geben. "Natürlich können echte Einsätze in der Nacht in der gewohnten Qualität und Schnelligkeit abgearbeiten werden, wie man das von uns kennt."

Beeinträchtigungen beim öffentlichen Verkehr?

Der Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr wird mit Ausnahme von vereinzelten Gleisänderungen durch die Übung nicht beeinträchtigt. Details zu den Beeinträchtigungen der Verkehrsmittel der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) werden durch die MVG zeitgerecht bekannt gegeben. Die MVG teilte bereits im Vorhinein mit, dass es ab Dienstagabend bei Bussen und Trambahnen Einschränkungen gibt. Betroffen sind die Buslinien 58, 100 und 150 und die Tramrouten 16, 17 und N17. Mehr Infos: www.mvg.de.

Die zeitgleich im Münchner Norden stattfindende Übung wird laut Polizei lediglich eine sehr geringe wahrnehmbare Außenwirkung für die Anlieger haben. Das Übungsszenario findet dort auf einem behördeneigenen Trainingsareal statt.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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