Landestheater Schwaben

Theaterstück über Amoklauf von Memmingen

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Im Mai 2012 hatte ein 14-Jähriger mit scharfen Waffen seines Vaters an seiner Schule und später auf einem Sportplatz mehrere Schüsse abgefeuert.

Memmingen - Fast zwei Jahre nach dem Amokalarm an einer Memminger Schule bringt das Landestheater Schwaben ein Theaterstück über einen Amoklauf auf die Bühne.

Die Eigeninszenierung von Thomas Freyers Bühnenstück „Amoklauf mein Kinderspiel“ ist nach der Premiere, die am Freitag lief, noch 15 Mal in Memmingen zu sehen. Nach Angaben des Theaters handelt das Stück von drei Jugendlichen, die Probleme mit der Schule, den Eltern und Freunden haben und schließlich einen Amoklauf an ihrer Schule beschließen. „Wir wollen mit diesem Stück zeigen, was in den Jugendlichen vorgeht und wie es so weit kommen kann. Gleichzeitig zeigt das Stück, dass es Möglichkeiten gibt, so etwas zu verhindern“, sagte ein Sprecher des Theaters.

Das Stück richte sich primär an Jugendliche. Aber auch Eltern und Lehrer soll es wachrütteln. „Die Memminger haben erlebt, was es bedeutet, wenn das Unvorstellbare plötzlich vor der eigenen Haustür geschieht“, heißt es auf der Internetseite des Landestheaters.

Im Mai 2012 hatte ein 14-Jähriger mit scharfen Waffen seines Vaters an seiner Schule und später auf einem Sportplatz mehrere Schüsse abgefeuert. Verletzt wurde niemand. Liebeskummer soll sein Motiv gewesen sein. 2013 wurde der Schüler unter anderem wegen versuchten Totschlags zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt.

dpa

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