Feuerwehr stinksauer auf Surfer bei Bruckmühl

"Nur ein einziger kleiner Fehler und der coole Typ ist weg vom Fenster"

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Landkreis - Seit Sonntag regnete es in der Region nahezu ununterbrochen. Deswegen galten bis Mittwochvormittag auch entsprechende Unwetterwarnungen. Nun hat sich die Lage in der Region allerdings weitestgehend beruhigt.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Dauerregen in Region bis Mittwochmorgen erwartet 
  • Wetterdienst (DWD) warnt vor "extremen Unwetterereignis" 
  • Pegelstände in der Nacht deutlich gesunken
  • Unwetterwarnungen für Region am Mittwochvormittag aufgehoben

SERVICE:

UPDATE, 8.15 Uhr - Surfer auf Wasserwalze in Mangfall

Nach dem Vorfall mit den Kajakfahrern in der hochwasserführenden Isar sorgt nun auch ein Fall aus Bruckmühl für Aufsehen. Dort surfte am Mittwochnachmittag ein Mann auf der Mangfall in einer reißenden Wasserwalze. Die Feuerwehr Bruckmühl hat ein entsprechendes Foto auf Facebook gepostet.

"Was für ein Leichtsinn! Das grenzt an absolutem Realitätsverlust! Mit einer selten gesehenen Arroganz hoch drei wird hierbei nicht nur das eigene Leben riskiert (...)", schrieben die Floriansjünger in dem Beitrag und warnten dabei eindringlich vor der Gefahr von Nachahmern und der Lebensgefahr für die Retter bei einem möglichen Unfall. "Auch nur ein einziger kleiner Fehler oder ein heranschießender Baumstamm und der coole Typ ist weg vom Fenster", hieß es weiter.

UPDATE, 6.55 Uhr - Rund 40 Einsätze im Lkr. Rosenheim

Für den Landkreis Rosenheim liegt nun eine erste Bilanz des Hochwassers vor. Insgesamt gab es wegen des Regens rund 40 Feuerwehreinsätze, wie Kreisbrandrat Richard Schrank gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt erklärte. Gründe dafür seien vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen oder verstopfte Kanalabflüsse gewesen, hieß es weiter. 

Zudem lobte Schrank den "weit fortgeschrittenen Hochwasserschutz" an Prien und Mangfall, wo die Behörden nach den ersten Prognosen kurzzeitig mit Verhältnissen wie beim Hochwasser im Jahr 2013 gerechnet hätten.

UPDATE, Donnerstag, 6.25 Uhr - Hochwassergefahr gebannt

Über Nacht sind die Pegel fast überall deutlich niedriger geworden. Lediglich an der Alz bei Seebruck und an der Mangfall bei Rosenheim galt am Donnerstagmorgen noch die Meldestufe 1. Tegernsee und Schliersee lagen noch bei Meldestufe 2.

Damit sollte die Hochwassergefahr gebannt sein. An den Inn-Zuflüssen sind die Wasserstände bereits wieder rückläufig, an den Unterläufen der Salzach, der Rott sowie am Tegernsee und Schliersee befinden sie sich im Scheitelbereich. Am Pegel Seebruck steigen die Wasserstände am Donnerstag und Freitag laut Hochwassernachrichtendienst Bayern noch leicht, bleiben aber voraussichtlich unterhalb des Schwellwerts der Meldestufe 2. Am Inn selber gehen die Wasserstände ebenfalls zurück, im Raum Passau befinden sie sich im Scheitelbereich. 

Die Dauerregenlage geht gegen Abend auch in Südostbayern zu Ende, von Westen her setzt sich zunehmend Hochdruckeinfluss durch. Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag sind keine Niederschläge mehr zu erwarten, die Hochwasserwellen laufen ab.

Update, 20.50 Uhr - In der Nacht abklingender Regen:

Laut Deutschem Wetterdienst ist in der Nacht auf Donnerstag mit Nebel zu rechnen. In der Nacht soll aber auch an den Alpen der Regen endgültig abklingen.

Niederschlagsradar

Am Donnerstag gibt es, laut dwd.de, einen Sonne-Wolken-Mix.

UPDATE, 17.38 Uhr - Chiemsee tritt über Ufer 

Seit Sonntag hatte es in der Region nahezu ununterbrochen geregnet. Viel Regen heißt gleichzeitig viel Wasser, das sich bekanntlich seinen Weg sucht.

Was ist, wenn mal was ist? Beim Verbund Innkraftwerke in Töging ist man offenbar vorbereitet auf das, was passiert, wenn die Pegelstände steigen. innsalzach24.de hat diesbezüglich nachgefragt.

Mittlerweile ist auch der Chiemsee an einigen Stellen über die Ufer getreten, wie dieses Bild zeigt.

Doch nach den verregneten letzten Tagen in der Südostbayerischen Region sind endlich Lichtblicke in Sicht.
Spätestens ab der Mittagszeit soll es am Donnerstag überall in der Region trocken bleiben und auch die Sonne zum Vorschein kommen, prophezeit Unwetterservice Südostbayern.

UPDATE, 16 Uhr - Erdbeben in Bad Reichenhall

Wie erdbebennews.de berichtet, ereignete sich in Bad Reichenhall, gegen 14.25 Uhr, ein leichtes Erdbeben. Auswertungen zur Stärke des Bebens liegen derzeit noch nicht vor, jedoch wurde es deutlich von den Stationen am Hochstaufen aufgezeichnet.

Die Erdbeben am Hochstaufen gehen auf die starken Regenfälle der vergangenen Tage zurück. Aufgrund der besonderen geologischen Bedingungen am Berg ist dies der einzige Ort Deutschlands, wo starke Niederschläge und Schneeschmelze nachweislich die Erdbebenaktivität beeinflussen können, heißt es von Seiten der Experten. 

Immer wieder sind um Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land) heftige Stöße in der Erde zu spüren. Warum dies in der Region keine Seltenheit ist, lesen Sie >>hier<<.

UPDATE, 15.20 Uhr - Pegel der Alz steigt weiter 

Aufgrund des Regens in der vergangenen Nacht sind die Pegel mancher Flüsse im Landkreis Traunstein weiter gestiegen. Allerdings werden voraussichtlich keine Meldestufen mehr erreicht, berichtet Unwetterservice Südostbayern.

Bis auf den Pegel der Alz werden wohl alle anderen wieder fallen. Die Alz hingegen wird ihren Höchststand wahrscheinlich am Donnerstag erreichen und etwa 170 Zentimeter betragen. 

Auch in München hat sich die Lage etwas entspannt. Der Pegel der Isar erreichte am Mittwoch gegen ein Uhr nachts seinen Höhepunkt mit 357 Zentimetern, wie der Hochwassernachrichtendienst des Freistaats mitteilte. Seitdem sinkt er jedoch stetig. 

Damit ist zwar weiterhin die Warnstufe 2 des Hochwassernachrichtendienstes überschritten. Der Pegel liegt aber deutlich unter der Warnstufe 3, berichtet sueddeutsche.de. Allerdings bleiben die Rad- und Gehwege am Ostufer, die Marienklausenbrücke und den Flauchersteg weiterhin gesperrt. 

UPDATE, 14.51 Uhr - Zugverkehr in Bayern nach Hochwasser auf allen Strecken wieder aufgenommen

Im Zuge des Dauerregens und der damit verbunden, steigenden Pegel der Flüsse im bayerischen Alpenvorland wurde der Zugverkehr teilweise stark beeinträchtigt. Nachdem sich die Lage aber nun wieder enstpannt hat, konnten im Laufe des Vormittags folgende Bahnstrecken für den Verkehr wieder freigegeben werden:

  • Immenstadt - Kempten
  • Immenstadt - Oberstdorf
  • Garmisch-Patenkirchen - Murnau

Die Fernverkehrszüge zwischen München und Zürich werden am Mittwoch noch durch Busse zwischen München und Lindau ersetzt mit Anschluss an den EC von und nach Zürich. Ab Betriebsbeginn am Donnerstag fahren die EC-Züge wieder planmäßig, schreibt die Deutsche Bahn. 

UPDATE, 12.50 Uhr - Feuerwehr sauer auf Kajakfahrer

Bei diesen Bildern wird sogar die Feuerwehr zornig. Als Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pullach (bei München) am Mittwochnachmittag die Hochwassersituation an der Isar kontrollierten, trauten sie ihren Augen kaum. Auf dem Fluss fuhren in aller Seelenruhe einige Kajaks umher - und das obwohl bei der angespannten Pegelsituation sogar große Baumstämme im Wasser trieben und jederzeit Boote zum Kentern hätten bringen können.

Die Feuerwehrler schimpften in einem Facebook-Post: "Das ist kein purer Leichtsinn mehr, sondern gelebte Einfältigkeit. Liebe Mitbürger, das treibt uns die Zornesröte ins Gesicht. Wer hier in Wassernot gerät, bringt auch die Retter von Feuerwehr, Wasserwacht oder DLRG in Lebensgefahr!"

UPDATE, 11.40 Uhr - Meister Regen in Prien und Aschau

Aufgrund der Hochwassergefahr der vergangenen Tage hat sich das Team vom Unwetterservice Südostbayern die Niederschlagsmengen der vergangenen Tage angesehen. Dabei wurde festgestellt, dass in den vergangenen zwei Tagen im Landkreis Rosenheim im Raum Prien am Chiemsee und Aschau im Chiemgau um die 175 Liter Wasser pro Quadratmeter vom Himmel gefallen sind. 

"Alleine dem leeren Grundwasserspiegel ist es zu verdanken gewesen, dass es zu keinen größeren Überschwemmungen von Wohngebieten gekommen ist", erklärten die Experten.

UPDATE, 11.10 Uhr - Lagebericht des HND Bayern

Durch Rückgang der Niederschläge fallen auch die Wasserstände an den Oberläufen der Flüsse. Derzeit treten Überschwemmungen der Meldestufe 1 bis 2 noch an vielen Flüssen Bayerns auf, an Donau, Isar, Iller und Günz ist auch Meldestufe 3 überschritten. An der Donau steigen die Wasserstände unterhalb von Neuburg. An der Donau bis einschließlich Passau und an der Isar ist an weiteren Flussabschnitten mit Überschwemmungen der Meldestufe 1 bis 3 zu rechnen.

Im Einzugsgebiet der Isar sind an der oberen Isar und der oberen Loisach die Abflussscheitel erreicht, die Pegel zeigen überwiegend fallende Wasserstände. Die Isar-Pegel unterhalb des Sylvensteinspeichers verbleiben aufgrund der Entleerung des Speichers länger in Meldestufe 1 bei fallender Tendenz. An der unteren Loisach befinden sich die Pegel in Meldestufe 1 bis 2, am Pegel Beuerberg bewegt sich der Wasserstand im Bereich der Meldestufe 3. Am Ammersee bewegen sich die Wasserstände im Bereich der Meldestufe 1. An der mittleren Isar befinden sich die Pegel München und Freising in Meldestufe 2. Der Scheitel der Hochwasserwelle befindet sich zwischen Freising und Landshut. Am Pegel Landshut Birket/Isar ist Meldestufe 3 erreicht. Am Pegel Plattling ist Meldestufe 2 erreicht, eine Überschreitung der Meldestufe 3 wird erwartet.

Video vom Inn (Kraftwerk Jettenbach):

Im Inn-Gebiet sind die Scheitel der Hochwasserwellen bereits überschritten. Im Laufe des Tages werden durch weitere, geringere Niederschläge die Wasserstände an vielen Pegeln nochmals ansteigen. Sie bleiben aber voraussichtlich unter den gestrigen Werten und unterhalb der Meldestufe 1. An den Seepegeln von Tegernsee und Schliersee befinden sich die Wasserstände im Scheitelbereich, hier treten noch Überschwemmungen der Meldestufe 2 auf. Am Pegel Seebruck/ Alz unterhalb des Chiemsee, derzeit in Meldestufe 1, werden die Wasserstände noch leicht steigen und voraussichtlich unter der Meldestufe 2 bleiben.

Laut Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes schwächt sich das Tief, das in den beiden vergangen Tagen teilweise unwetterartige Regenfälle brachte, allmählich ab. (...) Am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag sind keine Niederschläge mehr zu erwarten. Den nächsten Lagebericht soll es am späten Nachmittag geben, so der Hochwassernachrichtendienst Bayern.

UPDATE, 10.15 Uhr - Letzte Warnungen für Region aufgehoben

Nun sind auch die letzten Unwetterwarnungen für die Region aufgehoben. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) soeben mit. Zuletzt hatte die Warnung vor extrem ergiebigem Dauerregen nur noch für die südlichen Teile der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land bestanden.

UPDATE, 10 Uhr - Chiemsee-Schifffahrt teilweise eingeschränkt

Aufgrund der starken Regenfälle der letzten Tage gibt es Probleme mit der Schifffahrt auf dem Chiemsee: Derzeit können die Anlegestellen Bernau/Felden und Übersee/Feldwies nicht angefahren werden. Alle weiteren Anlegestellen werden hingegen ohne Einschränkungen fahrplanmäßig angefahren und auch die Chiemsee-Bahn fährt ab Samstag 25. Mai täglich.

Aktuelle Informationen zum Fahrbetrieb finden Sie unter www.chiemsee-schifffahrt.de.

UPDATE, 8.05 Uhr - Pegel von Alz bei Seebruck steigt

Nachdem am Dienstagabend in der Region eigentlich alle Pegel gefallen sind, fangen jetzt einige wieder an leicht zu steigen. Das meldet der Unwetterservice Südostbayern (Facebook). Die Alz allerdings steigt langsam und hat bei Seebruck die Meldestufe 1 erreicht. "Ich befürchte, dass jeder Tropfen, der jetzt noch runter kommt, direkt auf die Pegel schlagen wird. Jetzt bleibt abzuwarten, wie viel Regen heute noch kommt", so ein Sprecher des Unwetterservice.

Auch die Mangfall hat zwischen Feldolling und Rosenheim noch die Meldestufe 1. Für Schlier- und Tegernsee gilt nach wie vor Meldestufe 2.

Hinweis des Unwetterservice Südostbayern: Kleinere Bäche werden am Mittwoch auf Regenfälle sehr schnell ansprechen, das heißt, dass hier wieder mit lokalen Überschwemmungen zu rechnen ist.

UPDATE, 7.25 Uhr - München kommt glimpflich davon

In München scheint es in Sachen Hochwasser glimpflich ausgegangen zu sein. Die Isar hat in der Landeshauptstadt ihren Scheitelpunkt bereits überschritten und fällt seither stetig. Wie die Berufsfeuerwehr München bekannt gab, habe es ein paar kleinere Einsätze wegen zum Beispiel überschwemmter Unterführungen gegeben. Im hochwasser-anfälligen Stadtteil Au wurden indes laut Feuerwehr keine vollgelaufenen Keller gemeldet.

Am Dienstag hatten die Behörden der Landeshauptstadt vorsorglich den Flaucher und einige Radwege an der Isar wegen der Hochwassergefahr gesperrt.

UPDATE, 7.10 Uhr - Kloster Weltenburg in Gefahr

Erwartet wird, dass sich der Schwerpunkt der Hochwassergefahr im Laufe des Tages nach Niederbayern verlagert - dort, wo Isar und Donau zusammenfließen. In Plattling könnte im Laufe des Tages die Meldestufe 3 erreicht werden. 

Vorher könnte es noch den Landkreis Kelheim schlimm treffen. Auch hier wurde am Morgen Meldestufe 3 erreicht. Nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Wasserpegel der Donau im Laufe des Tages auch noch für das Erreichen von Meldestufe 4 sorgt, hieß es.

Die Feuerwehr hat deswegen das weltberühmte Kloster Weltenburg mit einer mobilen Hochwasserschutzwand versehen. Die Abtei der Benediktiner liegt in einem Ortsteil von Kelheim direkt am Donaudurchbruch. Die Behörden rechnen offenbar damit, dass der dortige Großparkplatz auf jeden Fall überflutet werden wird.

UPDATE, 7 Uhr - Aquaplaning-Gefahr auf A8 bei Übersee

Ein Leser hat sich bei rosenheim24.de gemeldet und mitgeteilt, dass der Wasserpegel des Chiemsees am Dienstag bei Felden um rund 20 Zentimeter gestiegen sein soll und deswegen im Bereich von Felden auch Boote gesichert werden mussten. Die Fotos zeigen, dass die Wiesen am Strandbad deutlich überschwemmt worden sind.

Unwetterbilder unserer User aus der Region

Zudem wurde am Mittwochmorgen gemeldet, dass auf der A8 (München - Salzburg) zwischen den Anschlussstellen Felden und Übersee starke Aquaplaning-Gefahr in beiden Fahrtrichtungen herrscht. Nähere Infos gibt es in den Verkehrsmeldungen.

UPDATE, 6.40 Uhr - Pegel in Region deutlich gesunken

Konkrete Hochwasser-Warnungen gab es am Dienstag für die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Weilheim-Schongau, Kelheim, Landshut, Oberallgäu, Günzburg und Neu-Ulm. Hier wurden auch Keller überflutet.

Am Mittwochmorgen galten an der Loisach bei Beuerberg und an der Isar bei Landshut die Meldestufe 3. Dort wurde am Abend von der Feuerwehr auch eine mobile Hochwasserschutzwand errichtet.

In der Region sind die Pegel dagegen über Nacht deutlich gesunken. An der Mangfall bei Feldolling und in Rosenheim sowie in an der Alz bei Seebruck galt am Morgen lediglich noch Warnstufe 1. Von den anderen Gewässern gab es keine Meldestufen des Hochwassernachrichtendienstes Bayern.

UPDATE, 6.30 Uhr - Erdrutsch in Oberfranken

Während sich die Lage in der Region insgesamt langsam entspannt, gab es am späten Mittwochnachmittag in Oberfranken einen Erdrutsch. Zwischen Kauerndorf und Kulmbach-Ost stürzten Schlamm und Felsbrocken auf die B289. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Helfer mussten die Bundesstraße, die mehrere Stunden gesperrt war, mit schwerem Gerät freiräumen.

Im Landkreis Lichtenfels ist der Haselbach über die Ufer getreten. Deswegen wurde der Ortskern überschwemmt.

UPDATE, 6.15 Uhr - Warnungen teilweise aufgehoben

Auch am Mittwoch (22. Mai) gibt es noch eine amtliche Unwetterwarnung vor extrem ergiebigem Dauerregen für die Region. Allerdings entspannt sich die Lage langsam. Die Warnung gilt nur noch für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land bis Mittwoch, 12 Uhr. Für die Landkreise Rosenheim, Mühldorf und Altötting sind die Warnungen am Mittwochmorgen aufgehoben worden.

"Nach bisher beobachteten Niederschlagsmengen von 30 bis 60 Liter pro Quadratmeter tritt extrem ergiebiger Dauerregen auf", heißt es beim Deutschen Wetterdienst zu den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. "Dabei werden nochmals Niederschlagsmengen zwischen 60 und 90 Liter pro Quadratmeter erwartet."

Die Erstmeldung:

Seit mehr als 48 Stunden regnet es fast durchgehend in der Region. Auch am Mittwoch sagen die Experten des Deutschen Wetterdienstes von den Alpen bis zum Bayerwald noch schauerartigen Regen bei Temperaturen zwischen 14 und 19 Grad bevor.

Höchste Warnstufe (Stufe 4 von 4) hatte der DWD im Voralpenraum ausgerufen. Er warnt somit in den Landkreisen Rosenheim, dem südlichen Landkreis Traunstein und im Berchtesgadener Land vor "extrem ergiebigem Dauerregen" vor Niederschlagsmengen bis zu 120 Liter/Quadratmeter. Die Warnung ist aktuell gültig bis 6 Uhr am Mittwochmorgen. 

Warnstufe 3 (von 4) herrscht laut Deutschem Wetterdienst in den Landkreisen Mühldorf und Altötting. Hier muss bis 6 Uhr mit "ergiebigem Dauerregen" mit einer Niederschlagsmenge bis 70 Liter/Quadratmeter gerechnet werden. Besonders gefährlich war, dass auch der Schnee in den Bergen zu tauen begann. Dadurch floss noch mehr Wasser in Richtung Tal. Erst in der Nacht zu Donnerstag soll der Regen dann abklingen. 

Wegen Dauerregen: Innspitz überschwemmt

Wie das Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt am Dienstag gegen 14 Uhr mitteilte, hatten Mangfall, Inn, Prien und Kalten ihre Höchststände erreicht. Am Mittwoch sollen die Pegel dann weiter zurückgehen.

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