Tierschützer fordern: "Free Bambi"

Zangberg – Der Wirbel um die entlaufene Kuh in Zangberg treibt immer skurrilere Blüten. Seit Samstag existiert im sozialen Netzwerk Facebook eine Seite, die Freiheit für Kuh Bambi fordert.

Facebook:

„Free Bambi“ nennt sich die Gruppe, die der Mühldorfer Matthias Lang – im Internet unter seinem Nicknamen „Wuidara Hias“ gelistet – gegründet hat.

Die Kuh, die ein Reh sein wollte

Nach den Zeitungsartikeln habe er mit Freunden zusammengesessen und diskutiert. Alle seien zu dem Schluss gekommen, dass man einen Abschuss verhindern sollte. „Ich bin der Meinung, dass man die Kuh einfach in Ruhe lassen sollte, lasst‘s die Kuh einfach glücklich sein.“ Irgendwann, so Lang, werde die Kuh schon wieder zurückkommen. Der Inhaber einer Werbeagentur beruft sich dabei auf einen Fall, der sich in Aschau ereignet hatte. Eine abhanden gekommene Kuh sei im Winter von alleine wieder an ihren Hof zurückgekehrt, nachdem das Futter knapp geworden ist.

Matthias Lang betont, dass die Initiatoren der Facebook-Seite nichts mit den Aktivisten vor Ort zu tun haben. Das Gebiet nachts auszuleuchten, um die verirrte Kuh einzufangen, hält er für Humbug. Das Tier abzuschießen, weil es den Verkehr auf der nahe liegenden Kreisstraße gefährden könnte, hält er ebenso für falsch: „Dann müsste man auch sofort jedes Reh, jeden Dachs und jeden Fuchs erschießen.“

Bis gestern waren es neun Mitglieder, die auf Facebook ebenso für das Leben von Kuh Bambi einstehen. Lang denkt sogar daran, 1000 Aufkleber drucken zu lassen. „Free Bambi“ – die Kuh soll auch weiterhin ihr Leben in Freiheit genießen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch auch im Mühldorfer Anzeiger.

je

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