Fast acht Monate nach den tödlichen Schüssen:

Todesschüsse: Die Ermittlungen laufen noch

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Fast acht Monate ist die missglückte Polizei-Aktion her - Familie und Freunde pochen endlich auf Gerechtigkeit ( von links nach rechts: Lilia B., Edik H., Alex B., Karolina S.)
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Burghausen - Fast acht Monate ist es her, dass Andre B. einen Polizei-Einsatz mit seinem Leben bezahlte. Die Hinterbliebenen wollen Gewissheit - die Ermittlungen laufen noch:

Am 25. Juli 2014, einem sonnigen Freitagabend, missglückte die Festnahme des 33-jährigen Andre B. In der Herderstraße in Burghausen traf ihn eine Kugel in den Hinterkopf - abgefeuert aus der Waffe eines Zivilfahnders. Dieser wurde einige Tage nach der tödlichen "Festnahme" suspendiert.

Die Polizei-Aktion warf viele Fragen auf - wie konnte es passieren, dass kaum Zeit zwischen dem Warn- und dem Todesschuss verging? Wieso hielt der Schütze seine Waffe bereits seit dem ersten Blickkontakt mit Andre in der Hand? Wieso hatte der zweite Fahnder Angst, selbst getroffen worden zu sein? All jene Fragen stellen sich die Hinterbliebenen des 33-Jährigen.

Karolina und Andre waren seit dem Neujahrstag 2013 ein Paar.

Auf eine Antwort müssen sie wohl noch eine Zeitlang warten. Die Staatsanwaltschaft Traunstein erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion, dass die Ermittlungen noch laufen. Es scheint noch nicht absehbar zu sein, ob und wann Anklage gegen den Todesschützen von Andre B. erhoben wird.

Karolina S., die bis zuletzt Andres Freundin war, stellt noch eine weitere Frage - die der Gerechtigkeit. "Ich kann nicht verstehen, wieso es solange dauert. In meinen Augen ist das nicht gerecht."

Aus unserem Archiv:

Augenzeuge beschreibt die missglückte Festnahme:

Augenzeuge beschreibt die Todesschüsse

Bilder vom Tatort: 

Schießerei in Herderstraße

Festnahme missglückt: Mann erschossen!

Quelle: innsalzach24.de

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