"Ich habe ihn immer `Prinz´ genannt"

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Robert M. wurde nur 24 Jahre alt.

Burghausen - Robert M. wurde nur 24 Jahre alt. Sein Leben fand am Samstagmorgen ein tragisches Ende: Nur einen Kilometer vor seiner Haustür wurde er von einem Auto überrollt - er war sofort tot.

"Mein Prinz" - so wurde Robert immer von seiner Mutter Renate genannt. "Er war mein Bester", schluchzt sie. Nie wieder wird sie ihren geliebten Jungen in die Augen sehen oder ihn in den Arm nehmen können. Von seinem jungen Leben kann sie jetzt nur noch erzählen.

Schon als Robert neun Jahre alt war, musste seine Mutter um ihn bangen, denn er ist in diesem Alter von einem Auto angefahren worden. "Es fuhr ihm damals über den Fuss. Wir waren froh, dass nicht mehr passiert ist ", sagt Renate. "Mein Sohn musste immer schon kämpfen, er hatte es nie leicht. 1.800 Gramm wog er bei seiner Geburt", erinnert sie sich und ringt um Worte.

Etwas das ihm hingegen leicht fiel, war seine Arbeit. Als Glaser ging er seiner Leidenschaft in einer Glaserei in Julbach nach. "Er hat seinen Beruf über alles geliebt", erzählt Renate. Darin sei er voll aufgegagen.

Privat war Theaterspielen ein großes Hobby von Robert. Oft stand der 24-Jährige als Mitglied einer Burghauser Theatergruppe auf der Bühne und überzeugte das Publikum mit seinem Talent. "Er hat alle möglichen Rollen gespielt, ganz verschiedene“, erinnert sich Renate. Auch sonst nutzte Robert seine Gabe, andere zu unterhalten "Er hat immer Clown gespielt. Spaß zu haben war ihm wichtig, er war ein aufgeweckter, immer freundlicher Mensch."

Auch wenn er gerne den Clown spielte, Robert übernahm auch Verantwortung. Stolz war Renate besonders auf ihren Sohn, als sie sah, wie gut er sein Leben selbstständig meisterte. "Er ist vor einem Jahr von zu Hause ausgezogen und wir hätten nie gedacht, dass er so gut alleine klarkommt. Aber er hat seinen Alltag auf die Reihe bekommen und das sehr, sehr gut."

Ihren Sohn vermisst die tottraurige Mutter schon jetzt mehr als man sich vorstellen kann.

Eine feste Freundin hatte der 24-Jährige nicht, dafür aber jede Menge Freunde. Den Freitagabend verbrachten sie mit ihrem Kumpel noch auf einer Party in Mehring, dann machte sich Robert alleine auf den Weg nach Hause - ein Zuhause, das er nie mehr erreichte.

Anette Mrugala

Alles über den tragischen Unfall lesen Sie hier

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