Tödlicher Unfall in Augsburg

Mann treibt kopfunter im Kanu durch Eiskanal - 68-Jähriger tot

Augsburg - Tragischer Unfall im Augsburger Eiskanal: Badegäste konnten einen 68-Jährigen, der in seinem umgedrehten Kanu mit dem Kopf nach unten im Wasser trieb, zwar noch aus dem Wasser holen. Er verstarb jedoch kurze Zeit später im Krankenhaus.

Ein Kanufahrer (68) ist nach einem Unfall im Augsburger Eiskanal ums Leben gekommen. Der Mann sei im umgekippten Kanu mit dem Kopf nach unten im Wasser getrieben, teilte die Polizei Augsburg-Süd mit. Badegäste holten den Bewusstlosen am Freitagmittag aus dem Wasser. 

Sie konnten ihn aus dem Wasser holen und leisteten Erste Hilfe. Trotz sofort eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen verstarb der 68-Jährige wenig später im Krankenhaus.

Die Olympiastrecke in Augsburg ist wegen einer angrenzenden Baustelle im Olympiapark noch bis 2022 gesperrt, Ausnahmegenehmigungen für Sportler sind aber möglich.

Die Polizei geht aktuell von einem tödlichen Unfall aus und sucht nun Zeugen. Noch ist die Frage offen, wie der Unfall auf der künstlichen Wildwasserstrecke passiert ist. Gesucht werden Zeugen, die sich zwischen 11.30 Uhr und 12.45 Uhr im Bereich des Eiskanals aufgehalten und den älteren, sehr fitten Mann mit blauer Schwimmweste, einem auffälligen rot-gelben Helm und einem Kanu der Marke PRIJON, das auf der Oberseite leuchtend gelb und auf der Unterseite schwarz ist, gesehen haben. Außerdem wird noch nach den persönlichen Gegenständen des Mannes - einer kurzen grauen Hose, einem T-Shirt und einem Handtuch - gesucht.

Im „Eiskanal“ werden eigentlich regelmäßig hochkarätige Sportwettkämpfe wie Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen. 1972 waren hier die Olympiawettkämpfe im Kanuslalom ausgetragen worden. Heute können aber auch Hobbysportler den Parcours nutzen.

mh/Polizei Augsburg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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