Im November auf der B301 in Zolling

"Was kann ich dafür, wenn dahinten eine verreckt?" - BMW-Fahrerin nach tödlichem Unfall verurteilt

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Landkreis Freising - Im November 2018 ereignete sich auf der B301 ein tragischer Verkehrsunfall, bei dem eine Mutter verstarb. Eine rücksichtslose 19-jährige Fahranfängerin, die den Unfall zu verantworten hat, stand deshalb am Mittwoch vor Gericht. Das Urteil ist eindeutig. 

Am 28. November des vergangenen Jahres kam es auf der B301 in der Gemeinde Zolling zu einem dramatischen Verkehrsunfall. Eine 19-jährige BMW-Fahrerin setzte damals trotz unklarer Sichtverhältnisse im Kurvenbereich der B301 auf Höhe Haidhof in Fahrtrichtung Freising zu einem Überholmanöver an. 

Laut Anklage wollte die Fahranfängerin eine Kolonne mit mindestens acht Fahrzeugen überholen. Dies missglückte. Das Mädchen rammte mit ihrem über 300 PS starken Boliden einen VW Caddy und prallte frontal mit einem Lkw zusammen, dessen Zugmaschine in der Folge mit dem Gegenverkehr kollidierte. 

Mutter und Ehefrau stirbt - zwei Männer verletzt

Es kam zu einem verhängnisvollen Unfall, bei dem eine Ehefrau und Mutter ihr Leben verlor und zwei Männer verletzt wurden. Die dramatischen Details und den Unfallhergang können Sie hier nachlesen

Am Mittwoch hat die junge Frau aus dem Landkreis nun die Quittung erhalten. Das Amtsgericht Freising verurteilte sie in einer Schöffensitzung zu zwei Jahren Jugendstrafe ohne Bewährung, berichtet sueddeutsche.de. Die Verteidigung hat noch die Möglichkeit in Berufung zu gehen.  

Polizist von Reaktion schockiert

Während sich die junge Dame im Gerichtsaal wohl unscheinbar und schüchtern zeigte, soll sie auf der Straße laut Zeugenaussagen und Urteil des Richters "rücksichtslos" und "dreist" gehandelt haben. Laut verkehrsanalytischem Gutachten war die Angeklagte bei erlaubtem Tempo 100 mit 133 bis 165 Stundenkilometern unterwegs und hätte bei rechtzeitigem Einscheren den Unfall vermeiden können. Des Öfteren sei die junge Dame durch waghalsige Überholmanöver aufgefallen, versichern Zeugen. 

Wie die Sueddeutsche Zeitung berichtet, zeigte sich ein Polizist, welcher kurz nach dem Unfall ein Telefonat der Verurteilten mit ihrer Mutter wahrnehmen konnte, im Zeugenstand äußerst schockiert. Sie habe gesagt: "Was kann ich dafür, wenn dahinten eine verreckt?" Die 19-Jährige habe sich abgewandt, die Augen verdreht und gefragt: "Was soll der Scheiß?"

Rubriklistenbild: © dpa / Uwe Anspach

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Kommentare

RosenkavalierAntwort
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Warum sollte man damit ein Problem haben? Schließlich galt Alfred Grotjahn (SPD) als Begründer der Sozialhygiene in Deutschland und verband diese mit der Eugenik zu einer „sozialistischen Eugenik“.

LuxuskindAntwort
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Aber aber, deine Spezl piti und volunteer haben schon des Öfteren betont, dass hier nur T r oll e gelöscht werden, die gegen die Netiquette verstoßen...
FYI, ich hab dich nicht gelöscht.

LuxuskindAntwort
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Es gibt gewisse Wörter, die durch die Nazis geprägt bzw. oft sogar von Ihnen erfunden wurden. Bestimmte Parteien und gewisse Rechte Personenkreise bedienen sich gerne und absichtlich dieses Wortschatzes, was natürlich Rückschlüsse auf die Gesinnung ermöglicht. Insofern habe ich ein Problem damit, wenn einer daher kommt, eine angeblich demokratische Partei unterstützt und dann einen Nazi-Wortschatz auspackt.

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