Das passiert nicht nur in Töging

Diebstahl auf dem Friedhof: Den Motiven auf der Spur

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Allerheiligen
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Töging am Inn - Diebstahl auf dem Friedhof: innsalzach24.de auf der Spur der möglichen Motive derer, die von anderen Gräbern Blumen, Gestecke und ganze Metallschalen klauen.

Ein Thema, das in Töging schon lange eines ist“, schreibt eine Leserin von innsalzach24.de zu den Langfingern, die auf dem städtischen Friedhof ihr Unwesen treiben sollen. Auf seiner jüngsten Sitzung hat sich sogar der Stadtrat damit beschäftigt. Dort herrschte Entrüstung, insbesondere weil am Donnerstag Allerheiligen ist. Das bedeutet, dass die Gräber gerade jetzt besonders schön dekoriert sind. Das wiederum bedeutet, dass die Langfinger gerade jetzt materiellen und vor allem emotionalen Schaden zufügen, entwenden sie Gestecke, Kugeln, Lichter.

Gezielte Aktionen der Friedhofsräuber?

Offenbar ist der im Stadtrat besprochene Beitrag von –rätin Renate Kreitmeyer kein Einzelfall. Seit Jahren soll es solche Vorkommnisse geben, so die Leserin. Gar gezielt soll geklaut werden. Ihr sei eine Frau bekannt, die eine andere Tögingerin dabei erwischt hat, wie sie regelmäßig frische Blumen von deren Familiengräbern entfernt hat. Dass es teilweise gezielte Aktionen sind macht eine Beschreibung der Leserin ganz besonders deutlich. Nur wenige Stunden nach einer Beisetzung im Familienkreis sei das Sterbebild vom Grabkreuz entfernt worden.

Kupferhandel als Motiv?

Die Leserin berichtet weiter von einer gestohlenen, schweren Metallschale, die ihrer Beschreibung nach nur von mehreren Personen habe entfernt werden können. Auf dem Grab habe es deutliche Spuren von Männerschuhen gegeben. Die Polizei habe ihr geraten, auf anderen Friedhöfen nach der Schale zu sehen. Ein anderer Verdacht: Die Täter könnten das Material der Schale für Kupfer gehalten haben und wollten sie verkaufen.

Armut als Motiv?

Ein Friedhofswärter aus der Region berichtet davon, dass auch die Armut ein Beweggrund sein könnte, warum Menschen anderen Menschen insbesondere emotionalen Schaden zufügen, indem sie Blumensträuße von Gräbern klauen. Ob nun gezielt oder mit dem Kupferhandel als Motiv oder aus eigener Armut: Mittel und Wege, gezielt gegen Diebstahl auf dem Friedhof vorzugehen sehe er keine. Klar: Wie soll man das auch kontrollieren, ob da jemand zum Grab gehört oder nicht. Es wäre genauso pietätlos und frevelhaft, etwa nach einem Ausweis zu fragen, wie es das ist, wenn jemand etwas von anderen Gräbern klaut.

Quelle: innsalzach24.de

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