Schwerer Unfall an Bahnübergang in Töging

Video: Auto wird bei Kollision mit Zug völlig demoliert!

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Töging am Inn - Ein schwerer Unfall hat sich am Sonntagabend in Töging ereignet. Ein Auto übersah an einem unbeschrankten Bahnübergang einen Zug und rammte diesen. Es gab zwei Schwerverletzte und immensen Schaden. Die Strecke war bis Montagmorgen total gesperrt:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bahnunfall am Sonntag gegen 20.15 Uhr auf Strecke München - Simbach
  • Auto rammt an Bahnübergang in Töging Regionalzug
  • Lok entgleist und blockiert Bahnstrecke
  • Zwei Schwerverletzte (17/18)
  • Aufwändige Bergung dauert wohl bis Montag, 10 Uhr

UPDATE, 10.10 Uhr - Video

UPDATE, 8.15 Uhr - Strecke Töging - Simbach wieder frei

Wie eine Sprecherin der Südostbayernbahn soeben gegenüber innsalzach24.de bestätigte, ist die Sperrung der Strecke Töging - Simbach soeben aufgehoben worden. Es kann jedoch noch zu Verspätungen kommen, da im Unfallbereich aufgrund von Schäden am Oberbau langsamer gefahren werden muss, hieß es weiter.

UPDATE, 7 Uhr - Strecke weiterhin blockiert

Die Strecke zwischen München und Simbach ist nach dem schweren Unfall wegen der Bergungsarbeiten an der Lok weiterhin gesperrt. Die Bahn spricht auf ihrer Homepage sogar von einer "vorübergehenden Einstellung des Bahnverkehrs". Bis wann die Störung genau behoben ist, ist derzeit unklar.

Einen Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Fahrgäste müssen aber mit teils erheblichen Verspätungen rechnen.

UPDATE, Montag, 5.40 Uhr - Pressemeldung Polizei:

Am Sonntagabend gegen 20.15 Uhr fuhr ein mit drei jungen Männern aus Töging besetzter Mazda auf der Höchfeldener Straße vom Harter Weg kommend in Richtung Heinrichstraße. Beim Queren des unbeschrankten Bahnüberganges der Strecke München - Simbach übersah der 18-jährige Autofahrer einen in Richtung München fahrenden Regionalzug. Der Wagen stieß frontal gegen die rechte Seite der Lok, welche bei dem Zusammenstoß entgleiste

Der Autofahrer wurde mit schweren Verletzungen in das Kreisklinikum Altötting eingeliefert. Der 17-jährige Mitfahrer hinten links wurde ebenso schwer verletzt. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Universitätsklinikum Regensburg geflogen. Der 18-jährige Beifahrer und der 34-jährige Lokführer kamen mit einem Schock davon. Die 34 Fahrgäste im Zug wurden nicht verletzt. Sie setzten ihre Fahrt mit dem eingerichteten Schienenersatzverkehr fort. 

Zug entgleist nach Kollision mit Auto

Wegen der Bergung der stark beschädigten Lok wird die Strecke München - Simbach bis voraussichtlich Montag, 10 Uhr, gesperrt bleiben (Störungsmeldungen Deutsche Bahn). Der Schienenersatzverkehr besteht bis dahin fort. Der durch den Unfall an dem Triebwagen und an den Gleisanlagen entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 200.000 Euro. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von etwa 7000 Euro. 

Neben der Polizei waren etwa 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Töging, Erharting, Neuötting, Mühldorf und der Kreisbrandinspektion, etwa 15 Kräfte des Rettungsdienstes, eine Rettungshubschrauberbesatzung, der Notfallmanager der Bahn sowie ein Gutachter im Einsatz.

Pressemeldung Polizei Altöttting

Update, 22.30 Uhr - Rettungshubschrauber im Einsatz

Der Fahrer eines Mazda - ein 28-jähriger Töginger - hat am 21. Januar gegen 20.20 Uhr bei Töging einen unbeschrankten Bahnübergang der Strecke München-Simbach überquert. Dabei hat er offenbar die Signalanlage und den in Richtung München fahrenden Regionalzug übersehen.

Der Zugführer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und erfasste den Wagen frontal. In dem Auto haben sich drei Personen befunden. Zwei erlitten schwerste Verletzungen. Der 28-Jährige und ein 17-jähriger Töginger, der hinten links saß, wurden eingeklemmt und mussten aus dem Auto befreit werden. Der 18-jähriger Beifahrer hat leichte Verletzungen erlitten.

Nach bisherigen Erkenntnissen blieben die 34 Passagiere des Regionalzuges unverletzt. Der Lokführer erlitt einen Schock. Durch die Wucht des Aufpralls entgleiste der Zug.

Neben den Feuerwehren aus Töging, Neuötting, Erharting und Mühldorf waren auch einige Unterstützungskräfte der Kreisbrandinspektion im Einsatz. Auch ein Großaufgebot an Rettungskräften des BRK - darunter Rettungsdienste, Notärzte, Einsatzleiter Rettungsdienst, Helfer vor Ort und Kriseninterventionsteams - waren im Einsatz.

Ein Rettungshubschrauber war zum Patiententransport ebenfalls im Einsatz. Die Bahnstrecke Simbach-München ist derzeit noch bis in die Nacht gesperrt.

ksl/TimeBreak21/Pressemeldung der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

Update, 21.35 Uhr - drei Personen verletzt

Laut Aussagen vor Ort sind bei dem Unfall drei Personen verletzt worden - zwei schwer und eine leicht. Auch ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz gewesen, um die verletzten Personen ins Krankenhaus zu bringen.

Die Fahrgäste haben den Zug zu ihrer eigenen Sicherheit zunächst nicht verlassen dürfen. Nachdem die verletzten Personen aus dem Auto befreit worden sind, sollen die Fahrgäste auf Busse verteilt werden, mit denen die Weiterfahrt organisiert wird.

Wann die Bahnstrecke wieder freigegeben werden kann, ist derzeit unklar. Auch am Bahnhof inTöging haben einige Reisende auf Züge gewartet.

Aktuell informiert die Südostbayernbahn, dass ein Busnotverkehr zwischen Mühldorf und Töging eingerichtet ist. Ab Töging fahren wieder Züge nach Simbach.

ksl/TimeBreak21

Erstmeldung, 21 Uhr - Zug prallt mit Auto zusammen

Zu einem schweren Unfall ist es am Sonntagabend in Töging am Inn gekommen. Dabei ist ein Zug mit einem Auto kollidiert. Passiert ist das Ganze am Bahnübergang Höchfeldener Straße.

Laut ersten Berichten von vor Ort sollen zwei Personen im Fahrzeug eingeklemmt sein. Die 34 Fahrgäste im Zug sollen hingegen unverletzt geblieben sein.

Durch den Aufprall ist der Zug entgleist. Die Bahnstrecke ist aktuell zwischen Mühldorf und Töging gesperrt. Ein Notverkehr mit Bussen wird laut der Südostbayernbahn eingerichtet.

ksl/TimeBreak21

Quelle: innsalzach24.de

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