Totes Baby: War es ein Unglück?

Altötting - Eine Angestellte einer Familie aus dem Landkreis Altötting hat beim Aufräumen ein totes Neugeborenes in einem Schrank gefunden. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Vergangene Woche Mittwoch hat die Angestellte laut Polizei die Babyleiche gefunden und auch gleich zur Anzeige gebracht. Die Polizei hatte diesen Fall nicht publik gemacht. Bestätigen konnte die Polizei bislang nur, dass der Fund im Landkreis Altötting gemacht wurde. "Einen genauen Ort können wir schon zum Schutz der Familie nicht nennen," so Stefan Sonntag von Polizeipräsidium Oberbayern Süd gegenüber Innsalzach24.

Die Erstmeldung von Dienstagabend

Wie Medien berichten, handelt es sich bei der Mutter des toten Kindes um die 17-jährige Tochter der Familie, eine Auszubildende aus gutem Hause. Bislang sehe es nicht so aus, als sei das Baby durch Gewalteinwirkung gestorben. Es bestehe die Möglichkeit, dass es sich hierbei um eine Totgeburt gehandelt hat. Das solle jetzt eine eingehende Obduktion klären, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Der kleine Körper lag anscheinend schon länger in dem Schrank - der Verwesungsprozess hatte bereits eingesetzt.

Gegen die 17-jährige Kindsmutter wird zwar ermittelt, strafrechtlich relevante Sachverhalte hätten sich aber Medienberichten zufolge keine ergeben. "Es ist noch völlig unklar, ob es sich bei der Sache um einen Straftatbestand handelt oder nicht," so Sonntag. Laut Medienberichten sei sie höchstens der Meldepflicht nicht nachgekommen - eine Hausgeburt muss beim Standesamt gemeldet werden.

Es wird vermutet, dass die Auszubildende ihre Schwangerschaft verheimlicht und das Kind alleine zuhause auf die Welt gebracht hat.

"Wir müssen uns jetzt mit der Staatsanwaltschaft Traunstein kurzschließen, wie wir mit dem Fall umgehen," erklärt Sonntag. "Erst dann können wir näheres veröffentlichen."

df

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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