Ermittlungen gegen den Betreiber möglich

Sandbahn: Fahrfehler wohl Unfallursache

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Ein Bild von der Sandbahn-WM 2014
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Mühldorf - Ein tragischer Fahrfehler war wohl die Ursache für den tödlichen Unfall auf der Sandbahn. Ermittlungen gegen den Betreiber der Sandbahn sind dennoch möglich.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen zwar noch, nach den bisherigen Erkenntnissen deutet aber alles darauf hin, dass der tödliche Trainingsunfall am Samstag ein tragisches Unglück war. "Es schaut so aus, als ob es sich um einen tragischen Fahrfehler handelt", so Christian Langenmair, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gegenüber unserer Redaktion.

Am Samstag ist beim Training auf dem 1000 Meter-Rundkurs ein Beiwagengespann mit zwei Brüdern (49 und 54 Jahre alt) aus dem Landkreis Freising nach innen von der Strecke abgekommen und hat dabei den Pfosten der Startmaschine touchiert. Der 54-jährige Beiwagensozius erlitt tödliche Verletzungen. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Fahrzeuge hat die Polizei nach Auskunft des Polizeisprechers keine. Die Ermittlungen dauern aber noch an. "Man versucht, möglichst viele Zeuge zu erreichen, um das Ganze restlos aufzuklären", so Langenmair.

Ermittlungen gegen den Veranstalter möglich

Das Training am Samstag war offen für Hobbyfahrer, Einsteiger und Profis und bildete des Auftakt der Sandbahnsaison in Mühldorf. Das Gespann aus dem Landkreis Freising war nach Angaben von Josef Frohnwieser, Vorsitzender des Mühldorfer Motorsportclubs, offenbar zum ersten Mal in Mühldorf zu Gast. Frohnwieser kann nur mutmaßen, wie viel Rennerfahrung der 49-jährige Fahrer des Gespanns und sein tödlich verunglückter Bruder mitgebracht hatten. "Sie sind im Rennzirkus nicht bekannt und fallen wohl in die Kategorie Hobbyfahrer", so Frohnwieser gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger.

Möglicherweise kommen auf den Motorsportclub als Veranstalter des Trainings Ermittlungen zu. Der Pfosten der Startmaschine war nicht gesichert. Anders als bei Rennen, wo die Startmaschine nach Angaben Frohnwiesers mit Strohballen verkleidet ist - auch um das Personal am Start zu schützen. Die Frage ist nun, ob man den Pfosten auch im Training hätte verkleiden müssen. "Wenn eine Sicherung fehlt und man stellt fest, mit der Sicherung wäre eventuell weniger passiert, dann wird auch gegen den Betreiber ermittelt", erklärt Polizeisprecher Langenmair. Eine Entscheidung über Ermittlungen in Richtung des Sandbahnbetreibers wäre dann aber Sache der Staatsanwaltschaft.

Aus dem Archiv:

Die Sandbahn-WM 2014

Quelle: innsalzach24.de

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