TrAudi: "Es war ein Erlebnis!"

Teisendorf - 6600 Kilometer wollte das Team TrAudi aus Teisendorf und Amerang bei der Allgäu-Orient-Rallye von Oberstaufen bis Amman zurücklegen, doch es kam anders...

"4506 Kilometer sind wir gefahren", lacht Franz Traunsteiner, der die Idee hatte, an der Rallye teilzunehmen. "Dann sind wir über 85 Stunden auf einer Fähre gewesen."

Ursprünglich hätte die Allgäu-Orient-Rallye durch Syrien führen sollen. Das hatte der Veranstalter vor dem Start bereits gecancelt. Die politische Situation vor Ort ließ eine Durchfahrt nicht zu. Also sollten die Teilnehmer von der Türkei mit der Fähre nach Israel gebracht werden. Dort erhielten sie jedoch keine Einreisegenehmigung, also sollten sie nach Ägypten gebracht und von dort nach Jordanien fahren. Doch auch in Ägypten durften die Abenteurer nicht einreisen, also drehte die Fähre wieder um.

Das Abenteuer:

TrAudi bei der Allgäu-Orient-Rallye

"Die erste Woche hatten wir unser Rallye-Feeling", strahlt Franz. "Wir sind viele Kilometer gefahren, haben unsere Zusatzaufgaben erfüllt und sind überall freundlich empfangen worden." In der zweiten Woche wurde es allerdings langatmig, da die sechs TrAudi-Abenteurer mit ihren Mitstreitern auf einer Fähre festsaßen, die keine Schlafmöglichkeiten und nur ein paar Toiletten hatten.

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Team TrAudi kommt zurück

Trotzdem blicken Franz, Alex, Michi, Luggi, Hermann und Herbert mit Begeisterung auf ihr zweiwöchiges Abenteuer zurück: "Wir haben unser Roadbook errudert. Wir haben uns zu sechst in eine Telefonzelle gequetscht und fotografieren lassen. Und wir haben das Fanlied von Fenerbahce Istanbul auswendig gelernt", faßt Franz ein paar der Aufgaben zusammen.

Der Abschied:

Team TrAudi - der Abschied

Überall wurde das Team von den Einheimischen unterstützt. In Istanbul lernten sie ihnen nicht nur den Text des Fanlieds, sondern druckten ihn auf ein T-Shirt, so dass der schlechtesten Sänger (Alex) dirigieren und der Rest den Text ablesen konnte. Im Gegenzug machte das Team einen anderen Türken glücklich, dem sie ein Bier schenken sollten. "Er war so begeistert, das hat uns unglaublich Freude gemacht", erinnert sich Franz. "Überhaupt war es unglaublich, diesen bescheidenen Menschen unsere Mitbringsel zu schenken und ihre glücklichen Gesichter zu sehen."

Eine Stunde lang haben sich die sechs beispielsweise mit Einheimischen in einem türkischen Bergdorf unterhalten, obwohl diese kein Deutsch konnten und die Abenteurer kein Türkisch. Trotzdem zeigte ihnen ein Mann einen besonderen Ort mit Ruinen und einem tollen Ausblick. Dafür wurde er der Held der Tour.

Das Team:

TrAudi - Team 45

Die 4506 Kilometer überstand das Team mit nur zwei Pannen. Einmal platzte ein Reifen und einmal verloren sie eine Stoßstange, die sie aber wieder anbringen konnten. Was jetzt allerdings mit den Autos passiert, liegt ganz in der Hand der Veranstalter.

"Ursprünglich sollten die Autos ja in Jordanien zerlegt und für die Welthungerhilfe versteigert werden", erinnert Franz. "Da wir in der Türkei abgebrochen haben, sind sie im Moment in der Hand des türkischen Zolls." Franz hofft, dass das Organisationsteam die Autos auslösen und dann für den guten Zweck versteigern kann. "Die Nähmaschinen und andere Hilfsgüter, die ursprünglich nach Syrien gebracht werden sollten, sind jetzt verschiedenen Einrichtungen in der Türkei zu Gute gekommen."

Also hatte das Team TrAudi letztlich doch das erlebt, was sie sich erhofft hatten: ein Abenteuer für einen guten Zweck.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © TrAudi

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