Per Richterlichem Beschluss 

Mann (20) in Traunreut niedergestochen: Tatverdächtiger in Spezialklinik

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Traunreut - Große Aufregung herrschte am späten Freitagabend, 22. Mai, sowie in der Nacht auf Samstag im Stadtgebiet von Traunreut. Dort kam es zu einem Großeinsatz der Polizei, nachdem ein Unbekannter einen 20-Jährigen niedergestochen hatte.

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Unbekannter sticht 20-Jährigen mit spitzem Gegenstand nieder
  • Polizei mit Großeinsatz an Traunpassage
  • Täter entkommt unerkannt - Wohnung im Stadtgebiet durchsucht

Update, 24. Mai, 15.50 Uhr - Tatverdächtiger in Spezialklinik

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gab in einer Pressemeldung bekannt, dass der Tatverdächtige, der am Samstagabend festgenommen wurde, am Sonntag dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt wurde. Vorher wurde er von einem Facharzt begutachtet. Der Richter erließ einen Unterbringungsbeschluss gegen den 23-Jährigen, wonach der Mann in die geschlossene Abteilung einer Fachklinik eingeliefert wurde. 


Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an.

jv/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 19.30 Uhr - Tatverdächtiger festgenommen

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bekannt gibt, konnte in dem Fall der schweren Körperverletzung am Samstagabend ein Tatverdächtiger festgenommen werden. In Traunreut hatte ein Mann seinen 20-jährigen Kontrahenten mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt und war seitdem flüchtig.

Im Zuge der Fahndungsmaßnahmen konnte am Samstagnachmittag, 23. Mai, der Tatverdächtige in einem Wohnanwesen in Traunreut aufgefunden und schließlich gegen 17.40 Uhr von Beamten der Polizeistation Traunreut, der Polizeiinspektion Trostberg und der Operativen Ergänzungsdienste (OED) Traunstein widerstandslos festgenommen werden.

Gegen den 23-Jährigen, der die deutsche und die kasachische Staatsbürgerschaft hat, hatte die Staatsanwaltschaft Traunstein im Laufe des Tages einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erwirkt. Der Tatverdächtige soll morgen dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt werden.

jv/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 12.35 Uhr - Pressemitteilung der Polizei

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Am späten Freitagabend, 22. Mai, kam es in Traunreut auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf ein junger Mann schwer verletzt wurde. Der Täter flüchtete nach der Tat. Nach ihm wird derzeit gefahndet. 

Gegen 22.30 Uhr trafen der Täter und das spätere Opfer in der Werner-von-Siemens-Straße aufeinander. Nachdem es wohl zunächst zu einer verbalen Streitigkeit gekommen war, griff der Täter das Opfer, einen 20-Jährigen, mit einem spitzen Gegenstand an und verletzte es schwer. Als Zeugen hinzukamen, verließ der Täter den Tatort. Das Opfer wurde umgehend in eine Klinik eingeliefert. Der 20-Jährige erlitt schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen

Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei nach dem Täter verlief bislang ohne Ergebnis. Noch in der Nacht war die Wohnung eines Tatverdächtigen in Traunreut durchsucht worden, dabei waren auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei zum Einsatz gekommen. Der Tatverdächtige konnte dabei jedoch nicht angetroffen werden. Nach dem Mann wird seitdem gefahndet. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein führt das zuständige Fachkommissariat K1 der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 11.45 Uhr - Angriff mit spitzem Gegenstand

Soeben hat die Polizei erste Details zu dem Vorfall bekannt gegeben. Demnach war es am späten Freitagabend gegen 22.30 Uhr auf offener Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen gekommen. Nach einem verbalen Streit hat dann der bislang unbekannte Täter einen 20-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand angegriffen und dabei schwer verletzt.

Anschließend flüchtete der Täter unerkannt. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief bis dato ergebnislos. In der Nacht wurde außerdem eine Wohnung eines Tatverdächtigen im Stadtgebiet durchsucht. Dabei waren auch Spezialeinsatzkräfte beteiligt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben mitteilte. 

Update, 11.35 Uhr - Polizei auch in Johann-Sebastian-Bach-Straße im Einsatz

Im weiteren Verlauf der Nacht auf Samstag scheint es dann auch einen Polizeieinsatz in der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Traunreut gegeben zu haben, wie mehrere User übereinstimmend gegenüber chiemgau24.de berichteten. Dort sollen unter anderem Kellerräume eines Hauses durchsucht worden sein. Begonnen hätte der Einsatz um kurz vor 4 Uhr am Morgen, hieß es. Ob dabei ein Zusammenhang zu dem Vorfall auf dem Parkplatz an der Traunpassage besteht, ist bislang unklar.

Update, 8.45 Uhr - Polizei hält sich weiter bedeckt

Zu den Hintergründen des Einsatzes gibt es auch am Samstagmorgen noch keine Informationen. Bei der Polizei hält man sich diesbezüglich weiter bedeckt. Die örtlich zuständige Polizeiinspektion verwies auf Nachfrage von chiemgau24.de an das Polizeipräsidium Oberbayern Süd.

Ein Sprecher der Einsatzzentrale in Rosenheim erklärte, dass man derzeit noch keine weiteren Informationen bekannt geben könne und "das weitere Vorgehen mit der Staatsanwaltschaft abgestimmt" werden müsse. Die Polizei will zu dem Fall im Nachgang eine Pressemitteilung veröffentlichen.

Die Erstmeldung:

Die Freiwillige Feuerwehr aus Traunreut war nach ersten Erkenntnissen gegen 23.15 Uhr zu einer Ausleuchtung zum Parkplatz der Traunpassage von der Polizei angefordert worden. Vor Ort waren bereits mehrere Streifenfahrzeuge sowie auch Beamte der Kriminalpolizei.

Die genauen Hintergründe des Einsatzes sind bislang unbekannt. Vermutet wird ein mögliches Gewaltverbrechen, da die Polizeibeamten nach Informationen von vor Ort intensiv mit Spuren- und Beweismittelsicherung beschäftigt waren. Unbestätigten Angaben zufolge soll eine Person bei einer Messerattacke schwer verletzt worden sein. Über die Identität des Opfers gibt es ebenfalls noch keine Angaben.

Polizei-Großeinsatz an Traunpassage in Traunreut

 © FDL/BeMi
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Die Polizei wollte aus "ermittlungstaktischen Gründen" bislang keine Angaben zu den Vorfällen machen. Die Traunreuter Floriansjünger waren mit insgesamt 15 Einsatzkräften vor Ort.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

mw/FDL, BeMi

Quelle: chiemgau24.de

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