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Video: Der Warnstreik bei Coca-Cola

Traunreut – Schlecht sieht es offenbar am Montag für Super- und Getränkemärkte in Südostoberbayern aus wenn es um ihre Cola-Vorräte geht. *mit Coca Cola-Stellungnahme*

UPDATE 13:45 Uhr: Stellungnahme von Coca Cola

Am frühen Montagnachmittag erreichte uns folgendes Statement zum Warnstreik und den Tarifverhandlungen:

"In der zweiten Verhandlungsrunde Anfang Dezember haben wir der Arbeitnehmerseite ein sehr gutes Angebot für einen neuen Tarifvertrag gemacht. Hauptbestandteile sind eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent für 2013 und eine weitere Erhöhung um 2 Prozent für das Jahr 2014. Weitere Punkte unseres Angebots sind eine zusätzliche Sonderzahlung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens, eine garantierte Übernahme von Auszubildenden für zwölf Monate, eine Erhöhung des Arbeitgeberbeitrages in die betriebliche Altersvorsorge sowie die Möglichkeit der Altersteilzeit in Fortschreibung der bisherigen Regelung. Bereits zugesagt haben wir darüber hinaus die Erhöhung der monatlichen Ausbildungsvergütung ab 2013 um 100 Euro. Zusätzlich haben wir unsere Bereitschaft erklärt, über eine weitere Beschäftigungssicherung zu verhandeln.

Als Voraussetzung für den Abschluss eines neuen Tarifvertrags haben wir eine flexiblere Arbeitszeitregelung benannt. Das Getränkegeschäft ist durch stark schwankende Absatzmengen je nach Saison, Wetter oder Aktionen des Handels geprägt. Damit ist eine hohe Flexibilität vor allem in Produktion und Vertrieb von zentraler Bedeutung, um schnell auf Marktanforderungen reagieren und so die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auch zukünftig erhalten zu können. Die Arbeitszeitflexibilisierung erlaubt, das Geschäft trotz zu erwartender Schwankungen im Absatz nahezu vollständig mit eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu erbringen.

Die Fortsetzung der Tarifverhandlungen ist für den 30. Januar 2013 vereinbart."

Erfolglose Tarifverhandlungen

Die Tarifverhandlung bei der Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG spitzt sich zu. Zwei Treffen zwischen der Gewerkschaft "Nahrung-Genuss-Gaststätten" (NGG) und dem US-Konzern zeigten sich bislang wenig erfolgreich – für die Gewerkschaft. So sollen über eine Woche verteilt alle Beschäftigten von Coca-Cola einen Tag lang ihre Arbeit niederlegen. Am Standort Traunreut sind davon am Montag, 21. Januar, rund 50 Mitarbeiter betroffen.

NGG: Sechs Prozent mehr Lohn

Diese und bundesweit 10.000 Mitarbeiter von Coca-Cola sollen sechs Prozent mehr Lohn erhalten, wenn es nach der Gewerkschaft geht. Die letzten Jahre habe es mehrere Nullrunden und Angleichungen im Umfang der Inflationsraten gegeben. Dadurch habe sich das Unternehmen im Branchenvergleich jährlich einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag gespart. Aktuell bot Coca-Cola eine Erhöhung von 2 Prozent im Jahr 2013 und noch einmal eine Erhöhung um 2,5 Prozent in 2014 an.

Streiks könnten ausgeweitet werden:

Zu wenig für die Gewerkschaft: "Sollte sich in der dritten Verhandlungsrunde am 30. Januar das Angebot des Getränke-Konzerns nicht erheblich verbessern, werden wir die Streiks ausweiten", erklärt Johannes Specht von der NGG gegenüber rosenheim24. Auch der Verhandlungsführer bei der NGG, Claus-Harald Güster, warnte mit deutlichen Worten vor einem Scheitern der Verhandlungen: „Die Arbeitgeberseite muss sich endlich deutlich bewegen, sonst steht ihnen ein sehr heißes Frühjahr bevor. Wir erhöhen jetzt stückweise den Druck und führen Warnstreiks an fast allen Standorten durch. Das ist nur ein Vorgeschmack."

Warnstreiks bei Coca-Cola

Coca-Cola fordert flexiblere Arbeitszeiten:

Bewegen soll sich der Konzern auch in seiner Haltung zu den Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter. "Coca-Cola will flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen. Damit sollen die Beschäftigten öfter samstags und sonntags eingesetzt werden können. Das wollen wir verhindern", erklärt Johannes Specht weiter. Die Gegenseite, Coca-Cola, droht hingegen mit einem Stellenabbau. 450 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren. Die Traunreuter Mannschaft sei davon aber nicht betroffen, so Specht: "In Traunreut wird keine Coca-Cola hergestellt, es ist ein reines Lager- und Ausfahr-Depot. Die möglichen Stellenstreichungen betreffen die Bereiche Finanzen und regionales Marketing."

Katrin Marie Röber/NGG

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © kmr

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