"Idealer Standort für die Landesgartenschau 2022"

Geschafft! Traunstein hat die Landesgartenschau

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Oberbürgermeister Christian Kegel mit Traunsteins Stadtplaner Elmar Schwäbisch (rechts) am Montag im Rathaus: "Die Landesgartenschau wird noch viele andere Projekte zusammenführen."
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Traunstein - Im zweiten Anlauf hat es die Stadt geschafft: 2022 wird die Landesgartenschau ausgerichtet. Christian Kegel spricht trotz Kosten in zweistelliger Millionenhöhe von einem "Quantensprung".

Das zweite, überarbeitete Konzept hat das Umweltministerium nun endgültig überzeugt: "Traunstein ist mit vielen Reizen der ideale Standort für die Landesgartenschau 2022", heißt es in der Nachricht vom Montag. Oberbürgermeister Christian Kegel sieht bereits mit diesem Tag eine Wende für die Große Kreisstadt: "Das Traunstein vor dem 30. März 2015 wird ein anderes sein, als nach dem heutigen Datum."

Die Pläne für das Stadtbild sind tiefgreifend (siehe Foto unten): Neugestaltung des Traunufers inklusive zusätzlichen Zugängen zum Fluss, Begrünung des Karl-Theodor-Platzes und Verlegung der Parkplätze unter die Erde, der vieldiskutierte Salinenpark in der Au, die Umgestaltung des westlichen Bahnhofsareals, ein Fitnesspark im Sparzer Graben oder die komplette Umgestaltung des Festplatzes.

"Ein Quantensprung nicht nur für Traunstein"

So soll Traunstein umgestaltet werden. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

"Für die Stadtentwicklung und den Tourismus wird das ein Quantensprung. Und nicht nur für Traunstein, sondern auch für die ganze Region, speziell die touristisch geprägten Gemeinden im südlichen Landkreis", so Kegel auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag im Rathaus. Er spricht gleichzeitig aber auch von "finanziellen Herausforderungen allererster Güte."

16,5 Millionen Euro an Investitionen und 9,5 Millionen Euro an Kosten für die Durchführung werden auf Traunstein zukommen: "Die Durchführungskosten werden sich mit der Veranstaltung selbst decken. Darüber hinaus stehen 3,6 Millionen Euro an Zuschüssen vom Umweltministerium im Raum und wir können mit weiterer Städtebauförderung rechnen", so der Oberbürgermeister. Außerdem sei dies kein Ausgabenposten, der innerhalb eines Jahres gestemmt werden müsse, sondern sich über einen langen Zeitraum erstrecke.

Weitere Verhandlungen über Grundstücksankäufe laufen noch

Einer der Kostenpunkte war unter anderem der Kauf der Salzmanninsel, über den lange Zeit verhandelt werden musste. Dort soll zur Landesgartenschau ein Wasserspielplatz entstehen - "ein Highlight", wie die Stadt es nennt. Inzwischen ist der Kauf unter Dach und Fach. Am Mittwoch werden die Vertrage unterzeichnet, über den Kaufpreis schweigt man sich dagegen aus. Doch es laufen noch weitere Verhandlungen der Stadt über privates Eigentum:

Was passiert mit dem Frühlingsfest?

Zum einen will man die Grünflächen zwischen der Schwimmbad-Fußgängerbrücke und der Wochinger Spitz kaufen bzw. pachten, zum anderen hat die Stadt Interesse an den Flächen des Autohauses Panzer neben dem Festplatz. Auch der Festplatz selbst wird umgekrempelt: Unter dem Motto "Wohnen im Grünen" sollen dort neue Wohnflächen entstehen und die Chiemgau-Halle soll ein neues Gesicht bekommen. Was dann mit dem alljährlichen Frühlingsfest passiert, ist noch offen: "Das werden wir noch prüfen", so Christian Kegel. Fest steht für den Oberbürgermeister aber jetzt schon: "Der Ruf der Stadt wird sich nochmal verbessern!"

xe

Quelle: chiemgau24.de

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