Rund 100 Teilnehmer bei Kundgebung

"Schweden ist unser Vorbild": Wieder Corona-Demo in Traunstein

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Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark in Traunstein. Rechts im Bild Organisator Franz Lindlacher. 

Traunstein - Immer noch Maskenpflicht, "Demokratieabbau und Panikmache" - Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen reißen nicht ab. Wir haben am Samstag, 11. Juli, bei der Kundgebung in Traunstein vorbeigeschaut. 

Der Lockdown wegen der Corona-Pandemie wird Schritt für Schritt zurückgenommen, doch trotzdem gibt es für Franz Lindlacher genügend Gründe, sich zusammenzutun: "Die Corona-Maßnahmen sind schließlich immer noch da und sie werden immer unlogischer und widersprüchlicher. Und auch der Demokratieabbau geht weiter", so Lindlacher im Gespräch mit chiemgau24.de. Rund 100 Teilnehmer folgten seinem Demonstrationsaufruf am Samstag, 11. Juli, in den Traunsteiner Stadtpark. 

Jedes Mal Schulen schließen und Wirtschaft runterfahren gehe nicht

Die Menschen zur Vorsicht und Selbstverantwortung ermahnen und zum Abstandhalten auffordern - das müsse das Wesentlichste sein, so Lindlacher im Gespräch mit unserem Reporter: "Schweden ist unser Vorbild." Hierzulande sei der politische Kanon dagegen von Panikmache und Horror-Vorstellungen geprägt. Es müsse darum gehen, den Tod von Menschen zu verhindern, eine einfache Infektion sei aber nicht das Problem. "Und falls die zweite Welle ausbleibt, wird irgendwann ein anderes Virus kommen. Darauf muss man vorbereitet sein, aber jedes Mal die Schulen schließen und die Wirtschaft runterfahren, das geht nicht."

Fotos von der Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Traunstein

Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark
Traunstein: Fotos von der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen im Stadtpark © xe

Im Fadenkreuz der Kritik der Demo-Organisatoren steht auch die Maskenpflicht in Bayern: "Ich will mir nicht länger einen Fetzen umbinden, der symbolisiert 'Hoit dei Mei'", so eine Rednerin. Die Einschränkung von Grundrechten müsse verhältnismäßig und Mittel zum Zweck sein, doch die Regierung erzähle jeden Tag etwas anderes und wisse inzwischen selbst den Zweck nicht mehr. "Die Grundrechte sollen so lange eingeschränkt bleiben, bis ein Impfstoff da ist", befürchtet sie. Überhaupt sei es fraglich, ob auch nur ein Mensch in einem Seniorenheim länger am Leben blieb, "wenn sie sich in ihrer Einsamkeit längst aufgegeben haben."

Polizei hielt sich im Hintergrund

Die Polizei war auf der Demonstration zwar präsent, hielt sich aber sehr im Hintergrund. Gründe einzugreifen gab es nicht. Die Zahl der angemeldeten 100 Kundgebungsteilnehmer wurde nicht wesentlich überschritten, aufs Einhalten der Abstände wurde augenscheinlich geachtet. Das Potential scheint in der derzeitigen Lage aber ausgeschöpft: Knapp 100 Teilnehmer vor vier Wochen, 150 vor zwei Wochen und nun wieder um die 100. Womöglich hielt aber auch das nasse Wetter am Samstagnachmittag in Traunstein den ein oder anderen ab. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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