Raubtierspuren im Wald

Wolfssichtung im Landkreis Traunstein? Das sagt das Landratsamt

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Traunstein - Im Januar wurden im Landkreis Traunstein Spuren eines Wolfes gefunden. Chiemgau24.de hat beim Landratsamt nachgefragt, ob es Grund zur Sorge gibt.

Im Landkreis Traunstein wurden Ende Januar Urinspuren eines mutmaßlichen Wolfes im Landkreis Traunstein entdeckt, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt am Freitag, den 8. März, mitteilte. Auch Laboruntersuchungen haben bestätigt, dass es sich um die Hinterlassenschaft eines Wolfes handle. 

Auf Nachfrage von Chiemgau24.de relativierte der Pressesprecher des Traunsteiner Landratsamt Michael Reithmeier die potentiell besorgniserregende Nachricht. Es sei ganz elementar, daran zu denken, dass die Spur bereits im Januar gefunden wurde. Von einer Sichtung könne man eigentlich noch gar nicht sprechen. Kontakte zu Menschen oder Tieren, Viehrisse oder Ähnliches seien im gesamten Landkreis nicht gemeldet worden. 

Es spräche also alles dafür, dass es sich bei dem Wolf um ein durchziehendes Tier handle, so Reithmeier. Das sei an sich nichts Außergewöhnliches. Wölfe können Strecken mit einem Tagesradius bis zu 60 Kilometern zurücklegen. Einen Landkreis wie Traunstein habe ein Wolf also rasch durchqueren können, auch wenn er groß ist. 

jv

Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt

Im südlichen Landkreis Traunstein wurde Ende Januar ein wolfsähnliches Tier gesichtet. Entlang der Fährte im Schnee wurde eine Urinmarkierung gefunden und eine Probe für die genetische Analyse genommen. Das Ergebnis der Analyse durch das nationale Referenzlabor liegt nun vor und bestätigt einen Wolf aus der zentraleuropäischen Population. Behörden, Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert.

Nach Bayern können jederzeit einzelne Wölfe zu- oder durchwandern, sowohl aus dem Nordosten Deutschlands als auch aus den Alpen. Jungtiere wandern bei Geschlechtsreife weite Strecken auf der Suche nach einem eigenen Territorium. Standorttreue Wölfe gibt es in Bayern im Veldensteiner Forst, im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.

Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Umwelt

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa (Symbolbilder)

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