Welt-Gedenktag für Straßenopfer

3.265 Menschen starben letztes Jahr durch einen Verkehrsunfall

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Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes wird häufig aufgrund von Verkehrsunfällen alarmiert. Viele dieser Unfälle wären durch ein besonnenes Fahrverhalten vermeidbar.

Traunstein - Zum Welt-Gedenktag für die Straßenverkehrsopfer am 17. November 2019 informiert das bayerische Rote Kreuz Traunstein über das jährliche Ausmaß von Verkehrsunfällen und die Vermeidung von Risiken.

Pressemeldung im Wortlaut:

Laut dem statistischen Bundesamt ereignete sich in Deutschland 2018 alle zwölf Sekunden ein Verkehrsunfall. 3.265 Menschen verloren dabei ihr Leben, 394.600 Personen wurden verletzt. Am heutigen Welt-Gedenktag für die Straßenverkehrsopfer verweist der Kreisverband Traunstein des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) darauf, dass viele Verkehrsunfälle durch eine besonnene Fahrweise vermeidbar sind und welch große Bedeutung aktuelle Kenntnisse in Erster Hilfe im Notfall haben. 

Sechs Prozent der Unfälle passieren auf der Autobahn, aber 70 Prozent innerorts 

Rund 70 Prozent der erfassten Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich im vergangenen Jahr im Ortsgebiet, 24 Prozent außerorts und lediglich 6 Prozent auf Autobahnen

Zu den häufigsten Unfallursachen für Verkehrsunfälle zählen Nichtbeachten der Vorfahrt, ungenügender Abstand, überhöhte Geschwindigkeit, falsches Verhalten gegenüber Fußgängern sowie Alkoholeinfluss und Ablenkung durch das Smartphone. „

28.000 Einsätze im Landkreis Traunstein

Diese Risikofaktoren lassen sich durch eine besonnene und angemessene Fahrweise relativ gut beherrschen. Unsere Rettungskräfte erleben jedoch leider täglich, was passiert, wenn sich Menschen nicht an die Regeln im Verkehr halten und damit sich und andere gefährden“, berichtet Hermann Schramm. Der Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Kreisverband und seine Kollegen leisten im Landkreis Traunstein pro Jahr rund 28.000 Einsätze. Ein erheblicher Teil wird durch Verkehrsunfälle erforderlich.

Mehr als die Hälfte der Unfalltoten sind gar keine Autoinsassen

Mehr als die Hälfte der Verkehrstoten sind nicht Autoinsassen, sondern Fußgänger, Fahrradfahrer und Fahrer von Motorrädern und Mofas. „Zum einen ist wichtig, dass auf vulnerablere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Fahrradfahrer besondere Rücksicht genommen wird, da Zusammenstöße mit Fahrzeugen für sie besonders schlimm ausgehen können. Zum anderen macht es aber auch einen großen Unterschied, wie der Fußgänger oder Radfahrer unterwegs ist. Gerade im Rettungsdienst sehen wir oft, wie wichtig das Tragen eines Fahrradhelms im Ernstfall ist. Und auch mit gut sichtbarer Kleidung und Reflektoren lässt sich das Risiko von Unfällen und schweren Verletzungen reduzieren“, erklärt Schramm.

Pflicht zur Erste-Hilfe-Leistung 

Jeder, der selbst am Straßenverkehr teilnimmt, kann auch Zeuge eines Unfalls werden und ist – zusätzlich zur moralischen Pflicht, verletzten Mitmenschen zu helfen – auch gesetzlich zur Leistung von Erster Hilfe verpflichtet, insofern er sich dadurch nicht selbst in Gefahr begibt. Auf emotionaler Ebene kommt hinzu, dass bei Verkehrsunfällen auch oftmals eigene Angehörige als Mitinsassen betroffen sind, denen man im Notfall natürlich unbedingt helfen möchte.

Darum sind aktuelle und solide Kenntnisse in Erster Hilfe ein Muss für jeden Verkehrsteilnehmer. „Ein Verkehrsunfall bedeutet immer eine Ausnahmesituation für die Betroffenen, aber auch für Augenzeugen. 

Die Lage ist oftmals unübersichtlich und mit erhöhtem Stress verbunden. Darum ist es wichtig, dass der Ersthelfer weiß, was im Ernstfall zu tun ist. Unser BRK-Kreisverband bildet jedes Jahr fast 7.000 Menschen in den Grundlagen der Ersten Hilfe aus. Es wird empfohlen, dieses Wissen alle zwei Jahre aufzufrischen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein“, betont BRK- Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer.

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

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