Polizeieinsatz an Traunsteiner Schule

Eingewickeltes Werkzeug war für Waffe gehalten worden

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Die Berufsschule an der Wasserburger Straße in Traunstein.
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Traunstein - Alarm am Mittwoch in einem Traunsteiner Schulkomplex: Die Polizei rückte an. Gerüchte um eine Waffe machten die Runde. Doch es gibt Entwarnung:

Update, 14 Uhr: Pressemeldung der Polizei

Am Mittwoch, um 10.42 Uhr, ging bei der Polizei in Traunstein die Mitteilung ein, dass am Schulzentrum in der Wasserburger Straße ein Mann gesehen wurde, der eine Kleinwaffe in der Hand hatte und bei den dortigen Parkplätzen an einem Motorroller stand, in den er die Kleinwaffe gelegt hatte.

Die Polizei rückte sofort mit starken Kräften aus und sperrte den Tatort weiträumig ab. Zunächst konnte aber vor Ort niemand angetroffen werden. Nach Absprache mit der Schulleitung und den Mitteilern wurden dann alle Schüler mit einem Motorroller zu ihren Fahrzeugen gebeten. 

"Waffe" war eingewickeltes Werkzeug

Der Verdächtige wurde von den Zeugen wiedererkannt, es stellte sich allerdings heraus, dass es sich bei der vermeintlichen Kleinwaffe um ein Werkzeug handelte, das in schwarze Folie eingewickelt war. Aus der Ferne war das Werkzeug von den Zeugen als Waffe wahrgenommen worden.

Nach etwa einer halben Stunde konnte Entwarnung gegeben und der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Während des Einsatzes mussten die Schüler in ihren Klassenzimmern bleiben.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass es völlig richtig ist, verdächtige Wahrnehmungen mitzuteilen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Erstmeldung, 12.30 Uhr

Am Mittwochvormittag kam es im Traunsteiner Schulkomplex, bestehend aus FOS, BOS und Realschule, zu einem größeren Polizeieinsatz. Das bestätigte Andreas Guske, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, gegenüber chiemgau24.de. Eine Schüler habe eine verdächtige Wahrnehmung gemeldet. Ein weiterer Schüler hätte einen Gegenstand in seinem Roller in der Schulgarage verstaut, der möglicherweise eine Waffe hätte sein können.

"Sicherheitshalber sind wir mit zehn Streifen aus mehreren Dienststellen angerückt. Auch die Schule hat gemäß den Notfallvorgaben gehandelt", erklärte Guske. So wären beispielsweise im Gebäude die Türen verschlossen worden.

Waffe entpuppt sich als Werkzeug

Im Anschluss seien die Roller- und Mopedfahrer befragt worden. Es habe bald Entwarnung gegeben: "Es handelte sich nicht um eine Waffe, sondern um Werkzeug." Daraufhin sei der Einsatz beendet und der Schulbetrieb wieder aufgenommen worden.

Der Polizei sei es wichtig herauszustellen, dass dem Melder nicht der schwarze Peter zugeschoben werde: "Der Melder hat absolut richtig gehandelt. Lieber eine Alarmierung zu viel, als eine zu wenig", so Guske. Auch das Verhalten von Schülern und Lehrer sei angemessen gewesen.

Der Vorfall erinnert an den Großeinsatz nach einem Amokalarm in einem Schulkomplex in Holzkirchen am 16. März. Hier wurde der Alarm allerdings wahrscheinlich durch einen technischen Defekt ausgelöst.

Quelle: chiemgau24.de

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