Mutmaßliche Doppel-Vergewaltigung: Zwei weitere Prozesstage 

Gutachter erneut gefordert: Schnaitseer etwa schuldunfähig? 

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Der Angeklagte (re.) auf der Anklagebank neben seinem Verteidiger Dr. Vincent Burgert.
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Schnaitsee/Traunstein - Der Prozess um den mutmaßlichen Vergewaltiger, der an einem Tag zwei Frauen vergewaltigt haben soll, geht nach Ostern mit zwei Verhandlungstagen weiter.

Zwei junge Frauen soll ein 34-Jähriger aus dem Gemeindegebiet Schnaitsee am selben Tag in seiner Wohnung vergewaltigt sowie mit Bissen und Schlägen verletzt haben. Die beiden hätte er vorab nicht gekannt und erst im Sommer 2017 über eine Dating-App kennengelernt. Im Juni 2017 habe er sich jeweils unabhängig voneinander mit den 20 und 21 Jahre alten Frauen verabredet. Noch am gleichen Tag soll der 34-Jährige den Frauen im Abstand weniger Stunden in seiner Wohnung im Schnaitseer Gemeindegebiet sexuelle Gewalt angetan haben.

Der Prozess war ursprünglich auf vier Tage anberaumt, die Verhandlungen sind aber immer wieder vertagt worden - vorwiegend aufgrund diverser Anträge der drei Verteidiger des Angeklagten

Psychiatrischer Gutachter erneut gefordert  

Der fünfte Verhandlungstag im Vergewaltigungsprozess gegen den 33-Jährigen aus der Gemeinde Schnaitsee dauerte am Dienstag, 27. März, nicht lange. Nach nur einer Stunde wurde der Prozess beendet. Ein psychiatrischer Sachverständiger, den der Vorsitzende Richter Erich Fuchs bereits angehört hat, soll auf Antrag der Verteidiger nochmals zu seinen Erkenntnissen über die Schuldfähigkeit des Angeklagten befragt werden. Wegen Urlaubs konnte er aber am Dienstagvormittag nicht anwesend sein. 

Die weiteren Termine mit der Anhörung des Gutachters finden am 16. April um 12 Uhr und am 24. April um 9 Uhr im Landgericht Traunstein statt. Ein mögliches Urteil ist für den 24. April angesetzt. Währenddessen macht der Angeklagte weiter von seinem Schweigerecht Gebrauch

Die Inhalte der vergangenen Verhandlungstage: 

Der Prozess um den mutmaßlichen Vergewaltiger wurde bereits am ersten Tag vorzeitig beendet. Der Landgerichtsarzt diagnostizierte bei dem 34-jährigen Angeklagten eine Verhandlungsunfähigkeit, ausgelöst durch Bauchschmerzen

Der zweite Tag startete am 25. Januar ein weiteres Mal mit Verzögerungen und wurde mit einem Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter Erich Fuchs beendet. Die Anwälte des Angeklagten begründeten ihren Antrag mit der Art und Weise, wie Fuchs das mutmaßliche Vergewaltigungs-Opfer befragt habe. 

Der vierte Verhandlungstag war wieder durchzogen von Anträgen auf die Unterbrechung des Prozesses. Im April geht der Prozess um den mutmaßlichen Doppel-Vergewaltiger nun weiter. 

mb/kd

Quelle: chiemgau24.de

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