45-Jähriger starb bei Tacherting

Fahrlässige Tötung: Garchingerin schuld an tödlichem Biker-Unfall

+
Die Überreste des Motorrads nach dem Unfall zwischen Tacherting und Peterskirchen am 17. Juni 2015. Als die Angeklagte nach Außerperl abbiegen wollte, krachte der Biker in ihr Auto.
  • schließen

Traunstein/Tacherting - Im Juni 2015 wurde ein 45-Jähriger aus dem Kreis Altötting aus dem Leben gerissen: Mit dem Motorrad prallte er gegen ein abbiegendes Auto - die Fahrerin ist schuldig der fahrlässigen Tötung.

Update 11.45 Uhr:

Eine Verhandlung gab es am Donnerstag am Traunsteiner Amtsgericht nicht. Den Einspruch gegen den verhängten Strafbefehl zog sie mit ihrer Rechtsanwältin kurzfristig zurück - heißt: keine Verhandlung, der Strafbefehl wird somit aber rechtskräftig. Der Zusammenstoß wäre vermeidbar gewesen, weil die Garchingerin den Motorradfahrer entweder übersehen oder seine Geschwindigkeit falsch eingeschätzt hat.

Nun ist die heute 64-Jährige schuldig der fahrlässigen Tötung. Welche Strafe sie bekommt wurde wegen der ausbleibenden Verhandlung nicht öffentlich. Vermutlich handelt es sich aber um eine Geldstrafe.

Unser Artikel vom Donnerstagmorgen

Hat sie ihn übersehen oder seine Geschwindigkeit falsch eingeschätzt? Es war der 17. Juni 2015 als ein 45-jähriger Motorradfahrer aus dem Landkreis Altötting auf der Kreisstraße TS20 zwischen Tacherting und Peterskirchen sein Leben lassen musste - er kam einer damals 61-Jährigen entgegen, die beim Abbiegen gerade seine Fahrbahn kreuzte. Die Garchingerin steht deshalb am heutigen Donnerstag ab 9 Uhr vor dem Amtsgericht Traunstein.

Den 45-Jährigen riss es beim Zusammenstoß vom Motorrad, danach prallte er noch gegen ein weiteres Auto. Rund 40 Meter vom Unfallort kam der Mann zum Liegen, das Bike landete in einem Feld. Der Motorradfahrer erlitt bei dem Unfall tödliche Verletzungen, die Körperhauptschlagader wurde ihm zerrissen

Motorradfahrer stirbt nach Kollision mit Pkw

Wegen fahrlässiger Tötung muss sich die 61-jährige Garchingerin nun vor Gericht verantworten. Auch wenn der Motorradfahrer zu schnell dran war - laut Staatsanwaltschaft zwischen 118 und 130 km/h - hätte die Frau ihn sehen müssen, so die Anklage.

xe

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser