Traurige Gewissheit nach vier Jahren

Bad Wiessee - Vor vier Jahren machte sich ein 80-jähriger Mann auf den Weg nach Geretsried. Nur kam er nie zu Hause an. Jetzt die traurige Gewissheit: Er ist tot.

Der 80-jährige hatte mit seinem Auto am 4. November 2005 die Rückreise von einem Familienbesuch in Traunstein zurück nach Geretsried angetreten. Dort kam er jedoch nie an. Daraufhin verständigte sein Sohn umgehend die Polizei.

Eine Absuche der möglichen Fahrstrecken und Parkplätze sowie alle weiteren Nachforschungen blieben ohne Erfolg. Zwei Wochen später wurde im umwegsamen Berggelände des Breitenberges bei Bad Wiessee, nahe einer Forststraße, das verlassene Auto des Seniors gefunden. Anscheinend hatter er sich, beim Versuch zu wenden, mit seinem Fahrzeug festgefahren. Daraufhin wurde wieder eine großangelegte Suche nach dem Mann eingeleitet. Aber wieder ohne Ergebnis. Der 80-jährige war wie vom Erdboden verschluckt.

Nachdem ein Förster im Juli 2009 einige Kilometer vom damaligen Standort des Pkw den Fahrzeugschein des Gesuchten in einem Waldstück im Zeiselbachtal fand, wurde die Suche dort wieder aufgenommen. Und kurze Zeit später machten die Einsätzkräfte den traurigen Fund. In einem Bachbett bei einem steilen Geröllhang stießen sie auf menschliche Knochen und Kleidungsreste. Es wurde vermutet, dass die Kleidung zu dem vermissten Mann gehörten.

Die traurige Gewissheit kam allerdings erst durch die gerichtsmedizinische Untersuchung in München. Sie stellten mittels DNA fest, dass die Knochen und die Kleidung zu dem 80-jährigen Mann gehörten.

Nach Bewertung durch die Kripo Miesbach hatte sich der Senior damals in dem unwegsamen Gelände verfahren. Beim Versuch, zu Fuß weiterzukommen, ist er wahrscheinlich nach einigen Kilometern verunglückt. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden.

Polizeipräsidium Oberbayern Süd 

Rubriklistenbild: © pa

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