Geschenke? Das dürfen Müllmänner annehmen

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Landkreis - Sie bringen uns täglich die Post, leeren regelmäßig unsere Mülltonnen und sorgen im Winter für freie Straßen, aber was dürfen unsere Alltagshelden als Weihnachtsgeschenk annehmen?

Rosenheim24 hat nachgefragt, wie wir unseren Müllmännern, Zeitungsausträgern, Hausmeistern, Schneepflugfahrern und Postboten zum Fest der Liebe eine Freude machen können. Den ersten Dämpfer erfahren wir bereits im Landratsamt Berchtesgadener Land: "Alles, was über fünf Euro geht, wird gesammelt und für einen guten Zweck gespendet." Denn im öffentlichen Dienst dürfen die Angestellten kein Trinkgeld annehmen. Das bestätigt auch Werner Blindauer von der Straßenmeisterei Neuötting. "Kleine Sachgeschenke wie eine Flasche Wein dürfen wir aber annehmen."

Besser haben es da die Angestellten von Privatfirmen und die Zeitungsausträger des Oberbayerischen Volksblatts. "Sie dürfen unseren Austrägern alles schenken, was sie wollen", heißt es aus dem Vertrieb. Auch die Müllfahrer der Firma Josef Maltan in Schönau am Königssee dürfen jedes Geschenk annehmen, das wir ihnen gerne machen wollen. "Es gibt keinerlei Verbotsregelungen."

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Die Mitarbeiter vom Hausmeisterservice Hinterschnaiter in Traunstein dürfen ebenfalls die Sach- und Geldgeschenke der Kunden annehmen. Sigi Hinterschnaiter macht seinen Angestellten hier keine Vorschriften. "Wenn unsere Kunden meinen Leuten zur Weihnachtszeit ein Geschenk machen zu wollen, habe ich kein Problem damit", sagt Hinterschnaiter. "Es gibt zwar normalerweise nicht die ganz großen Präsente, aber was sie bekommen, dürfen unsere Mitarbeiter auf jeden Fall behalten."

Auch die Postboten dürfen sich über kleinere Geld- und Sachgeschenke von zufriedenen Kunden freuen. Bundesweit wurde die Regelung getroffen, dass die Briefträger der Deutschen Post Präsente wie zum Beispiel Pralinen oder Wein annehmen dürfen. Aber auch Geldgeschenke bis zu einem Betrag von 25 Euro können die Postboten behalten. "Allerdings darf natürlich kein Kunde vom Briefträger besser behandelt werden, weil er zur Weihnachtszeit ein großzügiges Geschenk bereithält", so Dieter Nawrath, Pressesprecher der Deutschen Post. "Alle Kunden müssen was Freundlichkeit und Service angeht gleich gut bedient werden." Größere Geldbeträge über 25 Euro dürfen aber nicht angenommen werden. Solche Geschenke muss der Briefträger verweigern, oder sich dann mit seinem Chef auseinandersetzen.

Also schnüren Sie ein kleines Präsent für ihren Alltagshelden - ohne Geld, wenn er im öffentlichen Dienst tätig ist - und bereiten Sie ihm ein schönes Weihnachtsfest. In manchen Fällen sollte man allerdings darauf achten, dass das Geschenk auch bei dem ankommt, den man beschenken will. Wenn Sie das Geschenk persönlich übergeben, ist das aber sicher der Fall.

cz/tj

Rubriklistenbild: © dpa

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