Vergleich nach einstündiger Verhandlung

Ehepaar treibt es zu laut - hilflose Nachbarn gehen vor Gericht

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Trudering - Weil ein Ehepaar in einem Mietshaus dem Empfinden der Nachbarn nach beim Liebesspiel zu laut stöhnt, landete es letztendlich vor Gericht. 

Immer wieder landen skurrile Fälle vor dem Amtsgericht. Vor kurzem wurde eine besonders "laute" Angelegenheit öffentlich. Ein Ehepaar aus Trudering fühlte sich durch laut vernehmbares Stöhnen und Schreien der Nachbarn beim Geschlechtsverkehr in seiner Nachtruhe gestört, berichtet unser Partnerportal tz.de.

Dreimal pro Woche und das nach Mitternacht

Und dies sei lange kein Einzelfall gewesen. Dreimal pro Woche habe man immer nach Mitternacht laute Schreie und Gestöhne vernommen. Deshalb forderten die Nachbarn vor Gericht, dass das Pärchen ihre Triebe während der Nachtstunden zügelt. Doch dem nicht genug. Laut Anklageschrift habe das Pärchen zudem Partys mit lauter Musik gefeiert. 

Das angeklagte Ehepaar wiederum zeigte sich vor Gericht überrascht und widersprach den Klägern. „Die lärmüberempfindlichen Nachbarn würden auch die übrigen Mitbewohner wie schon ihren Vormieter terrorisieren", gab das Pärchen laut tz.de. zu Protokoll. 

Parteien einigen sich auf Vergleich

Nach der Verhandlung, die über eine Stunde in Anspruch nahm, einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Während das Pärchen versprach den Lärmpegel auf ein Erträgliches zu reduzieren, versicherten die Kläger im Gegenzug die direkte Kommunikation zu suchen. 

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Die Ergebnisse sind ernüchternd: 87 Prozent der Frauen gaben an, dass sie nur aus einem einzigen Grund laut stöhnen. Sie wollen, dass sich der Partner gut fühlt. Erfahren Sie hier weitere interessante Details der Studie.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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